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Audi kämpft weiter mit Absatzproblemen – schwaches erstes Halbjahr in Deutschland

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Die Zahl der Neuzulassungen von Audi ist auf dem deutschen Markt im Vergleich zum ohnehin schon schwachen Vorjahr noch einmal gesunken. Die Händler beschweren sich über die Preispolitik des Herstellers.


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Audi kämpft weiter mit Absatzproblemen auf dem Heimatmarkt. Allein im Juni sank die Zahl der Neuzulassungen um 20 Prozent auf 16.314 Fahrzeuge, wie aus den Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes hervorgeht. Im ersten Halbjahr sank der Absatz unter die Marke von 100.000 Fahrzeugen. Im Vergleich zum ohnehin schon schwachen Vorjahr ging die Zahl der Neuzulassungen von Januar bis Juni um 6,2 Prozent auf 97.731 Einheiten zurück. Zum Vergleich: Von BMW wurden im ersten Halbjahr in Deutschland 119.084 Fahrzeuge zugelassen , bei Mercedes waren es 26.964 Autos.

Audi: Händler beklagen hohe Preise für die neuen Modelle

Zwar würden die vielen neuen Audi-Modelle, vor allem die Neckarsulmer Baureihen A5 und A6, gut bei der Kundschaft ankommen, berichten viele Händler. „Allerdings haben wir uns vor allem bei typischen Dienstwagen preislich zu weit nach oben bewegt“, beklagt ein Verkäufer aus dem Großraum Stuttgart. Ein A4 Avant 2,0 TDI mit 204 PS und Allradantrieb hat im ersten Halbjahr 2024 noch mit rund 51.000 Euro zu Buche geschlagen, der gleichstarke Nachfolger A5 Avant steht nun mit 58.200 Euro in der Preisliste. Dieser Sprung sei bei vielen im Budget für ihren Dienstwagen nicht drin, so der Verkäufer. Dem Vernehmen nach plant Audi daher nun für die zweite Jahreshälfte, spätestens für 2026, einen günstigeren Einstiegsdiesel in den Handel zu bringen.

Selbst zahlreihe Neuheiten wie der Audi Q6 E-Tron sorgen auf dem deutschen Markt nicht für den erhofften Aufschwung.
Selbst zahlreihe Neuheiten wie der Audi Q6 E-Tron sorgen auf dem deutschen Markt nicht für den erhofften Aufschwung.  Foto: Audi

Audi: Modelloffensive stimmt zuversichtlich, Auftragseingang gestiegen

Alles in allem sei Audi aber dank der Modelloffensive, die bis zum Jahresende 20 neue Fahrzeuge wie die nächste Generation des Q3 hervorbringt, gut aufgestellt, heißt es aus dem Unternehmen. „Die Zunahme der Auftragseingänge in Westeuropa im ersten Quartal von 22 Prozent zeigt, wie die Modelloffensive nach und nach volumenwirksam wird“, freut sich Audis Vertriebsvorstand Marco Schubert. Im zweiten Halbjahr sollen die Zahlen nach oben zeigen. Mit Prognosen hält man sich bei Audi zurück, aber wie die Heilbronner Stimme recherchiert hat, plant der Autobauer für 2025 intern mit rund 1,77 Millionen verkauften Autos - das wäre ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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