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Nach 0:4-Pleite gegen Großaspach: So reagiert Heilbronn auf den Freiberg-Dämpfer

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Die Aufstiegshoffnungen des SGV Freiberg haben einen Dämpfer erhalten. Welche Folgen das für die Stadionpläne in Heilbronn hat – und warum die Verantwortlichen dennoch optimistisch bleiben.


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Die 0:4-Niederlage des SGV Freiberg gegen die SG Sonnenhof Großaspach hat die Aufstiegshoffnungen deutlich gedämpft. In Heilbronn sieht man die Entwicklung dennoch gelassen – und hält an den Plänen rund um das Frankenstadion fest.

Gute, langfristige Grundlage für den Sport in Heilbronn – nicht nur für den Fußball

„Die Niederlage des SGV Freibergs ist in der Tat ein Dämpfer“, sagt FDP-Gemeinderat Nico Weinmann. Aber: „Es ist kein Sprint, sondern ein Marathonlauf.“ Die grundsätzliche Weichenstellung zeige in die richtige Richtung. Langfristig sei man auf einem guten Weg und habe eine gute Grundlage, um den Sport in Heilbronn als Ganzes voranzubringen.

Dem geplanten Ausbau des Frankenstadions soll die Niederlage des SGV Freibergs nichts anhaben.
Dem geplanten Ausbau des Frankenstadions soll die Niederlage des SGV Freibergs nichts anhaben.  Foto: Altinkaya, Adnan

Zudem verweist Weinmann auf mögliche positive Effekte: „Es nimmt den zeitlichen Druck heraus.“ Auch andere Bereiche wie die Leichtathletik könnten vom Ausbau des Frankenstadions profitieren. Gleichzeitig biete die aktuelle Situation die Chance, Kritiker des Projekts stärker einzubinden.

Frankenstadion in Heilbronn soll vielfältig genutzt werden: Ertüchtigung immer sinnvoll

Für den Breitensport sei der in Zweifel stehende Aufstieg kein Hindernis, sagt SPD-Gemeinderätin Tanja Sagasser-Beil. „Deswegen ist die Investition in das Stadion trotzdem gut.“ Von Anfang an sei geplant gewesen, das Stadion vielseitig zu nutzen – etwa auch für Veranstaltungen wie den Trollinger Marathon.

Auch ein späterer Aufstieg wäre aus ihrer Sicht kein Problem: Es wäre „kein massiver Rückschlag“, wenn es noch ein oder zwei Jahre länger dauere. „Solange noch eine Chance auf den Aufstieg besteht, drücke ich die Daumen“, sagt Sagasser-Beil. Ähnlich bewertet auch die Stadtverwaltung die Situation.

„Die Motivation ist nun der Aufstieg in die Dritte Liga von Heilbronn aus“

Dass ein Aufstieg nicht garantiert ist, war auch der Stadt bewusst. Bürgermeisterin Agnes Christner erklärt: Es sei „immer auch in Erwägung gezogen, dass in der kommenden Saison Regionalliga-Fußball im Frankenstadion gespielt wird.“ Das stelle keinen Dämpfer für die sportlichen Ambitionen dar. „Ganz im Gegenteil: Die Motivation ist nun der Aufstieg in die Dritte Liga von Heilbronn aus.“


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Unabhängig von der Liga seien bestimmte Maßnahmen am Stadion ohnehin notwendig, betont Karin Schüttler, Leiterin des Schul-, Kultur- und Sportamtes. „Die Flutlichtanlage und eine Erweiterung der Sitzplätze sind auch für den Regionalligabetrieb erforderlich.“ Auch eine Rasenheizung sei sinnvoll, um langfristig die Voraussetzungen für eine mögliche Lizenzierung zu schaffen. Die Planungen gehen dabei über die kommende Saison hinaus. Ziel sei es, ein langfristiges Miteinander der Vereine zu fördern, heißt es aus der Verwaltung.

Fußball als Identifikationsmöglichkeit in Heilbronn

Für Thomas Aurich vom Dehoga-Stadtverband Heilbronn ist die sportliche Entwicklung ebenfalls nur ein Teil der Gesamtbetrachtung. „Es ist wichtig, sportliche Identifikation zu ermöglichen, gerade für Jüngere.“ Man dürfe nicht nur auf das aktuelle Jahr schauen. „Manches ist nicht von heute auf morgen möglich, sondern braucht Zeit.“

Trotz des Rückschlags zeigt sich Aurich optimistisch: „Ich mache mir keine Sorgen.“ Und weiter: „Es wird schon werden.“ Sein Appell: „Es geht immer weiter, in zwei Jahren heißt es: Hurra, dass wir diesen Weg gegangen sind.“

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