Kaufen, verkaufen, abkassieren: Das 200-Millionen-Euro-Plus des VfB Stuttgart
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Die Zahlen der Transferbilanz des VfB Stuttgart seit Sommer 2023 sprechen für sich. Doch ein geplatzter Wechsel hat ein großes Problem noch größer gemacht.
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Bundesliga-Fußball ist Spaß und Spiel. Aber vor allem ein Geschäft. Das weiß kaum jemand besser als Sebastian Hoeneß. Der Trainer des VfB Stuttgart ist nicht nur Sohn und Neffe ehemaliger Fußballprofis, sondern auch Sohn und Neffe ehemaliger Fußballmanager. „Erstmal ist die Tatsache, dass wir in der Lage waren, in den vergangenen zweieinhalb Jahren ein paar Spieler zu entwickeln und dann auch zu sehr guten Preisen zu verkaufen, per se nichts Schlechtes“, sagte der 43-Jährige im Laufe der spektakulären Stunden vor Transferschluss.
Ja, beim VfB Stuttgart können sich Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und der Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle die Hände reiben: Für die Verkäufe von Enzo Millot und Nick Woltemade kamen 115 Millionen Euro in die Kasse. Aber, mahnte Sebastian Hoeneß, „wir müssen schauen, dass wir eine gute Balance hinkriegen“. Passt die nach dem „Deadline Day“? Jein.
Badredine Bouanani und Bilal El Khannouss sind hoffnungsvolle VfB-Neuzugänge
Dass die Stuttgarter kurz vor Transferschluss in Badredine Bouanani (20 Jahre/Algerien/15 Millionen Ablöse/OGC Nizza) und Bilal El Khannouss (21/Marokko/Leihe/Leicester City) zwei junge Nationalspieler verpflichten konnten, ist gut. Aber der Dritte im geplanten Bunde blieb auf der Strecke. Der Transfer von Hyeon-Gyu Oh (24/Südkorea/um die 20/KRC Genk) scheiterte am Montag „aufgrund von Bedenken nach dem obligatorischen Medizincheck“, wie die Deutsche Presse-Agentur schreibt.
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Oh ist Mittelstürmer, war als Ersatz für Nick Woltemade gedacht. Der VfB hat also ein ungeplantes Problem, das durch die mehrwöchige Verletzungspause von Deniz Undav (Innenbandriss im Knie) eine weitere Dimension bekommen hat. „Das war eine zusätzliche Hypothek“, sagte Wohlgemuth zur Hiobsbotschaft des 1:0-Sieges am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach; die dadurch entstandene Gemengelage sei „eher suboptimal“ gewesen.
Neun Spieler für den VfB Stuttgart fehlen Sebastian Hoeneß in diesen Tagen
So steht Sebastian Hoeneß bis Ende der Woche ziemlich alleine da, acht Spieler sind mit ihrem Nationalteam in Sachen WM-Qualifikation unterwegs: Angelo Stiller, Alexander Nübel, Maximilian Mittelstädt, Jamie Leweling (alle Deutschland), Lazar Jovanovic (Serbien), Ermedin Demirovic (Bosnien und Herzegowina) sowie die Neuzugänge Badredine Bouanani und Millot-Ersatz Bilal El Khannouss. Finn Jeltsch ist zudem für die deutsche U 21 im Einsatz.
„Natürlich schreit niemand Hurra, wenn wir sportliche Substanz abgeben.“
Fabian Wohlgemuth
Das Gute am Schlechten: Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Sommern sind nicht drei Hochkaräter verkauft worden, sondern nur zwei. Angelo Stiller (24/Vertrag bis 30. Juni 2028) ist noch da. Zu Vergleichen mit Toni Kroos sagte der gebürtige Münchner in einem Interview des Magazins „Sports Illustrated“: „Der Vergleich liegt nahe, da es in unserem Spiel einige Parallelen gibt.“ Aber: „Ich bin kein Toni Kroos, ich bin Angelo Stiller.“
In der Brust von Fabian Wohlgemuth schlagen zwei Herzen
Geben, nehmen, abwägen – so läuft das Geschäft. „Auch in meiner Brust schlagen zwei Herzen“, sagte Fabian Wohlgemuth am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Natürlich schreit niemand Hurra, wenn wir sportliche Substanz abgeben, und wir nehmen dadurch auch das Risiko in Kauf, dass die sportliche Entwicklung des Clubs entschleunigt werden könnte. Aber der Verkauf von Nick Woltemade war unter den gegebenen Umständen alternativlos. Jetzt liegt es an uns, das Beste aus der Situation herauszuholen.“
"Jetzt liegt es an uns, das Beste aus der Situation herauszuholen“, sagt Fabian Wohlgemuth.
Foto: Christian Charisius
Kein anderer Bundesligist konnte in den vergangenen zwei Jahren verkaufte Qualität so gut neu entwickeln wie der VfB. Wataru Endo, Konstantinos Mavropanos, Borna Sosa (alle 2023), Hiroki Ito, Waldemar Anton, Serhou Guirassy (alle 2024) und Enzo Millot und Nick Woltemade waren für zusammen 26,06 Millionen Euro verpflichtet worden (zum Teil vor der Amtszeit des Triumvirats Wehrle/Wohlgemuth/Hoeneß). Verkauft wurden sie für: 227 Millionen. Macht ein Plus von rund 200 Millionen Euro in der Transferbilanz.
Übrigens schlagen auch bei Nick Woltemade zwei Herzen in seiner Brust. „Ich bleibe trotzdem noch Stuttgart-Fan“, sagte der 85-Millionen-Mann in einem Video auf Instagram. „Aber ich bin auch Sportler, und ich habe mich für den nächsten Schritt entschieden.“ Bundesliga-Fußball ist Spaß und Spiel. Aber vor allem ein Geschäft.
VfB am Mittwoch in Aspach
Unter dem Motto, das „Duell der Pokalsieger“ empfängt Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach am Mittwoch, 18.30 Uhr, in der Wir-machen-Druck-Arena den VfB Stuttgart zu einem Testspiel – Sieger des Württembergischen Verbandspokals gegen Sieger des DFB-Pokals. Es ist eine besondere Verbindung, die beide Clubs pflegen.
Da das 5000 Zuschauer fassende Robert-Schlienz-Stadion in Bad Cannstatt die Auflagen für die 3. Liga nicht erfüllt, trägt der VfB Stuttgart II seine Heimspiele im Fautenhau aus, wo 10 000 Fans Platz finden. Bereits 2014/2015 wich die U 21 der Stuttgarter nach Großaspach aus. Beide Vereine pflegen eine Kooperation auf Nachwuchsebene im Bereich Talent-Sichtung und -Entwicklung.
Die Großaspacher hatten erst kürzlich prominenten Besuch: In der ersten Runde des DFB-Pokals unterlag die Mannschaft von Trainer Pascal Reinhardt am 15. August vor 8850 Zuschauern Bayer Leverkusen mit 0:4 (0:1).
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