Schwarz Digits geht die nächste Partnerschaft ein – Zusammenarbeit mit Siemens
Die Hannover Messe wird für Schwarz Digits zur Bühne der Kooperationsvereinbarungen. Jetzt wurde eine Zusammenarbeit mit dem Technologieriesen Siemens verkündet. Darum geht es.
Am Montag hatte Schwarz Digits auf der Hannover Messe seinen europäischen Standard für digitale Souveränität vorgestellt. Im Vorfeld wurde bereits die Kooperation mit US-Cybersecurity-Spezialisten Crowdstrike verkündet. Nun hat die IT- und Digitalsparte der Schwarz-Gruppe eine strategische Partnerschaft mit dem Technologiekonzern Siemens bekanntgegeben. Dabei geht es um die Bereitstellung von Mobilfunk-Netzwerken für kritische Infrastruktur und im Bereich der inneren und äußeren Sicherheit.
Warum Siemens und Schwarz Digits zusammenarbeiten
Die Zusammenarbeit sei eine Reaktion auf den wachsenden Bedarf an leistungsstarker mobiler Kommunikation, technologischer Souveränität und Ausfallsicherheit bei europäischen Behörden mit Sicherheitsaufgaben und in der Landes- und Bündnisverteidigung, heißt es in einer Mitteilung. Siemens steuere die Kommunikationstechnik bei, Schwarz Digits seine Software und die Cloud Stackit.

Bisherige Angebote basierten oft auf Komponenten globaler Anbieter, wird erklärt. Schwarz Digits und Siemens setzten hingegen auf eine überwiegend deutsche Wertschöpfungskette. Die von Siemens genutzten Geräte würden in Deutschland hergestellt, die Software werde ebenso wie alle Cloud-Komponenten von Stackit in Deutschland entwickelt.
Schwarz Digits und Siemens: Wie der „Air-gapped-Betrieb“ funktioniert
„In Zeiten wachsender Unsicherheit zählt für die Industrie Verlässlichkeit“, sagt Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Leiter von Siemens Digital Industries. „Gemeinsam mit Schwarz Digits schaffen wir einen sicheren und stabilen Grundstein für Deutschlands kritische Infrastruktur.“
Für besonders sensible Einsatzbereiche ist das Netzwerk für den sogenannten „Air-gapped“-Betrieb konzipiert, heißt es weiter: Das lokale 5G-Netzwerk funktioniert vollständig isoliert vom öffentlichen Internet oder externen Netzen. Der Zugriff werde über Sim-Karten kontrolliert, was eine präzise Identifizierung der autorisierten Endgeräte ermögliche. Dank dieser strikten Isolation erlaube das System das parallele Bestehen von öffentlichen und privaten 5G-Netzen, ohne die Sicherheit des privaten Bereichs zu gefährden.
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