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Zukunft bei Audi: Stellenabbau, aber kein Einstellungsstopp

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Bei Audi fallen bis zum Ende des Jahrzehnts tausende Jobs weg. Bei Bedarf werden offene Stellen aber nachbesetzt. Das ist der aktuelle Stand beim Autobauer.


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Bei Audi gibt es endlich wieder positive Nachrichten: Seit September vergangenen Jahres würde die Zahl der Auslieferungen jeden Monat über dem Vorjahr liegen, „was einen klaren Aufwärtstrend erkennen lässt“, heißt es von der VW-Tochter. Das ändert nichts daran, dass der Absatz 2025 um knapp drei Prozent auf 1,62 Millionen Fahrzeuge geschrumpft ist.

Die Marke mit den vier Ringen stellt sich seit fast einem Jahr umfassend neu auf. Dazu gehört auch der Abbau von 7500 bis Ende 2029. Die Personal-Transformation ist bisher gut vorangekommen. „Wir haben mit der Zukunftsvereinbarung Weichen gestellt, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagt Audis Transformationschefin Yvonne Bettkober im Gespräch mit der Heilbronner Stimme. „Mittlerweile sind mehr als 1000 Vorruhestandsverträge unterschrieben worden.“

Audi-Personalvorstand: „Das passiert nicht von einem Tag auf den anderen“

Bis zur angepeilten Zahl von 7500 Stellen ist es noch ein weiter Weg in den nächsten vier Jahren. Auf die Frage, ob die Planzahl bis dahin erreicht werde, gibt der Audi-Personalvorstand eine klare Antwort. „Ja, davon bin ich überzeugt. Und die Programme sind ja auch so angelegt, dass sie über mehrere Jahre wirken“, sagte der Spanier dem Donaukurier. Man könne nicht erwarten, dass jemand, der 2027 in den Ruhestand gehen möchte, jetzt schon unterschreibt. „Das Ganze ist ein Prozess, das passiert nicht von einem Tag auf den anderen“, so Ros. 

Audi benötigt weiterhin externes Talent für einige Zukunftsfelder

Auf der einen Seite Stellenabbau, der mitunter auch für den Wegfall von Wissen sorgt. Werden daher teilweise freie Stellen wiederbesetzt? „Klares Ja. Es gibt keinen Einstellungsstopp bei Audi. In Engpassqualifikationen stellen wir weiterhin Experten von außen ein“, sagt Personalvorstand Ros.

„Natürlich machen wir das sehr gezielt, natürlich haben wir viel weniger externe Einstellungen als zuvor, natürlich gilt intern vor extern. Aber wir brauchen weiterhin externes Talent für einige Zukunftsfelder.“ Auch die Ausbildungs- und Trainee-Programme würden auf hohem Niveau weiterlaufen. Welches Potenzial im Nachwuchs steckt, haben unlängst 14 Azubis aus Neckarsulm unter Beweis gestellt: Zum 50. Geburtstag des Fünfzylindermotors haben sie den Rennwagen GT 50 Concept auf die Räder gestellt. 

Audi: Mitte des Jahres wird das Thema Homeoffice nochmal bewertet

Ein Dauerbrenner bleibt bei Audi indes das Thema Homeoffice. Offiziell hat die Betriebsvereinbarung zum hybriden Arbeiten weiterhin Bestand, bestätigen Unternehmen und Betriebsrat. Demnach können die Audi-Beschäftigten in Absprache mit ihrer Führungskraft so viel mobil arbeiten, wie sie möchten. Allerdings gab es 2025 seitens der Unternehmensführung immer wieder die Forderung, dass die Beschäftigten wieder mehr Anwesenheit vor Ort zeigen sollen. In den vergangenen Monaten habe sich die Präsenz im Büro an beiden deutschen Standorten kontinuierlich erhöht, teilt eine Sprecherin mit.

„Ich möchte betonen, dass es nicht darum geht, das Homeoffice abzuschaffen. Aber je nach Tätigkeit und Aufgabe gilt es, die richtige Mischung zu gestalten“, sagt Personalvorstand Xavier Ros. „Unseren Messpunkt haben wir Mitte des Jahres gesetzt. Danach werden wir uns mit dem Betriebsrat noch einmal zusammensetzen und entscheiden, wie wir da weitergehen.“

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