Porsche fliegt aus dem Dax: Welche Folgen das für Anleger hat
Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche wird nach drei Jahren nicht mehr im wichtigsten deutschen Aktienindex Dax gelistet. Anleger muss das nur bedingt beunruhigen.
Porsche gehört ab 22. September nicht mehr dem wichtigsten deutschen Aktienindex Dax an. Das hat die Tochterfirma der Deutschen Börse ISS Stoxx am Dienstagabend bekanntgegeben.
Neben Porsche trifft es auch den Pharmazulieferer Sartorius. Es ist das erste Mal in diesem Jahr, dass ein Wechsel im Dax stattfindet.
Nach Porsche-Rauswurf: Gea und Scout24 sind jetzt im Dax
Der Index führt die 40 größten und wertvollsten deutschen Unternehmen und repräsentiert damit etwa 80 Prozent der Marktkapitalisierung deutscher Aktiengesellschaften. Auf Porsche und Sartorius folgen nun der Anlagenbauer Gea und Scout24, Betreiber des Online-Portals ImmoScout24.
Für Porsche war es ein nicht allzu langes Gastspiel in der ersten Reihe der Börse, in die der Konzern erst 2022 aufstieg. Eine Rückkehr in den Dax, die Porsche-Chef Oliver Blume postwendend ins Visier nahm, ist jederzeit möglich.
Porsche nicht mehr im Dax: Das sind die Gründe für den Rauswurf
Die Gründe für den Abstieg des VW-Tochterkonzerns sind bekannt: Erst im Juli hatte Porsche einen deutlichen Gewinneinbruch vermeldet – eine Folge von rückläufigen Verkäufen in China, der stockenden E-Mobilität und den US-Einfuhrzöllen.
Entsprechend liegt die Porsche-Aktie heute weit unter ihrem Ausgabepreis von 82,50 Euro bei nunmehr 44,55 Euro und hat sich damit fast halbiert. Der Höchststand war kurzzeitig 2023 mit 118,90 Euro erreicht.
Diese Folgen hat der Porsche-Abstieg aus dem Dax für Anleger
Für Anleger hat der Rauswurf von Porsche nur bedingt Folgen, zum Beispiel wenn sie ETFs halten, die sich am Dax orientieren. Solche ETF-Anbieter müssen die Porsche-Aktien nun zwangsläufig verkaufen.
Das könnte den Kurs noch weiter sinken lassen. Dieser Performance-Verlust einer Einzelaktie ist jedoch ein kurzfristiger Effekt, der insgesamt kaum ins Gewicht fallen dürfte.
Lediglich wer Einzelaktien von Porsche sein Eigen nennt, muss den Wertverlust hinnehmen. Laut Deutschem Aktieninstitut sollten Anleger aber ohnehin nicht auf Einzelaktien setzen, sondern langfristig und breit gestreut investieren. Dann seien Renditen von sechs bis neun Prozent pro Jahr möglich.
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