Warnung vor Überschwemmung – wie groß ist die Gefahr für den Raum Heilbronn?
Tauwetter und Dauerregen bescheren Teilen Baden-Württembergs Warnungen vor Überschwemmungen. Besteht Hochwassergefahr und wie trifft es Heilbronn und Hohenlohe?
Schneeschmelze und Dauerregen haben Teile Baden-Württembergs so stark im Griff, dass Überschwemmungsgefahr besteht. Deshalb hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) auch Unwetterwarnungen herausgegeben. Teilweise werden Wassermengen von bis zu 120 Liter pro Quadratmeter bis Freitagmorgen prognostiziert.
„Das ist schon allerhand“, sagte eine Meteorologin des DWD. „Das könnte die Flüsse ansteigen lassen und zu lokalen Überschwemmungen führen.“ Besonders der Schwarzwald sei davon betroffen. Hier gelten Warnungen der Stufe 3 und 4. Was erwartet den Raum Heilbronn?
Gefahr für Leib und Leben wegen Überschwemmungen: Diese Warnungen gelten für Heilbronn und Hohenlohe
Auch im Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie in Hohenlohe warnt der DWD vor großen Niederschlagsmengen. Bis Freitag, 13. Februar, gegen 6 Uhr kann es demnach Dauerregen geben – in „wechselnder Intensität“. Rund 40 Liter pro Quadratmeter können hier zusammenkommen. Ähnlich sieht es auch in den umliegenden Kreisen aus.
Der DWD warnt vor großer Gefahr für Leib und Leben. Es könnten Straßen und Unterführungen überflutet werden, auch in gewässernahe Gebäude könne das Wasser eindringen. Drohe eine Überflutung, müsse der Keller sofort verlassen werden, warnen die Meteorologen. Zudem seien Erdrutsche möglich. Auch Autofahrer sollten bei solchen Wassermassen vorsichtig sein, denn es kann zu Aquaplaning kommen.
Tauwetter und Dauerregen: Wie groß ist die Hochwassergefahr?
Eine überregionale Hochwassergefahr gibt es jedoch nicht, heißt es auf der Homepage der Hochwasservorhersagezentrale (HWZ). Für lokale Überschwemmungen, wie sie etwa durch örtlich begrenzte Starkregen oder Gewitter auftreten, könnten keine Vorhersagen erstellt werden. Im Einzugsgebiet der oberen Donau bis Geisingen (Kreis Tuttlingen) kann es laut HWZ zu Hochwasser kommen. Die Zentrale sprach daher eine Vorwarnung aus.
Doch auch in den Regionen Baden-Württembergs, die weniger vom Dauerregen getroffen werden, wird es ungemütlich. Tief „Tamara“ bringt feuchtmilde Meeresluft – und damit viel Wind ins Land. Vielerorts gelten deshalb auch Warnungen des Wetterdienstes für Wind- oder gar Sturmböen – im Schwarzwald kann einem die Böen mit bis zu 100 Stundenkilometer um die Ohren fegen.
Was kommt nach Dauerregen? Hier kann am Wochenende Schnee fallen
Laut den Vorhersagen soll der Regen am Freitag nachlassen. Trocken bleibt es in Baden-Württemberg allerdings nur kurz. Denn schon in der Nacht zum Samstag rechnet der DWD mit einem weiteren Niederschlagsgebiet, das nach Baden-Württemberg zieht – und auch wieder Schnee zum Faschingsfinale bringen. Bereits am Freitag könne es oberhalb von 1000 Metern Schnee oder Schneeregen geben, in der Nacht zum Samstag sinke die Schneefallgrenze dann ab, so eine Meteorologin. In den Morgenstunden sei dann auch bis ins Flachland Schnee möglich.
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