Schwarz-Gruppe wird strategischer Partner der Uefa
Lidl und Prezero sind zwar schon im Fußball engagiert. Doch nun wird die Zusammenarbeit massiv ausgebaut: Die beiden Unternehmen der Schwarz-Gruppe gehen eine strategische Partnerschaft mit dem europäischen Fußball ein.
Die Schwarz-Gruppe entdeckt mehr und mehr den Sport für sich, als Marketingplattform ebenso wie als Testfeld und als Einnahmequelle. Nach dem Einstieg beim Sportsender Dyn, nach Kooperationen mit Handball, Fußball und einzelnen Vereinen wie Hoffenheim oder Bayern München wird nun das große Rad gedreht:
Erstmals geht der europäische Fußballverband Uefa eine strategische Partnerschaft mit einem großen Konzern, nämlich der Schwarz-Gruppe, ein. Als erstes verkünden Lidl und die Entsorgungssparte Prezero bereits konkrete Projekte.
Strategische Partnerschaft zwischen Schwarz-Gruppe und Uefa: Lidl schon seit 2024 Werbepartner
Lidl wird dabei „Take Care Nutrition Partner und Breitenfußball-Partner“, wie die offizielle Bezeichnung lautet. Gleichzeitig wird die Discountsparte der Schwarz-Gruppe „offizieller, globaler Partner der Uefa Frauen- und Männer-Nationalmannschaftswettbewerbe“.

Lidl ist zwar bereits seit 2024 Werbepartner und als solcher bei den Uefa-Wettbewerben in den Stadien auf der Bandenwerbung stark vertreten, baut das Engagement aber nun aus: Bis 2030 werden alle europäischen Wettbewerbe auf Vereins- und Nationalmannschaftebene der Frauen und Männer unterstützt.
Dabei soll es aber nicht bleiben: Lidl wolle sich für gesunde und bewusste Ernährung in den Bildungs- und Breitenfußball-Programmen der Uefa einsetzen, um eine positive Wirkung im europäischen Breitensport zu generieren. Als Partner des Uefa-Schulfußball-Programms soll Lidl an Schulen und Vereinen dazu beitragen, bewusste Ernährung, Sport und Bewegung in den Alltag von Kindern zu integrieren.

Das umfasst auch Onlinekurse für Lehrer und Trainer und eine europäische, digitale Plattform. Der Discounter übernimmt zudem die Rolle des offiziellen Take Care Nutrition Partners der Uefa.
Prezero weitet sein in Hoffenheim erprobtes Konzept aus
Prezero soll unterdessen seine Projekte, die bereits in den Stadien der TSG Hoffenheim, des VfB Stuttgart und von RB Leipzig angelaufen sind, weiter ausdehnen. Ziel ist es dabei, Abfälle zu vermeiden und stattdessen ein Kreislaufwirtschaftssystem in den Stadien zu etablieren. Am weitesten ist derzeit das Projekt bei der TSG Hoffenheim fortgeschritten.
Bei der Zusammenarbeit mit der Uefa soll der Fokus auf den großen Turnieren der Nationalmannschaften sowie den Clubwettbewerben liegen. Der europäische Spitzenfußball soll dadurch zur Blaupause für ganze Industrien werden – und gleichzeitig die Fans europaweit für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Wert- und Rohstoffen sensibilisieren.
„Gelingt der Wandel von linearer Abfallwirtschaft zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft im europäischen Profisport, dient das als Vorbild für viele Teile der Wirtschaft“, sagt Marcus Sagitz, Marketing-Geschäftsführer bei Prezero International. „Wir beweisen auf der großen Fußballbühne, dass die Sicherung wertvoller Ressourcen und Spitzensport untrennbar sind.“
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare