Audi mit Achtungserfolg in der Formel 1: Von den Plätzen 10 und 11 ins erste Rennen
An diesem Wochenende startet die Formel 1 in ihre neue Saison. Für Audi ist das erste Rennen überhaupt in der Königsklasse des Motorsports. Die Marke mit den vier Ringen macht zum Auftakt eine gute Figur.
Nach vier Jahren Vorbereitung springt für Audi an diesem Sonntag (8. März) die Startampel in der Formel 1 zum ersten Mal auf Grün: Die Marke mit den vier Ringen gibt ihr Debüt in der Königsklasse des Motorsports. Zum Auftakt im australischen Melbourne hat das Team im Qualifying einen ersten Achtungserfolg gefeiert. Unter den 22 Startern landeten die beiden Werksfahrer Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg auf den Plätzen zehn und elf im Mittelfeld.
Für Hülkenberg, den einzigen deutschen Fahrer in dieser Saison, war die erste Standortbestimmung seines neuen Teams spannend. „Es lief nicht so ruhig, gewohnt und zivilisiert wie im letzten Jahr“, sagte er im Sky-Interview und fügte an, „Details und Kleinigkeiten, die aber am Ende im Großen und Ganzen viel ausmachen“, hätten Probleme gemacht. Insgesamt zeigte sich der 38-Jährige mit den Mittelfeldplätzen aber zufrieden, auch wenn noch „Luft nach oben“ und „viel zu arbeiten“ sei. „Aber alles in allem war es ein guter Samstag, jetzt freuen wir uns alle auf das erste Rennen“, so Hülkenberg.
Audi startet in Formel 1 – Mercedes sichert sich die erste Startreihe
Im Qualifying von Australien wurde die zweite deutsche Marke Mercedes ihrer Favoritenrolle gerecht. Am Ende sicherte sich George Russell die Pole Position, knapp dahinter geht sein Teamkollege Kimi Antonelli von Platz zwei ins Rennen. Dritter wurde Isack Hadjar im Red Bull vor Chales Leclerc im Ferrari und den beiden McLaren: Oscar PIastri landete noch vor Weltmeister Lando Norris. Lewis Hamilton wurde im zweiten Ferrari Siebter. Max Verstappen wird am Sonntag vom Ende des Feldes starten. Der viermalige Weltmeister verlor gleich zu Beginn seiner ersten schnellen Runde die Kontrolle über seinen Red Bull, der hart in die Streckenbegrenzung einschlug.
Audis Formel-1-Chef Binotto: „Idealer Zeitpunkt für den Einstieg“
Mit Spannung wird nun darauf geschaut, wie sich Audi in seinem ersten Rennen mit dem R26 schlägt. Der Autobauer hat eine aufregende Reise hinter sich: 2022 gab die VW-Tochter den Einstieg in die Formel 1 bekannt, übernahm das Schweizer Team Sauber, rekrutierte Dutzende Ingenieure, Mechaniker und Spezialisten von anderen Teams.
Nun geht es endlich los. „Nie gab es in den vergangenen Jahrzehnten einen besseren Zeitpunkt, um in die Formel 1 einzusteigen, als 2026“, sagt Audis Formel-1-Chef Mattia Binotto, der schon das Ferrari-Team geleitet hat. Grund dafür ist das neue Reglement. So verfügen die Rennwagen zum Beispiel über eine aktive Aerodynamik mit Front- und Heckflügeln, die sich während der Fahrt verstellen lassen.
Audi in der Formel 1: Antrieb in Deutschland entwickelt
Herzstück ist aber die neue Antriebseinheit. Die Leistung des bisherigen V6-Verbrennungsmotors ist von 750 PS auf 540 PS gesunken – dafür erzeugt die Batterie künftig das Dreifache, die Leistung stieg von 160 PS auf 480 PS. Zudem muss ab dieser Saison 100 Prozent nachhaltiger Kraftstoff verwendet werden.
Als einziges Team hat Audi seine Antriebseinheit in Deutschland entwickelt, in Neuburg an der Donau, unweit des Audi-Stammsitzes Ingolstadt. Zahlreiche Spezialisten aus anderen Teams sind zur VW-Tochter gewechselt. Aber auch Ingenieure des Audi-Standorts Neckarsulm, die früher die Motoren für die DTM- und die Le-Mans-Sportwagen entwickelt haben, sind nun in der Formel 1 dabei.
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