Stackit unter den Gewinnern einer EU-Ausschreibung
Die EU-Kommission hat die Aufträge für die Schaffung einer souveränen EU-Cloud vergeben. Dass die Cloud-Tochter der Schwarz-Gruppe darunter ist, hat diese Gründe.

Stackit, der Cloud-Dienstleister der Schwarz-Gruppe, ist unter den vier Unternehmen und Konsortien, die eine Ausschreibung der EU für eine souveräne Cloud gewonnen haben. Wie die Europäische Kommission mitteilte, werden für die nächsten sechs Jahre bis zu 180 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Dienstleistungen wurden vergangenen Oktober ausgeschrieben.
Wer sonst noch den Zuschlag erhielt
Neben Stackit ging der Zuschlag an den Anbieter Scaleway aus Frankreich, das Konsortium Deep, dem die Post Luxembourg Group, OVH Cloud und Clever Cloud (beide aus Frankreich) angehören, sowie Proximus aus Belgien. Zu dessen französischen Partnern zählen S3NS, ein Joint-Venture der Rüstungsfirma Thales mit Google Cloud, sowie Clarence und der KI-Anbieter Mistral.
Die Auswahl sei anhand von acht Kriterien für souveräne Cloud-Dienstleistungen getroffen worden, teilte die Kommission mit. Dazu zählten strategische, rechtliche, operative und ökologische Belange ebenso wie Transparenz der Lieferketten, technologische Offenheit, Sicherheit und Einhaltung des EU-Rechts. Es seien vier Bewerber parallel beauftragt worden, um zu vermeiden, von einem einzigen Anbieter abhängig zu sein. Sie mussten garantieren, dass kein Zugriff auf Server oder Programme durch Dienste oder Behörden außerhalb der EU möglich ist.
So geht es nun weiter
Die Kommission werde nun die Rahmenbedingungen für eine souveräne Cloud neu formulieren, die spezifische Kriterien umfassen sollen, heißt es weiter. Außerdem bereite sie ein Paket für Tech-Souveränität vor, das eine Open-Source-Strategie, eine strategische Roadmap für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz und eine Cloud- und KI-Entwicklungs-Verordnung umfasst.
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