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Medos Millimeter-Frust und VAR-Ärger – VfB-Star Demirovic mit Lösungsvorschlag

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Ermedin Demirovic ist der VAR-Pechvogel der vergangenen Wochen. Nach dem 0:1 des VfB Stuttgart gegen Celtic Glasgow wirbt er für eine Modifikation des VAR.


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Ermedin Demirovic schaute nach dem Schlusspfiff entgeistert aufs Handy des TV-Reporters am Spielfeldrand. Da war sie wieder die Linie des Grauens, die bei der 0:1-Heimniederlage gegen Celtic Glasgow per Videobeweis eine minimale Abseitsstellung des Stürmers des VfB Stuttgart anzeigte. Beim Tor von Chris Führich zuvor war die Abseitsstellung deutlicher erkennbar. 

Zum vierten Mal in den vergangenen drei Spielen kassierte der VAR eine Torbeteiligung des Bosniers ein. Nach drei selbst erzielten Toren (eins bei Celtic Glasgow, zwei in Heidenheim (Foul und Abseits)), die dadurch allesamt nicht zählten, war es dieses Mal bei der 0:1-Rückspiel-Niederlage in der Europa League gegen Celtic Glasgow eine hauchzarte Abseitsstellung als Vorlagengeber beim vermeintlichen Ausgleich von Deniz Undav (75.). Die vermaledeite Demirovic-Schulter war es wieder einmal. 

Wieder VAR-Ärger für Demirovic – VfB-Star unterbreitet Lösungsvorschlag

The VAR-Trend is not a VfB-friend, das ist gerade das Motto vor dem gegnerischen Tor. „Die VAR-Bilanz ist dann schon dramatisch“, haderte Spotvorstand Fabian Wohlgemuth hinterher, schränkte aber umgehend ein: „Die VAR-Entscheidungen waren immer die richtigen.“ Wohlgemuth nimmt es mit Galgenhumor: „Ich hoffe, unsere Spieler jubeln weiterhin, wenn sie Tore erzielen. Das ist ja immer schwieriger.“ Deniz Undav, wie immer ein Freund der klaren Worte, sprach: „Es wird immer lustiger, was für ein Quatsch der VAR ist.“ Ermedin Demirovic sieht es hingegen weniger fatalistisch, sondern pragmatischer. Der Stürmer machte sich am späten Donnerstagabend für eine veränderte Herangehensweise stark.


„Mir kann keiner sagen, dass die Linie so perfekt gezogen ist, dass die Schulter einen Millimeter im Abseits ist. Für das sollte man eine Regelung finden“, findet Demirovic. In der Premier League gibt es genau diese. „Ich glaube, dass man damit gut fährt“, sagt Demirovic über die Herangehensweise auf der Insel. Dort gilt in Sachen Abseits ein Toleranzbereich von fünf Zentimetern. Auch weil der genaue Abspielzeitpunkt nicht immer genau zu bestimmen ist und damit auch die Linie des Stürmergrauens. Im Zweifel für den Angreifer sollte es heißen.

Demirovic geht es nicht um klare Abseitsstellungen, sondern um die ganz knappen wie zuletzt in seinem Fall. „Wenn es ein Millimeter ist, dann ist da kein Vorteil“, sagt er. Einen anderen Ansatz verfolgt Sebastian Hoeneß als Trainer des VfB Stuttgart: „Die Frage ist: Kann man mit der Schulter Tore machen? Das muss man vielleicht mal überdenken“, haderte Sebastian Hoeneß  hinterher. 

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