Frauen verdienen weniger als Männer – auch das zeigt der Gehaltsreport. Bezogen auf das Mediangehalt liegt die Differenz bei knapp zehn Prozent. Bundesweit beträgt der Verdienst von Männern 55.900 Euro, während es bei den Frauen bei vergleichbarer Arbeit 50.500 Euro sind. Bezogen auf Baden-Württemberg ist die Kluft größer: Männer kommen im Median auf 61.250 Euro Gehalt, Frauen auf 53.000 Euro.
Gehaltsreport 2026 zeigt: Das verdienen Beschäftigte in Heilbronn
In München, Frankfurt und Stuttgart werden die höchsten Löhne gezahlt, das zeigt der neuste Gehaltsreport der Jobplattform Stepstone. Auch in Heilbronn dürfen sich Beschäftigte glücklich schätzen.
Wer in Heilbronn arbeitet, der gehört zu den Besserverdienern in Deutschland. Das zeigt der Gehaltsreport 2026, den die Jobplattform Stepstone zu Beginn des neuen Jahres veröffentlicht hat. Mit 59.290 Euro liegt das ermittelte Bruttomediangehalt nicht nur im bundesweiten Vergleich auf einem vorderen Rang – auch im Vergleich zu anderen Städten in Baden-Württemberg muss sich Heilbronn wahrlich nicht verstecken.
Platz eins im Südwesten gehört Stuttgart: Mit einem Bruttomediangehalt von 63.750 Euro gehören Arbeitnehmer aus der Landeshauptstadt auch bundesweit zu den Spitzenverdienern. Nur München (64.750 Euro) sowie Frankfurt (64.000 Euro) stehen besser da. Bezogen auf Baden-Württemberg liegen vor Heilbronn noch Karlsruhe (60.750), Ulm (60.500) und Freiburg im Breisgau (59.750). Heidelberg (59.000) steht hinter Heilbronn auf Rang sechs.
Gehaltsreport 2026: Baden-Württemberg steht im Vergleich zu anderen Bundesländer gut da
Mit Blick auf Deutschland steht der Südwesten erwartbar gut da: Bundesweit liegt das Bruttomediangehalt bei 53.900 Euro. Vor allem regional zeigen sich dabei deutliche Unterschiede, ergibt die Auswertung. Während viele westdeutsche Bundesländer über dem Bundesmedian liegen, weisen ostdeutsche Länder tendenziell niedrigere Medianwerte aufweisen.
In den westdeutschen Bundesländern liegt das Bruttomediangehalt bei 56.250 Euro, in den ostdeutschen Ländern ohne Berlin bei 48.750 Euro. Das spiegelt sich auch mit Blick auf die Großstädte wider: Stehen Städte wie München, Frankfurt, Stuttgart und Hamburg ganz vorne, fallen die Medianwerte von ostdeutschen Großstädten niedriger aus, etwa in Dresden mit 51.000 Euro, Leipzig mit 51.250 Euro oder Chemnitz mit 48.500 Euro. Das Gefälle zwischen Ost und West beträgt im Schnitt immerhin 13 Prozent.
Mehr als ein Drittel der Beschäftigten ist mit dem Gehalt zufrieden
Aufgeschlüsselt nach Bundesländern nimmt Baden-Württemberg eine Spitzenposition ein: Das Bruttomediangehalt von 58.200 Euro reicht zu Platz zwei. Nur Hamburg schneidet besser ab (57.000). Im Ranking hinter dem Südwesten landen Hessen (55.250), Bayern (54.500) und Berlin (53.500). Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern (45.250).
Trotz der strukturellen Unterschiede steigt die Gehaltszufriedenheit seit drei Jahren kontinuierlich: 36 Prozent der Beschäftigten zeigten sich 2025 zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem Einkommen, so die Studie. Zuvor waren es 34 Prozent (2024) und 32 Prozent (2023).
Die Erhebung basiert auf mehr als 1,3 Millionen Datensätzen und gehört damit nach Angaben von Stepstone zu den umfangreichsten Auswertungen ihrer Art in Deutschland. Sie sei repräsentativ für die Erwerbsbevölkerung auf Bundes- und Landesebene nach den Kriterien Alter, Geschlecht, Hochschulabschluss und Wirtschaftssektor.
Gehaltsreport 2026: Höherer Abschluss und Personalverantwortung garantieren ein höheres Gehalt
„Die neue EU-Richtlinie macht mehr Transparenz zur Pflicht“, sagt Sven Maaßen, Senior Manager Compensation bei Stepstone. „Beschäftigte brauchen Orientierung, Unternehmen belastbare Daten. Mit unserer Analyse schaffen wir eine Grundlage, um Gehälter künftig klarer und fairer zu gestalten.“
Die Studie zeigt auch: Das Gehaltsniveau unterliegt verschiedenen Einflüssen wie Bildung, Berufserfahrung sowie Personalverantwortung. Erwerbstätige mit Hochschulabschluss beispielsweise verdienen mehr, erzielen im Median ein Gehalt 68.250 Euro, während Beschäftigte ohne akademischen Abschluss bei 51.200 Euro landen.
Bankwesen laut Gehaltsreport 2026 die Branche mit den höchsten Gehältern
Mit Blick auf Baden-Württemberg fällt der Verdient entsprechend höher aus: Mit Hochschulabschluss ergibt sich ein Gehalt von 73.750 Euro, ohne 55.500 Euro. Wer Personalverantwortung trägt, verdient ebenfalls mehr. So weist der Gehaltsreport für Führungskräfte bundesweit ein Mediangehalt von 62.000 Euro, ohne Personalverantwortung liegt dieser Wert bei 51.300 Euro. Im Südwesten sind es 67.750 Euro in einer Führungsposition. Auch die Größe des Unternehmens wirkt sich auf das Gehalt aus: Je größer der Betrieb, desto besser das Gehalt.
Die Branche mit dem besten Gehalt ist das Bankwesen: Hier verdienen Angestellte sowohl bundesweit als auch auf Baden-Württemberg am besten. Sind es bundesweit im Median 70.250 Euro, erzielen Bankangestellte im Südwesten im Südwesten mit 71.000 Euro etwas mehr. Auf den Plätzen dahinter folgen in Baden-Württemberg Wissenschaft und Forschung sowie Fahrzeugbau mit jeweils 69.000 Euro und der Maschinen- und Anlagenbau (68.750).
Human- und Zahnmediziner verdienen mit Abstand am besten: Kommen sie bundesweit auf ein Mediangehalt von 105.000 Euro, sind es im Südwesten gar 107.750 Euro.


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