Frost und Nebel im Raum Heilbronn – wieso sich die Luft kälter anfühlt
Der Deutsche Wetterdienst warnt erneut vor Frost und Nebel im Raum Heilbronn und Hohenlohe. Die Temperaturen sind zeitweise gar nicht so niedrig – es fühlt sich aber kälter an.
Der Januar hat bereits Schneemassen und Dauerfrost nach Baden-Württemberg gebracht. Nun zeigt sich der Monat von einer sonnigen Seite. Am Dienstag, 20. Januar, zeigte sich die Sonne vielerorts – beispielsweise im Landkreis Heilbronn bis nach Stuttgart.
„Da haben wir noch Glück gehabt“, sagt Marco Puckert, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Stuttgart. Entlang des Rheins, am Bodensee sowie im Raum Ulm hätten die Menschen dank Nebel kaum die Sonne gesehen. Für Mittwoch, 21. Januar, wird auch für den Raum Heilbronn vor Nebel gewarnt.
Invasionswetterlage im Winter: Warum sich die Luft ohne Frost kälter anfühlt
Mit Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt waren die Temperaturen am Dienstag gar nicht so niedrig, dennoch fühlt es sich draußen für viele Menschen ziemlich kalt an. „Das kann man wohl sagen“, bestätigt der Wetterexperte.
Es handle sich zwar immer auch um persönliches Empfinden, doch auch meteorologisch gesehen sei etwas daran. „Man friert bei nasser Kälte schneller als bei trockener Kälte“, so die Erklärung. Das liege an der Invasionswetterlage, die häufig im Winter vorkomme.
In den langen Nächten, wenn es bereits um 17 Uhr dunkel und erst gegen 8 Uhr hell wird, sammle sich die Luft in tiefer gelegenen Gebieten. Fehlt dann die Kraft der Sonne wie derzeit und bleibt auch noch der Wind dank Hochdruckphase aus, sammelt sich Feuchtigkeit. Von oben, beispielsweise im Schwarzwald oder der Schwäbischen Alb, blicke man derzeit auf den angesammelten Nebel im Tal.
Warnung vor Frost: Glätte-Gefahr im Raum Heilbronn und Hohenlohe
Wer die kühleren Temperaturen vermisst, dem macht der DWD-Meteorologe Hoffnung: „Frostig und eisig wird es noch.“ Im Raum Heilbronn und dem Hohenlohekreis seien am Mittwochmorgen Tiefsttemperaturen von ungefähr minus 5 Grad möglich.
Außerdem besteht bis 11 Uhr eine Warnung vor Frost – für große Teile Baden-Württembergs. Damit gehe auch die Gefahr für Glätte einher. „Es kann sich Reifglätte bilden“, so Puckert. Auch Glätte durch Schmelzwasser sei an einigen Stellen möglich.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare