„Nächste spannende Aufgabe“ – VfB Stuttgart blickt mit Porto-Frust auf RB Leipzig
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Nach der Porto-Pleite in der Europa League ist vor der Bundesliga. Am Sonntag will der VfB Stuttgart gegen RB Leipzig gewinnen. Trainer Hoeneß hat einen Plan.
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Es ist keine Zeit für Selbstmitleid. Beim VfB Stuttgart muss die 1:2-Niederlage gegen den FC Porto im Hinspiel des Europa-League-Achtelfinals schnell abgehakt werden. Schon am Sonntagabend wird wieder gespielt, dann geht es um wichtige Punkte in der Bundesliga. Der VfB empfängt als Tabellenvierter den punktgleichen Verfolger RB Leipzig. Es geht um den Einzug in die Champions League. Es geht um viel Geld.
Als VfB-Trainer Sebastian Hoeneß noch mitten in der Analyse der Niederlage gegen den FC Porto steckte, verwies er gleich darauf, dass ihn das Rückspiel ums Weiterkommen jetzt noch nicht beschäftige, denn am Sonntag warte erstmal „die nächste spannende Aufgabe“ in der Bundesliga, das Kräftemessen mit RB Leipzig. Man müsse nach dem emotionalen Aufeinandertreffen mit dem FC Porto „kurz mal runterfahren“, um die Gefühlsspitzen wegzunehmen, die Wut, den Ärger, den Frust. Aber auch gegen den direkten Verfolger in der Bundesliga wird dann im „nächsten wichtigen Spiel“ wieder Intensität und Leidenschaft vonnöten sein.
VfB hat „sieben schlechte Minuten“ gegen FC Porto
Was den VfB-Profis am Sonntagabend nicht passieren sollte, ist eine entscheidende Schwächephase, wie sie im Duell mit dem FC Porto in der ersten Hälfte passierte. Da habe man „kurzzeitig den Kopf verloren“, kritisierte Trainer Sebastian Hoeneß. Zwischen der 20. und 27. Minute gab es einen Schuss von Willliam Gomes an die Latte des Stuttgarter Tors, das 0:1 durch Terem Moffi und das 0:2 durch Rodrigo Mora.
Da war „das Momentum auf der anderen Seite“, wie Sebastian Hoeneß sagte. Da sorgte der FC Porto, „eine sehr abgezockte Mannschaft“, für die Vorentscheidung. „Wir haben uns durch diese sieben Minuten in eine schwierige Situation gebracht“, haderte der Trainer des VfB. „Wir hatten sieben Minuten drin, die waren sehr schlecht.“ Ansonsten habe man „ein sehr ordentliches Spiel“ gemacht, „ein gutes Spiel“.
Aber es fehlte der Lohn. Und schuld waren die VfB-Spieler selbst. Deniz Undav beklagte „Individuelle Fehler - und die werden halt auf dem Niveau bestraft“. Beim 0:1 und 0:2 halfen die Stuttgarter mit. „Und dann ist es schwer, gegen so eine Mannschaft auch mal zwei Dinger zu machen“, sagte Undav. Er traf nur zum 1:2. „Wir haben nicht aufgesteckt“, sagte Sebastian Hoeneß. „Wir haben uns wieder peu à peu reingearbeitet in das Spiel.“ Ohne aber ein 2:2 oder gar 3:2 hinzubekommen.
VAR-Entscheidung „korrekt“ – VfB-Trainer Hoeneß blickt auf Leipzig-Spiel
Als Angelo Stiller traf, wurde das vermeintliche Ausgleichstor nicht anerkannt. Der VAR griff ein. Tiago Tomás war zuvor im Abseits gestanden. Trainer Hoeneß fand die Entscheidung „korrekt“. Trotzdem: „Das hat dann schon weh getan, dass das Tor nicht zählt.“ Die Sache mit dem VAR, das sei halt „so ein bisschen eine Geschichte, die wir haben“. Am schlimmsten war es beim 3:3 in Heidenheim.
Stimme-Check von Sportreporter Andreas Öhlschläger:
Die Spieler des VfB Stuttgart waren angestochen. Die Provokationen des FC Porto, die vielen Zeitspiel-Plumpser hatten sie richtig geärgert. Die Reaktion nach dem Spiel: Denen zeigen wir es! Nächste Woche werfen wir die aus der Europa League! Es wäre aber fatal, die Köpfe mit Revanchegelüsten zu blockieren. Vor dem Rückspiel in Porto kommt das enorm wichtige Bundesligaspiel am Sonntag gegen RB Leipzig. Da ist volle Fokussierung nötig. Die VfB-Profis müssen sofort vom einen Wettbewerb zum anderen umschalten. Es ist der Job von Trainer Sebastian Hoeneß, das zu kanalisieren. Oft hat er das sehr gut gemanagt.
Im Hinblick aufs Sonntagabendspiel gegen RB Leipzig geht es allerdings ums Lernen. In der Offensive „präziser sein, bessere Entscheidungen treffen“. Zum Zweck der defensiven Sicherheit muss der VfB zudem „den einen oder anderen einfachen Fehlpass abstellen“. Sebastian Hoeneß hat einen Plan, wie die Leipziger zu schlagen sind. Patzer wie gegen Porto kommen darin nicht vor. „Wir müssen einfach schnellstmöglich die Fehler sein lassen“, sagte Deniz Undav.
Die Fans des VfB taten am Donnerstagabend alles, um die hängenden Köpfe wieder aufzurichten. Vor den Ultras der Cannstatter Kurve holte sich die Mannschaft Rückenwind - auch für den Sonntag. „Die Kurve hat nochmal brutal Energie gegeben“, sagte Kapitän Atakan Karazor.
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