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AIM kauft frühere Illig-Gebäude in Heilbronn-Sontheim

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Der Infrarottechnik-Spezialist AIM übernimmt von Beos das Gewerbeareal Piro Heilbronn. Ursprünglich sollte dort ein moderner Mix aus Produktion, Forschung und Dienstleistung angesiedelt werden.


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Der Infrarottechnik-Hersteller AIM plant eine deutliche Erweiterung seines Standorts in Heilbronn. Wie ein Sprecher der Muttergesellschaft, dem Diehl-Konzern aus Nürnberg, am Dienstag gegenüber der Stimme bestätigte, hat das bislang im Telefunkenpark ansässige Unternehmen zusätzliche Gebäude in der Stadt gekauft.

Dabei handelt es sich um ehemalige Werkshallen des Maschinen- und Anlagenbauers Illig in Heilbronn-Sontheim, die nach dessen Insolvenz und Verkleinerung frei standen und von einer Tochtergesellschaft des Finanzkonzerns Swiss Life unter dem Namen Piro Heilbronn vermarktet wurden.

AIM Infrarot-Module war auf der Suche nach Erweiterungsmöglichkeiten in Heilbronn

Dass AIM Infrarot-Module sich mit Erweiterungsplänen in Heilbronn trägt, hatte Diehl Defence-Bereichsvorstand Thomas Bodenmüller bereits Anfang Dezember am Rande einer Veranstaltung in Stuttgart angedeutet. Das Überlinger Unternehmen hatte kurz zuvor die zweite Hälfte der Anteile an AIM vom Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall erworben.

Im Piro Heilbronn in den früheren Illig-Hallen in Sontheim wollte Beos einen bunten Mix an Produktion, Forschung und Dienstleistungen ansiedeln. Nun hat AIM Infrarot-Module den gesamten Komplex gekauft.
Im Piro Heilbronn in den früheren Illig-Hallen in Sontheim wollte Beos einen bunten Mix an Produktion, Forschung und Dienstleistungen ansiedeln. Nun hat AIM Infrarot-Module den gesamten Komplex gekauft.  Foto: Visualisierung „PIRO Heilbronn“, © MPS ARCHONIC GmbH

Diehl war 2004 an seinen 50-Prozent-Anteil gekommen. Die anderen 50 Prozent verkaufte der damalige Daimler-Chrysler-Konzern 2005 an Rheinmetall.

AIM liefert Infrarotsensoren vor allem für die Wehrtechnik

Das seit 1976 bestehende Unternehmen AIM hat sich auf Infrarotsensoren spezialisiert, etwa für Wärmebildkameras, aber vor allem für Lenkraketen und ähnliche Waffensysteme. Laut dem Geschäftsbericht für 2023 wurden damals 81 Prozent des Umsatzes mit Kunden aus der Wehrtechnik gemacht.

Was AIM Infrarot-Module in den neuen Räumen in Sontheim produzieren will und wann die Fertigung startet, wurde noch nicht mitgeteilt. Am Standort Telefunkenpark solle jedenfalls festgehalten werden, hieß es. 

Beos wollte auf dem früheren Illig-Areal eigentlich einen bunten Mix an Mietern ansiedeln

Beos, ein Tochterunternehmen von Swiss Life Asset Managers, hatte das frühere Illig-Areal im Jahr 2023 erworben und mit der Sanierung begonnen. Im Mai 2025 wurde im Piro Heilbronn Richtfest gefeiert. Auf 22.000 Quadratmetern wollte Beos in den drei Gebäuden an der Pilgramstraße und an der Robert-Bosch-Straße einen modernen Mix an Produktion, Forschung und Dienstleistung ansiedeln. Der Projektentwickler bezifferte damals die Gesamtkosten für die Revitalisierung des Gebäudeensembles mit mehr als 25 Millionen Euro. Damals war auch die Rede davon, dass es erste Gespräche mit Mietinteressenten gebe.

Heilbronns Erster Bürgermeister Martin Diepgen sprach beim Richtfest von einem starken Signal für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Heilbronn.

Zum Kaufpreis und zur Investitionssumme machen Beos und  Swiss Life keine Angaben

Von einem Verkauf des Piro war vor einem Jahr noch keine Rede. Wie eine Swiss-Life-Sprecherin auf Stimme-Anfrage mitteilt, seien ein Verkauf beziehungsweise eine Vermietung bei derartigen Projekten grundsätzlich bestehende Optionen. „In diesem Fall wurde aufgrund der spezifischen Nachfrage letztlich ein Verkauf zum Abschluss gebracht“, teilt die Sprecherin mit. Zum Namen des Käufers sei ebenso Stillschweigen vereinbart worden wie zum Kaufpreis und zur Investitionssumme.

In den kommenden Monaten sollen ausgewählte Baumaßnahmen abgeschlossen werden, danach übernehme der Käufer die weiteren Ausbauarbeiten für die finalen Nutzungen, teilt Beos mit.

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