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Fußball-Regionalliga

Freiberg-Trainer Lushtaku über die Ergebniskrise – Heilbronn-Umzug kein Grund

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Ist durch den baldigen Umzug nach Heilbronn der Druck auf den SGV Freiberg zu groß geworden? Trainer Kushtrim Lushtaku sieht vor dem Topspiel eher ein anderes Problem. 

Kushtrim Lushtaku und der SGV Freiberg stehen nach zwei Niederlagen in Serie im Aufstiegsrennen gewaltig unter Zugzwang.
Kushtrim Lushtaku und der SGV Freiberg stehen nach zwei Niederlagen in Serie im Aufstiegsrennen gewaltig unter Zugzwang.  Foto: Alexander Bertok

Lange musste der SGV Freiberg mit der Rolle des Gejagten als Tabellenführer der Regionalliga Südwest klarkommen. Durch das 1:2 beim FC Homburg wurde daraus vor rund einer Woche die Jägerrolle. Diese bekommt dem Langzeit-Tabellenführer im Fernduell mit dem aktuellen Spitzenreiter SG Sonnenhof Großaspach nicht wirklich. Das 1:3 gegen den TSV Steinbach am Samstag war am 29. von 34 Spieltagen ein gewaltiger Wirkungstreffer. Drei Punkte und sieben Tore beträgt nun der Rückstand auf den Tabellenführer Großaspach, der einen Lauf hat, von Sieg zu Sieg eilt.

SGV Freiberg vor Topspiel beim Tabellenführer SG Sonnenhof Großaspach

Aus dem bisherigen Fernduell um den Drittliga-Aufstieg mit Großaspach wird am Mittwoch (19 Uhr) im Aspacher Fautenhau ein Nahduell. Eins, das mehr als nur vorentscheidend sein kann. Ein Remis wie im Hinspiel hilft nur den Gastgebern weiter. Bei einer Niederlage des SGV Freiberg, der dann dritten in Serie, wäre das Aufstiegsrennen wohl entschieden. Sechs Punkte und das deutlich bessere Torverhältnis hätte Großaspach dann für den Endspurt, als Polster für die finalen vier Spiele. „Ich weiß, was die Jungs draufhaben. Ich muss sie mental hinbekommen, dass sie sich nur aufs Fußballspielen konzentrieren“, sagt Trainer Kushtrim Lushtaku. „Trotzdem habe ich Riesenvertrauen in die Jungs, dass wir das Spiel am Mittwoch gewinnen.“

Ist durch den bevorstehenden Umzug nach Heilbronn ab der Saison 2026/27 etwa der Druck zu groß geworden? War zu sehr die 3. Liga ein Thema? Die Stadt Heilbronn nimmt schließlich richtig viel Geld in die Hand, um das Frankenstadion drittligatauglich zu machen. Doch im Moment spricht mehr dafür, dass in der nächsten Saison Viertligafußball in Heilbronn zu sehen sein wird. „Ich denke, dass Heilbronn weniger was damit zu tun“, sagt Kushtrim Lushtaku über die aktuell Ergebniskrise.

Er sieht das Problem eher woanders. „Es ist eine Phase, in der viele Spieler bei uns noch nicht gesteckt haben. Es geht um den Aufstieg“, sagt Lushtaku. Das sei nochmals was anderes, als wenn es um die Goldene Ananas gehe. Ja, Fußball ist Kopfsache. Ganz besonders kurz vor dem Saisonende. „Natürlich ist es eine Kopfsache. Viele Jungs hier wollen weiter oben im Profifußball spielen“, sagt Kapitän Marco Kehl-Gomez, der nach der Heimniederlage am Samstag mächtig sauer war

Duell um Aufstieg in die dritte Liga: SGV Freiberg will "Tür aufbrechen"

Der Trainer des künftigen SGV Heilbronn-Freiberg formulierte am Samstag eine klare Forderung. Seine Spieler müssten die „aktuelle Blockade überwinden, das ist Pflicht. Wenn du aufsteigen willst, dann musst du durch dieses dunkle Tal durch“, sprach der Ex-Profi am Samstag. Sein Rezept für die Wende? Gewalt. Also natürlich nur im übertragenen Sinne. Manchmal muss man die Dinge eben erzwingen. „Wenn der Schlüssel nicht passt, muss man die Tür aufbrechen.“

Was Mut macht? Wenig, aber vielleicht das hier: „Wir haben wenig Zeit, das ist vielleicht sogar positiv für den Kopf, dass wir am Mittwoch ein Zeichen setzen können“, sagt der Freiberger Mannschaftskapitän Kehl-Gomez. Eins das deutlich ausfallen muss, um die realistische Chance auf Drittliga-Fußball am Leben zu erhalten.

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