VfB Stuttgart kassiert Porto-Pleite im Hinspiel – VAR nimmt Ausgleich zurück
Eine schwache Phase Mitte der ersten Hälfte war schuld, der VfB Stuttgart lag 0:2 zurück. Dann traf nur noch Deniz Undav. Am Ende bleibt es beim Sieg des FC Porto.
Es sind historisch nur ein paar Tage Unterschied zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Porto. Beide Vereine verweisen auf den September 1893, wenn es um die Gründung geht. Der VfB auf den 9. September, der FC Porto auf den 28. desselben Monats. In der Gegenwart auf dem Fußballrasen war es am Donnerstagabend auch ein minimaler Unterschied. Ein Tor. Knapper Vorteil FC Porto.
Den Stuttgartern fehlte nicht viel, um ein Remis einzufahren. Ein vermeintliches Tor zum 2:2 durch Angelo Stiller zählte nicht. Der VAR schaltete sich ein. Es wurde auf Abseits von Tiago Tomás entschieden (72.). Im Hinspiel des Europa-League-Achtelfinales verlor der VfB in der ausverkauften MHP-Arena also unglücklich mit 1:2 (1:2). Erstmals seit 13 Jahren hatte der VfB wieder ein Achtelfinale auf europäischer Bühne bestritten. Doch ein Happy End gab es nicht, trotz einer starken zweiten Hälfte des VfB. Jetzt ist am 19. März in Porto ein Auswärtscoup nötig, um nicht auszuscheiden.
Hitzige Atmosphäre in Stuttgart bei Porto-Pleite
Der FC Porto spielte phasenweise tatsächlich auf Champions-League-Niveau, so wie es VfB-Trainer Sebastian Hoeneß vor der Partie gesagt hatte. Seine Mannschaft begann gut. Aber als der Tabellenführer der portugiesischen Liga, der die Ligaphase der Europa League als Fünfter von 36 Teams abgeschlossen hatte, in der ersten Hälfte richtig Gas gab, stand es ruckzuck 0:2. Mittelstürmer Terem Moffi (21. Minute) und Mittelfeld-Juwel Rodrigo Mora (27.) hatten getroffen.
Die Stuttgarter hatten sich eine schwache Phase erlaubt und waren hart bestraft worden. Dann verkürzte Deniz Undav mit einem Schuss aus der Drehung (40.). Tiago Tomás, der zu Beginn auf der Ersatzbank sitzende Portugiese beim VfB, hatte vor den FC Porto gewarnt: „Sie bringen viel Intensität auf den Platz, der wir einiges entgegenhalten müssen.“ Das klappte nicht immer. Vor allem Mitte der ersten Hälfte war die Stuttgarter Mannschaft nicht bissig genug. „Die Effizienz wird ein Thema sein, genau wie auch die Aktivität, Leidenschaft und Emotionalität in unserem Spiel“, hatte Trainer Sebastian Hoeneß betont.
„Wir werden unsere beste Performance brauchen, um das Spiel erfolgreich zu gestalten.“ Und es war am Donnerstagabend nicht immer das Beste, das der VfB bieten kann. All die heißblütigen Bemühungen in der zweiten Hälfte brachten dann nichts Zählbares.
Nartey von Beginn an, Assignon draußen – VfB verliert gegen den FC Porto
Die Stimmung im Stadion war phasenweise aufgeheizt. Die Spieler des FC Porto hatten ihre Tore vor den Ultras in der Cannstatter Kurve gefeiert, das kam nicht gut an. Danach gab es Situationen, die nach Zeitspiel aussahen. Auch das machte die Atmosphäre giftig.
Eine Säule im Team des FC Porto ist Diogo Costa. Der Nationaltorhüter Portugals bringt die Erfahrung aus Welt - und Europameisterschaften mit. Im Mittelfeld glänzt oft das Fußball-Juwel Rodrigo Mora. Der 18-Jährige stammt aus der eigenen Jugend und steht schon bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Auf Mora passte vor allem Atakan Karazor auf. Aber das 0:2 erzielte der kleine Mittelfeld-Bubi trotzdem.
Beim VfB Stuttgart hatte Trainer Sebastian Hoeneß im Vergleich zum Bundesliga-2:2 in Mainz vier Veränderungen vorgenommen. In der Defensive spielten Finn Jeltsch, Ramon Hendriks und Nikolas Nartey statt Luca Jaquez, Maxi Mittelstädt und Lorenz Assignon. Außerdem wurde Chris Führich durch Bilal El Khannouss ersetzt.
Ein Freistoß von El Khannouss flog in der 15. Minute knapp am langen Eck des Tores von Diogo Costa vorbei. Wenig später klatschte der Ball auf der anderen Seite nach einem Schuss von William Gomes an die Latte des Stuttgarter Tores. Und dann ging es schnell, 0:1, 0:2. Der unkonzentrierte VfB war in dieser Phase defensiv den immer mehr aufdrehenden Portugiesen nicht gewachsen. Das war am Schluss zu viel Ballast.
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