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Elektromobilität

VW startet Elektro-Kleinwagen-Offensive: Cupra Raval ab 25.950 Euro

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Der VW-Konzern will E-Autos in die breite Masse bringen. Von drei Marken kommen dieses und nächstes Jahr fünf Modelle. Den Auftakt macht der Cupra Raval für 25.950 Euro. Das sind die weiteren Pläne.


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Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 545.000 rein elektrische Fahrzeuge zugelassen, das war ein Plus von 43,2 Prozent gegenüber 2024. Der Anteil der Stromer steig damit auf 19,1 Prozent. Dass sich die Elektromobilität noch nicht stärker durchsetzt, liegt unter anderem daran, dass E-Autos bisher vor allem in höherpreisigen Segmenten angeboten wurden.

Zuletzt hat sich das aber geändert, immer mehr Hersteller bieten nun entsprechende Modelle im Klein- und Kompaktwagensegment an.

VW-Konzern bringt bis 2027 fünf Elektro-Kleinwagen

Nun startet auch Europas größter Autobauer eine Modelloffensive mit vollelektrischen Kleinwagen. „Als Volkswagen-Konzern haben wir eine Verpflichtung, Mobilität für alle anzubieten. In der E-Mobilität haben wir in den höheren, weniger preissensiblen Segmenten angefangen und können Spitzentechnologie jetzt auch in kleineren Modellen wirtschaftlich darstellen“, sagt Konzernchef Oliver Blume.

„Die neue Electric Urban Car Family mit einem Einstiegspreis um die 25.000 Euro ist das Ergebnis.“

Der Cupra Raval ist das erste Mitglied einer Modellfamilie von fünf vollelektrischen Kleinwagen, die der VW-Konzern bis 2027 auf den Markt bringt.
Der Cupra Raval ist das erste Mitglied einer Modellfamilie von fünf vollelektrischen Kleinwagen, die der VW-Konzern bis 2027 auf den Markt bringt.  Foto: Cupra

Cupra Raval: 116 bis 226 PS, zwei Batterien, bis zu 450 Kilometer Reichweite

In diesem und im nächsten Jahr sind insgesamt fünf Modelle der Marken VW, Cupra und Skoda geplant. Den Anfang macht die spanische Tochter Cupra mit dem Raval, der an diesem Donnerstag (9. April) seine Weltpremiere feiert. Er kostet ab 25.950 Euro und soll sich von den Schwestermodellen vor allem durch seine sportlichere Optik und ein dynamischeres Fahrverhalten abheben. Die Markteinführung ist für den Sommer geplant. „Beim Raval haben wir auf nur etwas mehr als vier Metern Länge alles gepackt, wofür die Marke steht“, sagt Marcus Haupt, Vorstandschef von Seat und Cupra.

Gefertigt der Raval im Werk Martorell unweit der spanischen Metropole Barcelona. Dort hat der VW-Konzern im vergangenen Jahr eine eigene Batteriefertigung in Betrieb genommen. Den Raval wird es nach Angaben von Cupra in vier Leistungsvarianten mit 116, 135, 211 und 226 PS geben. Zwei Batterien mit 27 und 52 kWh Fassungsvermögen stehen zur Wahl, damit soll der Elektro-Kleinwagen je nach Variante zwischen 300 und 450 Kilometer weit kommen. 

Innen setzt Cupra auf ein sportliches Ambiente. In der Mitte gibt es einen großen Touchscreen.
Innen setzt Cupra auf ein sportliches Ambiente. In der Mitte gibt es einen großen Touchscreen.  Foto: Cupra

VW-Konzern: Hunderttausende Einheiten der neuen Stromer geplant

Technische Basis für die neuen Elektro-Kleinwagen bildet eine weiterentwickelte Version des Modulare Elektro Baukasten (MEB) des VW-Konzerns. Nach dem Cupra Raval kommt der MEB+ beim VW ID.Polo zum Einsatz. Er soll dem Vernehmen nach knapp unter 25.000 Euro kosten. Etwas später folgt dann eine SUV-Variante, der VW ID.Cross. Vierter im Bunde ist der Skoda Epiq, über den bislang am wenigsten bekannt ist.

Nach Angaben aus dem VW-Konzern soll die Entwicklung der markenübergreifenden Plattform MEB+ über die Laufzeit rund 650 Millionen Euro einsparen. Geplant sind jährliche Stückzahlen von mehreren hunderttausend Einheiten der verschiedenen Modelle. Nach Informationen der Heilbronner Stimme geht man intern im ersten vollen Produktionsjahr (2027) bei allen vier Modellen von 200.000 bis 250.000 Fahrzeugen aus.

„Wir sind überzeugt, dass die neuen Modellen ein Erfolg werden – das große Interesse und die vielen Nachfragen schon weit vor der Markteinführung sprechen für sich“, sagt Konzernchef Oliver Blume. „Wir sehen es als unsere Verpflichtung, die Produktpalette von unten aufzubauen. Zum Beispiel, um jungen Zielgruppen ein tolles Einstiegsangebot zu machen. E-Mobilität für alle, das ist Volkswagen. Wie früher beim Käfer.“

Volkswagen ID.Every1 startet 2027 und soll ab 20.000 Euro Kosten

Fünftes neues Modell wird ein ein weiteres Fahrzeug der Kernmarke Volkswagen sein. „2027 folgt der ID. Every1 mit einem Preis ab 20.000 Euro. Damit werden wir auch den Hochlauf der Elektromobilität insgesamt beschleunigen“, sagt Blume. Als endgültiger Name für den kleinsten Stromer, der in Portugal gefertigt wird, geistern aktuell ID.1 oder ID.Up über die Flure in Wolfsburg. Das E-Auto wird das erste Konzernmodell sein, bei dem die neue Software des US-Partners Rivian zum Einsatz kommt.

Unlängst hat VW-Konzern drei Modelle mit der neuen Software unter extremen Winterbedingungen wochenlang in Nordschweden getestet. Neben dem VW ID.Every1 kamen unseren Informationen zufolge ein Modell der US-Marke Scout und der Audi A4 E-Tron (Start 2028) zum Einsatz. „Mit dem erfolgreichen Abschluss der Wintertests zeigt unser Joint Venture erneut, wie schnell und präzise dort gearbeitet wird“, sagt Blume. 

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