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Ermittlungen verzögern sich

Millionenschaden nach Großbrand in Lauffen – Econello ist einsturzgefährdet

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Die riesige Rauchwolke in Lauffen am 22. Juli war über Lauffen hinaus zu sehen. Warum der Großbrand in einer Firmenhalle ausgebrochen ist, ist noch immer unklar. Econelo noch immer einsturzgefährdet.

Die Flammen schlugen extrem hoch bei einem Firmenbrand in Lauffen im Juli. Unser Fotograf war auf dem Haigern, als er die Rauchwolke sah.
Foto: Archiv/Mario Berger
Die Flammen schlugen extrem hoch bei einem Firmenbrand in Lauffen im Juli. Unser Fotograf war auf dem Haigern, als er die Rauchwolke sah. Foto: Archiv/Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Der Großbrand im Gewerbegebiet Brühl in Lauffen, zu dem es im Juli gekommen war, ist vielen Menschen eindrücklich in Erinnerung geblieben. Eine dichte und tiefschwarze Rauchwolke war am Himmel zu sehen, im gesamten Landkreis und noch darüber hinaus. Die Ursache für das Feuer ist nach Angaben der Polizei allerdings nach wie vor unklar.

Millionenschaden nach Großbrand in Lauffen – Econello ist einsturzgefährdet

Wie Polizeisprecherin Annika Grundbrecher mitteilt, sei die betroffene Halle der Firma Econelo noch immer einsturzgefährdet. Ein Gutachter habe deshalb noch nicht umfassend zur Arbeit schreiten können.


Zusätzlich drohe weiterhin eine Umweltbelastung, wenn Akku-Rückstände vermischt mit Löschwasser in die Umwelt gelangten, erklärt Grundbrecher. Beim Brand in der Straße Im Brühl hatten zahlreiche Elektrofahrzeuge gebrannt - Econelo stellt Kabinenroller für Senioren her.

Unklar, wann das Gutachten abgeschlossen sein wird

Man könne daher leider auch noch nicht genau sagen, wann das Gutachten zum Brand abgeschlossen sein wird. Für die Polizei wäre die Sache dringlicher, wenn eine Person beim Feuer zu Schaden gekommen wäre. Es entstand an jenem Samstag, den 22. Juli, aber nur Sachschaden. Versicherungsrechtliche Fragen seien zu klären, sagt Grundbrecher. Der finanzielle Schaden fällt immens aus, zuletzt war von vier Millionen Euro die Rede. Neben zahlreichen Kabinenroller fielen auch wertvolle Oldtimer dem Feuer zum Opfer, die in einem Nebenraum in der Halle gelagert waren.


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Ebenfalls nicht abgeschlossen sind die Untersuchungen, die vom Landratsamt unternommen wurden. "Abschließende Ergebnisse können daher derzeit nicht mitgeteilt werden", teilt Michael Brand, Sprecher der Behörde, mit. An ausgewählten Stellen um das betroffene Gebäude seien Bodenproben genommen worden, erklärt er. Im weiteren Umfeld seien auch Rammkernsondierungen ausgeführt worden. Dabei werden schichtweise Bodenproben entnommen und von Experten kontrolliert.

Bisher keine Hinweise auf schwere Bodenbelastung

Grundsätzlich sei bei einem solchen Brand zu befürchten, dass mit dem Löschwasser oder Regenwasser, das während oder nach dem Brand fällt, Schadstoffe in den Boden eingetragen werden - und diese auch in das Grundwasser gelangen könnten. Aus den bisher vorliegenden Ergebnissen aller Untersuchungen hätten sich aber "bisher keinerlei Hinweise" auf eine signifikante Bodenbelastung ergeben, führt Brand aus.


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Für die Firma Econelo war das Feuer eigenen Angaben zufolge ein großer Schock. "Unser junges, wachsendes Unternehmen trifft der verheerende Brand mitten ins Herz", heißt es auf der Firmenwebseite. "Nach dem ersten Schock gilt es zusammenzuhalten, denn gemeinsam schaffen wir das." Man sei weiterhin für die Kunden da.

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