Stepstone Gehaltsreport zeigt, wie gut Baden-Württemberger verdienen
Was Arbeitnehmer verdienen, ist ziemlich verschieden. Der Stepstone Gehaltsreport 2025 liefert Daten zu Branchen und Regionen – und erklärt, warum Baden-Württemberg in Ranglisten weit vorne liegt.
Was ist es, das Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber erwarten? Eine gute Arbeitsatmosphäre, eine sinnvolle Beschäftigung oder die Möglichkeit, von daheim zu arbeiten, mögen wichtige Faktoren sein. Auch wenn es Unterschiede zwischen den Generationen geben mag – das Gehalt gehört weiter dazu. Der Stepstone Gehaltsreport 2025 bietet auch in diesem Jahr Einblicke, in welchen Branchen und Regionen Arbeitnehmer am besten verdienen. Baden-Württemberger kommen dabei gut weg.
Stepstone Gehaltsreport zeigt, wie viele Baden-Württemberger verdienen
Der Stepstone Gehaltsreport 2024 zeigte bereits, dass Baden-Württemberger zu den Topverdienern in Deutschland gehören. Daran hat sich nichts geändert. Mit einem Mediangehalt von 50.250 Euro liegt Baden-Württemberg im Vergleich der deutschen Bundesländer auf Rang zwei – direkt hinter Hamburg mit 52.000 Euro. Beim Bundesländer-Vergleich von Jobs mit Personalverantwortung liegt der Südwesten auf Platz drei. Hinter Hamburg landet hierbei Hessen auf Position zwei.
Das deutschlandweite Bruttomediangehalt liegt bei 45.800 Euro. Auch Bayern schneidet vielfach gut ab, das ist kein Wunder. Die süddeutschen Bundesländer „profitieren von einer hohen Dichte an internationalen Unternehmen, einem starken Mittelstand und innovativen Branchen wie Automobilbau, Maschinenbau und Informationstechnologie. Hamburg als Stadtstaat sticht zudem durch seine Bedeutung als Handels- und Logistikzentrum hervor.“
Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim: baden-württembergische Städte im Stepstone Gehaltsreport
Das Mediangehalt unterscheidet sich vom Durchschnittsgehalt. Es liegt genau in der Mitte aller Werte. „Es gibt exakt gleich viele Gehälter, die niedriger und die höher sind als das Mediengehalt“, schreiben die Studienautoren. Der Durchschnittswert kann hingegen durch Ausreißer, extrem hohe oder niedrige Werte, verzerrt sein. Daher liegt der Fokus beim Gehaltsreport auf dem Mediangehalt.
In der Rangliste der Landeshauptstädte liegt Stuttgart auf Platz zwei. Das Mediangehalt liegt bei 56.250 Euro. München steht mit 58.000 Euro an der Spitze. Karlsruhe (52.250 Euro) und Mannheim (51.000 Euro) finden ebenfalls Erwähnung im Report. Und dann gibt es da noch Korb. Die Kommune im Rems-Murr-Kreis weisen die Autoren mit einem Mediangehalt von 45.750 Euro als Durchschnittsstadt aus.
Geschlecht, Bildung und Branchen als Faktoren im Stepstone Gehaltsreport
Geschlecht und Bildungshintergrund spielen beim Verdienst eine entscheidende Rolle. In Baden-Württemberg verdienen Arbeitnehmer 47.000 Euro ohne Hochschulabschluss – mit sind es 65.250 Euro. Groß sind die Unterschiede im Vergleich der Branchen. Bankwesen, Luft- und Raumfahrt oder Pharma liegen an der Spitze, in Landwirtschaft und Gastgewerbe verdienen Angestellte deutlich schlechter. Bei den Berufsgruppen stehen Ärzte am besten da, 98.750 Euro deutschlandweites Mediangehalt weist die Studie aus.
Auch der Gender-Pay-Gap liegt weiter vor, also die Lohnlücke in den Gehältern von Mann und Frau. Die Autoren unterscheiden zwischen unbereinigtem (12,4 Prozent) und bereinigtem Gender-Pay-Gap (5,7 Prozent). So viel verdienen Frauen also durchschnittlich weniger. Ersterer berücksichtigt dabei keine „strukturellen Unterschiede“, also beispielsweise in der Qualifikation oder der Art der Tätigkeit.
Der Stepstone Gehaltsreport basiert den Angaben zufolge auf einer der größten Gehaltsdatenbanken in Deutschland – mit Gehaltsangaben zu Ort und Region, Berufsgruppe, Branche, Berufserfahrung und vielem mehr. „Für den Gehaltsreport 2025 wurden 1.052.211 Vergütungsdaten ausgewertet, die im Zeitraum Januar 2022 bis November 2024 erhoben wurden. Sämtliche Auswertungen basieren auf erhobenen Gehaltsinformationen von Vollzeitbeschäftigten“, heißt es. Für Beschäftigte, die gerne mehr verdienen würden, bietet es sich an, die 2025er-Gehaltsprognosen für Berufe zu beachten.
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