Nach Final-Pleite bei der EM: DHB-Torwart Wolff prophezeit goldene Zukunft
Das EM-Finale gegen Dänemark, die "vielleicht beste Mannschaft der Geschichte", haben die deutschen Handballer verloren. Doch Torwart-Gigant Andreas Wolff blickt positiv in die Zukunft.

Deutschland Torwart-Gigant Andreas Wolff konnte die Final-Niederlage bei der Europameisterschaft nicht verhindern. 14 Paraden stehen am Ende des Spiel gegen Favorit Dänemark – und die 27:34-Niederlage. Die Enttäuschung ist da, aber der Blick richtet sich auf die Zukunft.
Der 35-Jährige ist inzwischen der EM-Rekordspieler in Handball-Deutschland, hat aber noch nicht genug. "Sehr groß" sei sein Hunger, mit der Mannschaft Titel zu holen. Wolff wurde zum Torhüter des Turniers gekürt und unterstrich das im Finale nochmals, auch wenn seine dänischen Gegenüber ihm an diesem Abend in nichts nachstanden. Dem DHB-Team prophezeit Wolff Großes und lobt derweil den frisch gebackenen Europameister.
Deutsche Handballer mit Final-Niederlage gegen "vielleicht beste Mannschaft der Geschichte"
"Ich denke, dass wir deutliche Schritte nach vorne gemacht haben während des Turniers. Auch im Vergleich zur besten Mannschaft, vielleicht der besten Mannschaft der Geschichte", adelt Wolff Dänemark im ZDF. Dabei hatte die DHB-Auswahl ihr Soll erfüllt, den Matchplan nahezu abgehakt. "Wir wollten bis zur 50. Minute auf zwei Tore dranbleiben", gibt Wolff einen Einblick.
Allerdings hatten die deutschen Handballer ein paar unglückliche Situationen, sahen zwei Rote Karten, eine davon für Abwehrchef Tom Kiesler bereits früh im Spiel. Der Einzug ins Finale und die Leistung gegen Dänemark machen Lust auf mehr. Bundestrainer und Gegner loben die DHB-Auswahl und auch Torwart-Gigant Wolff freut sich auf die Zukunft.
"Die Mannschaft, die es zu schlagen gilt" – Deutsche Handballer vor goldener Zukunft?
"Wir standen innerhalb von drei Turnieren zweimal im Finale, sind letztes Jahr unglücklich im Viertelfinale gegen eine sehr starke portugiesische Mannschaft mit einem Tor ausgeschieden", zieht Wolff eine Bilanz der letzten Europa- und Weltmeisterschaften und blickt positiv nach vorne.
"Die Mannschaft hat so ein Entwicklungspotenzial, dass wir vielleicht in zwei, drei Jahren die Mannschaft sind, die es zu schlagen gilt", meint Handball-Nationaltorwart Wolff. Damit gibt sich der für den THW Kiel auflaufende Schlussmann genauso kämpferisch wie auch Teammanager Benjamin Chatton zuvor. Die Zukunft des deutschen Handballs sieht spannend aus, auch wenn es dieses Mal nicht zum EM-Titel gereicht hat.

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