Nachhaltigkeit beim Discounter: Lidl startet weltweite Kooperation mit dem WWF
In der Schweiz arbeitet Lidl schon seit Jahren mit dem WWF zusammen. Nun soll die Arbeit auf alle 31 Länder ausgedehnt werden. Konkret ist aber noch nichts.

Der Discounter Lidl und die Umweltorganisation WWF starten eine internationale Partnerschaft über alle 31 Ländergesellschaften von Lidl hinweg. Das teilte der Discounter der Schwarz-Gruppe am Donnerstag mit.Erste Kooperationen starteten bereits 2017 zwischen Lidl Schweiz und dem WWF Schweiz. WWF Schweiz werde auch die neue internationale Zusammenarbeit koordinieren, heißt es. Die Partnerschaft sei auf fünf Jahre angelegt und Teil der Nachhaltigkeitsstrategie.
Lidl kooperiert mit WWF: "Die Zukunft unseres Geschäftsmodells"
"Nachhaltiges Wirtschaften ist für Lidl dabei nicht nur eine Frage der Haltung, sondern auch Grundlage für die Zukunftsfähigkeit unseres Geschäftsmodells", sagt Christoph Pohl, Vorstand Einkauf Lidl International.
Kirsten Schuijt, Director General WWF International, meint: "Die Art und Weise, wie wir Lebensmittel und Energie konsumieren, ist eine der Hauptursachen für Artensterben und Klimawandel." Als größter Lebensmitteleinzelhändler in Europa verfüge Lidl über einen enormen internationalen Hebel, um nachhaltige Veränderungen in der Branche voranzutreiben.
Kooperation zwischen Lidl und WWF: Discounter unterstützt Naturschutz-Projekte
Bestehende nationale Kooperationen zwischen Lidl und dem WWF, etwa in der Schweiz und in Österreich, würden nun weiter intensiviert und die Zusammenarbeit international ausgeweitet. Der Discounter wolle dadurch weltweit den umweltschonenderen Einkauf einfacher machen. Neben dem Engagement entlang der eigenen Wertschöpfungskette sollen Projekte des WWF in den Bezugsregionen unterstützt werden.
Für Vegetarier, Flexitarier und Veganer: Mehr pflanzliche Produkte bei Lidl im Sortiment
Seit vorigem Jahr treibt Lidl zudem eine Verlagerung des Sortiments hin zu mehr pflanzlichen Produkten voran. Dadurch sollen insbesondere die sogenannten Flexitarier angesprochen werden, die also auch mal auf tierische Produkte verzichten. 2023 ermittelte das Unternehmen in Deutschland nach der Methodik des WWF den Anteil tierischer Proteinquellen im Vergleich zu pflanzenbasierten Eiweißquellen und legte als erster deutscher Lebensmitteleinzelhändler das Proteinverhältnis offen.
Seinerzeit betrug der pflanzliche Anteil elf Prozent, er soll bis 2030 auf 20 Prozent anwachsen. Gemeinsam mit dem WWF sollen nun die bestehenden Maßnahmen ausgebaut werden. Details stehen allerdings noch nicht fest, erklärte ein Lidl-Sprecher. Auch bei Tierwohl hat Lidl die Anforderungen verschärft.
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