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Diehl darf AIM in Heilbronn ganz übernehmen – Kartellamt gibt grünes Licht

  
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Das Bundeskartellamt hat die vollständige Übernahme von AIM in Heilbronn durch Diehl Defence genehmigt. Über seine Pläne für den Standort schweigt Diehl sich noch aus.


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Das Bundeskartellamt hat das Vorhaben der Diehl Defence mit Sitz in Überlingen freigegeben, ihre Beteiligung an der AIM Infrarot-Module GmbH in Heilbronn von 50 auf 100 Prozent zu erhöhen und so die alleinige Kontrolle zu erwerben. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Bundeskartellamt genehmigt AIM-Übernahme: DefenceDiehl plant weitere Investitionen

AIM ist Spezialist für Infrarotdetektoren, Wärmebildgeräte und Stirling-Kühlmaschinen für die Industrie, diverse Weltraumanwendungen und den militärischen Markt. Die von AIM entwickelten und angebotenen Komponenten können auch in Lenkflugkörpern sowie intelligenter, großkalibriger Artilleriemunition verbaut werden, wie sie Diehl herstellt. Das Unternehmen beschäftigt in Heilbronn mehr als 400 Mitarbeiter.

In einem hinteren Teil des Heilbronner Telefunkenparks ist der Sensorhersteller AIM ansässig.
In einem hinteren Teil des Heilbronner Telefunkenparks ist der Sensorhersteller AIM ansässig.  Foto: Fritze, Heiko

In den vergangenen Jahren wurde der Standort im Telefunkenpark bereits erweitert. In den nächsten Jahren seien weitere Investitionen geplant, hatte Diehl schon bei der Bekanntgabe der Übernahmepläne mitgeteilt. Nähere Angaben machte das Unternehmen allerdings noch nicht.

Warum das Kartellamt zustimmte

„Diehl und AIM sind auf unterschiedlichen Marktstufen tätig, sodass sich ihre Aktivitäten nicht horizontal überschneiden“, begründete Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, die Zustimmung der Behörde. „Genauer auseinandergesetzt haben wir uns mit den Effekten, die ein Zusammenschluss zwischen Anbieter und Nachfrager auf den relevanten Komponentenmärkten haben kann. Für eine Kunden- oder Lieferantenabschottung gibt es aber letztlich keine hinreichenden Anhaltspunkte.“

Zu berücksichtigen war zudem, dass Diehl bereits 50 Prozent der Anteile an AIM hält. Diese erste Beteiligung war bereits 1997 von der Europäischen Kommission freigegeben worden, teilt das Kartellamt mit.  

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