SGV-Freiberg-Aus im WFV-Pokal mit Folgen: Kein DFB-Pokalspiel in Heilbronn
Der SGV Freiberg scheitert im Viertelfinale des WFV-Pokals bei den Stuttgarter Kickers. Das hat Folgen für Heilbronn: Zu einem DFB-Pokalspiel im Frankenstadion kommt es nun nicht.
Der württembergische Verbandspokal und der Sport- und Gesangsverein Freiberg, das ist weiterhin keine Erfolgsbeziehung. Der Regionalliga-Spitzenreiter SGV Freiberg ist am Dienstagabend im Viertelfinale des WFV-Pokals ausgeschieden. Bei Ligarivale Stuttgarter Kickers setzte es eine 1:3-Niederlage. Der Traum vom Gewinn des Landespokals ist damit erneut geplatzt und damit auch der von einem DFB-Pokalspiel im Heilbronner Frankenstadion. Das hätte allein an TV-Geldern mehr als 210.000 Euro eingebracht.
SGV Freiberg hätte mit DFB-Pokalspiel in Heilbronn neue Fans werben können
Zudem wäre es im Zuge der Integration des neuen Spielorts Heilbronn in den Vereinsnamen SGV Heilbronn-Freiberg ein prima Werbespiel für die Region gewesen. Ein Duell gegen einen Erst- oder Zweitligisten hätte als Unterland-Reklame in eigener Sache gedient, um das Frankenstadion als künftigen Spielort bei Heimspielen in der Regionalliga oder 3. Liga dauerhaft zu füllen.
Das letzte DFB-Pokalspiel in Heilbronn datiert vom 3. August 2013, als die Sport-Union Neckarsulm als Verbandsliga-Aufsteiger in Heilbronn auf den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern traf und 0:7 verlor.
SGV Freiberg verliert nach Führung im WFV-Pokal bei den Stuttgarter Kickers
Am Dienstagabend führte Freiberg 1:0 durch einen verwandelten Foulelfmeter von Gal Grobelnik (17.). Die Kickers glichen durch den aus Schefflenz stammenden Melkamu Frauendorf (32.) zum 1:1 aus. „Wir hatten genügend Chancen. Wir müssen einfach die Dinger machen“, haderte SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku mit vielen vergebenen eigenen Möglichkeiten.
In Durchgang zwei blieb nach einem Foul von Stuttgarts Jacob Danquah an Minos Gouras der Elfmeterpfiff aus (56.). „Mehr Elfmeter geht nicht“, grantelte Trainer Lushtaku bei der Pressekonferenz hinterher. Die Gastgeber blieben hingegen effizient und eiskalt. Per Lockl (66.) und David Tomic (90.+3) trafen sehenswert zum 2:1 und 3:1.
Im Halbfinale des WFV-Pokals hätte ein Oberligist oder Verbandsligist gewartet
Mit einem Sieg bei den Kickers und dem WFV-Pokal-Halbfinaleinzug wären es nur noch zwei Siege bis zum Gewinn des Landespokals gewesen – der Triumph dort berechtigt zur Teilnahme am DFB-Pokal der neuen Saison. Im Halbfinale hätte ein Verbandsligist (FC Holzhausen) oder Oberligist (FV Ravensburg) gewartet. So endete nun die Freiberger Pokalreise, die kurioserweise ja im vergangenen August beim 4:0 gegen den VfR Heilbronn im Heilbronner Frankenstadion begonnen hatte.
Weiter geht es am Samstag (14 Uhr) in der Regionalliga Südwest mit dem Heimspiel gegen Kickers Offenbach im Freiberger Wasenstadion.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare