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Diskussion um Brandmauer: Es lohnt sich nicht, mit der AfD zu sprechen

  
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Die Wirtschaft streitet über den Umgang mit der AfD. Dabei sollte ein Blick ins Pateiprogramm genügen, meint unser Autor.


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Die deutsche Wirtschaft ist bekannt dafür, dass sie sich parteipolitisch zurückhält. Kaum ein Verband und Unternehmen will es riskieren, relevante Teile der Wählerschaft und damit potenzieller Kunden oder Mitarbeiter zu verprellen, weil man sich für oder gegen eine bestimmte Partei positioniert.

Umgang mit der AfD: In der Wirtschaft tobt ein Streit zwischen zwei Seiten

Das zeigt sich auch in der aktuellen Debatte um die Frage, wie die Wirtschaft mit der AfD umgehen sollte. Losgetreten hat die Diskussion der Verband der Familienunternehmer, der sich für Gespräche mit AfD-Abgeordneten offen zeigt und diese auch zu einem Parlamentarischen Abend eingeladen hatte. Seitdem tobt ein Streit zwischen jenen, die sagen, man müsse mit jeder demokratisch gewählten Partei sprechen und jenen, für die die AfD eine rechtsextremistische, verfassungsfeindliche Partei ist. Für beide Positionen gibt es Argumente, und nicht jeder Unternehmer oder Verbandsvertreter ist gleich rechtsextrem, nur weil er mit AfD-Politikern spricht.

Wie hältst du es mit der AfD? Diese Frage beschäftigt gerade die deutsche Wirtschaft.
Wie hältst du es mit der AfD? Diese Frage beschäftigt gerade die deutsche Wirtschaft.  Foto: Georg Wendt

Ein Blick ins AfD-Programm sollte jeden Wirtschaftsvertreter abschrecken

Statt rumzueiern und darauf zu verweisen, dass man zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehe, sich aber scheut, die AfD explizit zu nennen, sollten die Wirtschaftsvertreter einfach mal ins Wahlprogramm der vermeintlichen Alternative für Deutschland schauen. Die Wirtschaftspolitik der AfD lässt sich mit wenigen Begriffen beschreiben: Nationalistisch, protektionistisch, europafeindlich, zukunftsfeindlich. Kein Unternehmer kann einen solchen Kurs, der Deutschland in den Bankrott treiben würde, ernsthaft gutheißen. Und das sollte auch öffentlich klar gesagt werden, wie es Oliver Barta von den Unternehmern Baden-Württemberg oder VDA-Chefin Hildegard Müller getan haben.

Falsche Rücksichtnahme dient nur jenen, die diese Rücksicht nicht verdienen.

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