„Das ist nicht der Fall“ – SGV-Präsident beschwichtigt Fans des VfR Heilbronn
Nachdem offiziell bekanntgegeben wurde, dass der SGV Freiberg nächste Saison im Frankenstadion spielt, sind viele Fans des VfR Heilbronn in Sorge um ihren Verein.
Als der VfR Heilbronn seine Mitglieder am Montagabend per Mail darüber informiert, dass Regionalliga-Tabellenführer SGV Freiberg ab der kommenden Saison im Frankenstadion spielen und trainieren wird, ist bei vielen die Aufregung groß. Woraufhin gleich mehrere Personen das digital versendete Schreiben umgehend der Heilbronner Stimme weiterleiten. Die Geschehnisse nehmen nach der offiziellen Bestätigung dessen, was bis dato noch immer als stetig befeuertes Stadtgerücht betrachtet wurde, ihren Lauf.
Die größte Angst bei vielen Mitgliedern des VfR Heilbronn, der im Gegensatz zum SGV Freiberg in der zwei Klassen tiefer angesiedelten Verbandsliga Württemberg das Tabellenende ziert: Schluckt der nicht gerade mit vielen Fans gesegnete Fußball-Riese irgendwann ihren durch Klubchef Onur Celik wiederbelebten Traditionsverein? In den sozialen Netzwerken machen einige deshalb ihrem Unmut Luft. Noch bevor die Stadt Heilbronn am Folgetag reagiert, aber auch dabei die für sie entscheidende Frage offen lässt.
Präsident des SGV Freiberg beruhigt besorgte Fans und Ultras des VfR Heilbronn
Die VfR-Ultras verfassen gegen das von ihnen als „Mäzenen-Projekt“ bezeichnete Unterfangen einen Protestbrief, der sich an den Oberbürgermeister, die Sportbürgermeisterin sowie die Stadträte richtet. Auf ihrer Facebookseite schreiben die „Supporters 740“ zu dem als Petition veröffentlichten Brief: „Für uns ist klar: Heilbronn verdient höherklassigen Fußball. Aber erarbeitet und nicht geschenkt! Wir wehren uns gegen jede Form der Kooperation oder gar Fusion unseres VfR mit dem SGV Freiberg.“

Beruhigende Worte für die Bedenken der VfR-Ultras findet indes Emir Cerkez, Präsident des SGV Freiberg. „Ich habe das gesehen, ich habe volles Verständnis für solche Äußerungen“, sagt Freibergs Präsident Emir Cerkez gegenüber der Heilbronner Stimme zu den Protesten aus der neuen SGV-Heimat. „Dabei handelt sich um Ängste, dass wir denen etwas wegnehmen. Das ist aber nicht der Fall.“ VfR-Vorsitzender Onur Celik will diesbezüglich auch zeitnah in den Austausch mit den eigenen Fans gehen.
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