Audi zeigt sich unzufrieden mit einstelliger Rendite – was das langfristige Ziel ist
Bei Audi ist die Rendite im vergangenen Jahr weiter in die Knie gegangen. Finanzvorstand Jürgen Rittersberger sieht die VW-Tochter aber auf einem guten Weg.
Der Verbund aus Audi, Bentley, Lamborghini und Ducati hat 2025 überraschend mehr Gewinn gemacht als noch 2024. Während der gesamte Audi-Konzern eine operative Umsatzrendite von 5,1 Prozent erwirtschaftet hat, lag sie bei der Kernmarke Audi lediglich bei 3,9 Prozent. Schuld sind vor allem das schwache Geschäft in China und Belastungen von 1,2 Milliarden Euro für die US-Zölle.
2026 werde erneut ein herausforderndes Jahr, heißt es aus Ingolstadt. Zumindest der deutsche Markt war im ersten Quartal ein Lichtblick. Von Januar bis März kam die Marke mit den vier Ringen auf 51.586 Neufahrzeuge, ein Plus von 7,1 Prozent. Insgesamt dürfte der Absatz weltweit aber angesichts der Situation in den USA und China gesunken sein. Die exakten Zahlen gibt der Autobauer am Montag (13. April) bekannt, die Finanzzahlen folgen einige Wochen später.
Audi peilt eine Rendite von sechs bis acht Prozent im laufenden Jahr an
Mit einer einstelligen Rendite ist man in Ingolstadt und Neckarsulm nicht zufrieden. Wir wollen mit dem Audi-Konzern langfristig eine zweistellige Rendite erzielen“, sagte Audi-Finanzvorstand Jürgen Rittersberger im Gespräch mit der Heilbronner Stimme.
Wenn man die zusätzlichen Belastungen im vergangenen Jahr betrachte, also insbesondere die US-Zölle, aber auch Kosten im Zusammenhang mit der Neuordnung der Konzernaufstellung im D-Segment, habe das innerhalb der Markengruppe Progressive in erster Linie die Marke Audi betroffen, so der 53-Jährige.
„Auch die Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Regulierung gingen vor allem zu Lasten der Marke Audi. Das gilt ebenso für Rückstellungen für den geplanten Personalabbau. Wir werden uns nun darauf konzentrieren, unsere Marktposition zu stärken und die Kosten weiter zu senken“, führte Rittersberger aus.
Den Umsatz taxiert die VW-Tochter fürs laufende Jahr zwischen 63 und 68 Milliarden Euro, bei der operativen Rendite sind sechs bis acht Prozent angepeilt. Beim Absatz erwartet Audi einen Anstieg vauf etwa 1,65 bis 1,75 Millionen Einheiten.
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