Audi-Betriebsratschef: „Wer gegen die Autoindustrie kämpft, gefährdet Arbeitsplätze“

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Die Diskussionen um das Verbrenner-Aus haben wieder Fahrt aufgenommen. Nun meldet sich der Betriebsratschef von Audi zu Wort. Vorstandschef Döllner sieht den Autobauer bei den Antrieben gut aufgestellt.


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Die EU hatte schon beschlossen, dass Neuwagen ab 2035 kein CO2 mehr ausstoßen sollen. Das bedeutet praktisch ein Aus für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. In den vergangenen Wochen hat die Diskussion darüber wieder Fahrt aufgenommen - über das Aus des Verbrenner-Aus. Was aber kommt am Ende wirklich heraus?

Wenn die EU-Kommission in dieser Woche ihre Pläne für die Abgasvorgaben für Autos ab 2035 vorstellt, hoffen die deutschen Hersteller auf ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Ihre Wunschliste ist lang: Ausnahmen für Hybrid-Fahrzeuge, Bio-Benzin und Bauteile aus Europa sollen dafür sorgen, dass die Autobauer den Kohlendioxidausstoß ihrer Fahrzeuge nicht auf null senken müssen und weiter Verbrenner-Pkw verkaufen können.

Audi-Betriebsrat: „Wir brauchen eine Politik, die Zukunft gestaltet“

„Die aktuellen Diskussionen in Brüssel rund um das Verbrenner-Aus zeigen deutlich: Wir brauchen eine Politik, die Zukunft gestaltet – mit der Industrie und den Menschen, nicht gegen sie“, sagt Jörg Schlagbauer, Gesamtbetriebsratschef und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats von Audi.

Audi-Gesamtbetriebsratschef Jörg Schlagbauer ist ein Mann der deutlichen Worte. Er hat klare Forderungen an die Politik.
Audi-Gesamtbetriebsratschef Jörg Schlagbauer ist ein Mann der deutlichen Worte. Er hat klare Forderungen an die Politik.  Foto: Daniel Löb

Schlagbauer setzt sich dafür ein, dass Technologieoffenheit und Klimaschutz verbunden werden sollen, statt einseitige Verbote durchzusetzen. „Wer gegen die Autoindustrie in Deutschland kämpft, gefährdet willentlich Arbeitsplätze und den Wohlstand in unserem Land“, so Schlagbauer.

Audi-Chef Döllner ist überzeugt von der Elektromobilität

Audi hat in den vergangenen beiden Jahren rund 20 neue Modelle auf den Markt gebracht – mit den unterschiedlichsten Antrieben. „Ich bin fest davon überzeugt, dass Elektromobilität sich perspektivisch weltweit durchsetzt. Schauen Sie sich nur mal die Innovationsgeschwindigkeit im Bereich des Elektroautos an“, sagt Audi-Chef Gernot Döllner im Gespräch mit der Heilbronner Stimme. „Da bewegt sich in kurzer Zeit unglaublich viel.“ Im nächsten Jahr bringt die Marke mit den vier Ringen ein vollelektrisches Einstiegsmodell auf den Markt.

Der CEO von Audi sieht seine Marke antriebsseitig gut aufgestellt für die Zukunft. „Wir sind mit dem Dreiklang aus Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, Plug-in-Hybriden und vollelektrischen Fahrzeugen gut aufgestellt und können flexibel auf die Anforderungen der Märkte reagieren“, so Döllner. „Diesen Dreiklang wird es noch mindestens zehn Jahre so geben.“

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