Aus bei "X": Kaufland nennt Gründe für Verlassen der Social-Media-Plattform
Die in die Kritik geratene Handelskette Kaufland nennt Gründe, warum sie bei der Social-Media-Plattform X nicht mehr vertreten ist.
Aufgefallen ist es am Donnerstagabend, als die RTL-Recherche des Teams um den Investigativjournalisten Günter Wallraff gesendet wurde: Kaufland ist nicht mehr auf der Plattform X vertreten. Rasch stellten Medien einen Zusammenhang her und mutmaßten, dass der Account vorsorglich in Erwartung eines Shitstorms deaktiviert wurde.
Ein Kaufland-Sprecher stellt den Sachverhalt gegenüber unserer Zeitung nun anders dar. „Wir haben den X-Account schon vorher abgeschaltet“, erklärt er. Am 24. März habe sich Kaufland von der Plattform verabschiedet. „Das hatte nichts mit der Sendung zu tun“, sagt der Sprecher. „X ist aktuell kein Kanal, auf dem wir uns als Kaufland sehen.“

Heiße Debatte auf Facebook: Auf anderen Kanälen ist Kaufland weiter aktiv
Der Kritik auf Social Media stelle sich die Handleskette ja schließlich, auch nach den Recherchen von Team Wallraff: „Sonst hätten wir uns auch von den anderen Kanälen zurückgezogen.“ Kaufland hat auf seiner Homepage nach wie vor Verlinkungen zu seinen Accounts auf Facebook, Instagram, Tiktok, Pinterest, Youtube und Whatsapp gesetzt.
Die Links führen auch weiterhin zu den entsprechenden Accounts. Bei Facebook ist eine intensive und kritische Diskussion mit mehreren hundert Beiträgen weiterhin komplett einsehbar.
Kaufland ist nicht mehr auf X: Missstände im Unternehmen aufgedeckt
Ein zeitlicher Zusammenhang ist dennoch nicht ganz auszuschließen. Wie der Kaufland-Sprecher weiter berichtet, wurde die Pressestelle des Unternehmens von den Reportern des Senders und des Magazins „Stern“ vor etwa drei Wochen erstmals mit den aufgedeckten Missständen konfrontiert. Und das ist ziemlich genau der Zeitpunkt, als Kaufland sich von X zurückzog.
Offensichtlich ist es seitdem bloß niemandem aufgefallen, der das anschließend irgendwo weiterverbreitete.
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