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Debatte um Teilzeit: So gehen Audi und Würth damit um

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Die Debatte um Teilzeitarbeit reißt nicht ab. In großen Firmen aus der Region Heilbronn steht das Arbeitsmodell außer Frage. Wie gehen Audi und Würth damit um?


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Der Wirtschaftsflügel der Union will den Rechtsanspruch auf Teilzeit einschränken. Für CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann geht das am Kern der Debatte vorbei. Auch Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) weist den Vorschlag zurück. Kritik kommt zudem aus der Opposition und von Gewerkschaften. 

Dem Statistischen Bundesamt zufolge haben im Jahr 2024 29 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland in Teilzeit gearbeitet - fast jede zweite Frau (49 Prozent) und zwölf Prozent der Männer. Die Teilzeitquote in Deutschland zählt dem Statistikamt zufolge zu den höchsten in der EU.

Teilzeit in Deutschland: Grundsätzlich ist bei Audi jeder Arbeitsplatz teilzeitfähig

„Bei Audi steht der Mensch im Mittelpunkt – auch wenn es um die Gestaltung moderner Arbeitswelten geht. Unsere Beschäftigten haben unterschiedliche Lebenssituationen, Bedürfnisse und Prioritäten. Deshalb setzen wir auf Flexibilität und individuellen Gestaltungsraum“, sagt eine Sprecherin auf Anfrage der Heilbronner Stimme. Ziel sei es, Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen die Beschäftigten ihr Potenzial bestmöglich entfalten können. „Mit Modellen wie Teilzeit, Auszeiten oder Job-Sharing bei gleichzeitig sicherer Beschäftigung unterstützen wir unsere Beschäftigten dabei Familie bzw. Privatleben und Beruf miteinander zu vereinbaren“, so die Sprecherin,

Grundsätzlich sei bei Audi jeder Arbeitsplatz teilzeitfähig. „Auf Basis gesetzlicher, tariflicher und betrieblicher Regelungen stehen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zahlreiche Möglichkeiten für befristete oder unbefristete Teilzeitmodelle offen. Individuelle Lösungen – ob in Stunden pro Tag, Tagen pro Woche oder Wochen pro Monat – prüfen Beschäftigter, Personalwesen und Führungskraft miteinander“, führt die Sprecherin aus. Zu politischen Gesetzesinitiativen äußert sich Audi nicht.

Audi-Betriebsratschef findet deutliche Worte für die CDU-Pläne

Lifestyle-Teilzeit - wenn Jörg Schlagbauer diesen Begriff hört, wird er ungehalten. „Teilzeit ist für viele kein Ausdruck von Bequemlichkeit, sondern die einzige Möglichkeit, Job, Kinder und Pflege zu vereinbaren“, sagt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Audi. „Lifestyle-Freizeit? Wer so redet, hat den Alltag zwischen Kita, Pflege und Job lange nicht mehr gesehen - oder will ihn nicht mehr sehen.“

Würth: Knapp 17 Prozent der Belegschaft sind in Teilzeit beschäftigt

„Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Adolf Würth GmbH & Co. KG haben die Möglichkeit, in Teilzeit tätig zu sein – unabhängig von ihrer Hierarchieebene“, teilt eine Sprecherin des Unternehmens mit. „Als moderner Arbeitgeber ist es uns sehr wichtig, solche Angebote zu schaffen. Das ermöglicht unseren Beschäftigten die nötige Flexibilität, um private Lebensumstände mit dem Berufsleben in Einklang zu bringen.“

Seit über 20 Jahren bestehe auch die Möglichkeit, Führungspositionen in Teilzeit zu übernehmen. Aktuell seien knapp 17 Prozent unserer Belegschaft in Teilzeit tätig.

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