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Handball 3. Liga 
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TSB Horkheim unterliegt mit dem letzten Aufgebot bei den Rhein-Neckar Löwen II 

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33:41-Niederlage des TSB Horkheim ist nicht zuletzt dem Ausfall von fünf Stammspielern geschuldet. Eine Rote Karte dezimiert den Kader während des Spiels noch weiter. 

Die zwölf Treffer von Louis Mönch haben dem TSB nicht gereicht.
Die zwölf Treffer von Louis Mönch haben dem TSB nicht gereicht.  Foto: Archiv/Berger

Der TSB Horkheim holpert weiter durch die Saison. Nach demSieg in Plauen unddem Remis zu Hause gegen den starken Zweitliga-Aufsteiger EHV Auefolgte am Samstag mit der 33:41 (16:21)-Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen II der nächste Dämpfer. Allerdings war die personelle Situation der Gäste mehr als angespannt.

Mit Kevin Bitz, Yannik Starz, Mario Urban und Johannes Rebmann fehlten krankheits- und verletzungsbedingt schon vor Spielbeginn vier Stammspieler. Der gerade erst wieder genesene Niklas Matusik musste nach fünf Minuten passen – der Körper streikte nach zweiwöchiger Erkrankung. „So eine Situation habe ich noch nie erlebt“, sagte Trainer Oliver Heß.

Mit Benjamin Straub stand sogar ein Spieler aus der zweiten Mannschaft im Aufgebot

Rückkehrer Daniel Grosser musste in seinem zweiten Spiel nach eineinhalbjähriger Pause 60 Minuten durchblasen. Mit Benjamin Straub hatte Heß sogar einen Spieler aus der zweiten Mannschaft mitgenommen, der normalerweise fünf Ligen tiefer in der Bezirksoberliga aktiv ist. Als in der 42. Minute Yannik Polifka noch die Rote Karte sah, stellte sich das Team von selbst auf.

„In der ersten Hälfte waren wir noch gut dabei, lassen ein paar klare Chancen zu viel liegen, die von den Löwen mit Gegenstößen bestraft wurden“, sagte Heß. Wie schon in den vorangegangenen Spielen erwies sich der siebte Feldspieler als effektive Waffe im Angriff. 9:9 stand es nach einer guten Viertelstunde, auch beim 11:12 (20.) war der TSB noch voll im Spiel. Zur Pause waren die Löwen dann jedoch schon fünf Tore weggezogen.

Trainer Oliver Heß hätte sich trotz der Personalnot mehr Härte in der Abwehr gewünscht

„Nach dem Seitenwechsel kommen wir dann nicht mehr in Schlagdistanz und natürlich ließen irgendwann die Kräfte nach“, sagte Heß. Mit dem Platzverweis gegen Polifka war es nicht einmal mehr möglich, die Sieben-gegen-Sechs-Variante zu spielen. „Die Rote Karte war aus meiner Sicht eine harte Entscheidung in einem ansonsten sehr fairen Spiel“, sagte Heß.

Spielentscheidend war sie bereits zu dem Zeitpunkt nicht mehr, da die Löwen bereits auf 30:21 enteilt waren. „Ich hätte mir aber schon mehr Zugriff, mehr Härte in der Abwehr gewünscht“, monierte Heß dennoch. Den einstigen Defensivexperten auf dem Spielfeld ärgerte es trotz der misslichen Personallage, dass sein Team zum dritten Mal in dieser Saison auswärts mehr als 40 Gegentore kassierte.

Hoffnung auf Rückkehrer im Heimspiel gegen Würzburg 

Durch den Sieg zogen die Junglöwen von Trainer Holger Löhr in der Tabelle am TSB vorbei. Die Horkheimer erwarten am kommenden Samstag den Tabellenzweiten aus Würzburg, der am Samstag in Erlangen den achten Sieg in Folge eingefahren hat. Ohne ein deutlich gelichtetes Lazarett dürfte das für den TSB eine nahezu unmögliche Aufgabe werden. „Ich hoffe, dass möglichst viele Spieler zurückkommen“, sagte Heß.

TSB Horkheim: Malek, Kanters (Tor) - Mönch (12/2), Reichert (6), Soos (3), Grosser (4), Straub, Polifka (2), Agner (2), Mack (1), Dück (3).

Beste Schützen der Löwen: Karrenbauer (8), Krauth (7), Kraft (7).

Schiedsrichter: Marvin Dannecker, Manuel Volz.

Siebenmeter: RNL 7/3; TSB 2/2.

Zeitstrafen: 1/2.

Disqualifikation: Rote Karte für Polifka (TSB/42.). Zuschauer: 310.

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