Nach Econelo-Insolvenz: Investor übernimmt Marke aus Leingarten und Warenbestand
Nach der Insolvenz des Leingartener Unternehmens Econelo hat ein Investor Marke und Warenbestand übernommen. So geht es nun mit den Elektrofahrzeugen weiter.
Im ehemaligen Firmensitz in Leingarten sind längst die Lichter ausgegangen. Doch Econelo wird es weiterhin geben: Die vietnamesische Beyond Intelligence Group hat die weltweiten Markenrechte, die Lagerbestände sowie die Homepage und Social-Media-Auftritte vom Insolvenzverwalter gekauft. Das teilte Andreas Bachl, verantwortlich für das Geschäft der Unternehmensgruppe in Deutschland, Österreich und der Schweiz, jetzt mit. Die Übernahme sei bereits imJuli vollzogen worden.
So viele Fahrzeuge hatte Leingartener Firma Econelo bis zur Insolvenz verkauft
Das 2017 gegründete Unternehmen vertrieb selbst entworfene Zweirad-, Dreirad- und Vierradroller sowie drei- und vierrädrige Kabinenroller, die ausschließlich mit Elektromotor angetrieben werden. Ein Schwerpunkt waren dabei E-Fahrzeuge für ältere und mobilitätsgehemmte Menschen. Wie Bachl berichtete, seien bis zur Insolvenz im Mai vergangenen Jahres mehr als 50.000 Fahrzeuge in Deutschland und Europa abgesetzt worden.

Die Marke sei in ihrem Segment etabliert und habe eine starke Fangemeinde – der durch Beyond Intelligence übernommene Warenbestand sei mittlerweile abverkauft. „Genau genommen haben wir aufgrund der hohen Nachfrage eine gewisse Lieferlücke“, erklärte Bachl. Die nächste Lieferung werde Anfang Februar erwartet.
Hergestellt wurden und werden die Fahrzeuge bei einem Partnerunternehmen in China, berichtete der Manager. Der Kontakt sei noch durch den Econelo-Gründer hergestellt worden. Die Auslieferung läuft nun über eine Spedition in Nürnberg. Jedes Exemplar werde in Deutschland geprüft, neu verpackt und für den weiteren Versand an Händler freigegeben. „Für die Immobilie in Leingarten hatten sich äußerst viele Interessenten beworben“, sagte Bachl. „Für uns war jedoch Leingarten kein Thema.“

Econelo beschäftigte zu Beginn der Insolvenzphase knapp 30 Mitarbeiter. In Leingarten verfügte das Unternehmen über einen Showroom von 400 Quadratmetern, eine ebenso große Werkstatt sowie ein 2400 Quadratmeter großes Lager. Bei seiner Gründung war der Betrieb in Lauffen ansässig, bis es dort 2023 zu einem Großbrand kam.
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