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Schwimmteam der Sport-Union Neckarsulm hat sich neu sortiert

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Der Verein setzt nach der Auflösung des Top-Teams auf ein leistungsstarkes Trio als Basis für die Zukunft. Der Leistungssportgedanke bleibt bestehen und soll die Sport-Union für Trainer und Athleten attraktiv halten.

Henning Mühlleitner sucht derzeit nach Wegen, wie es sportlich für ihn weitergeht. Er plant, auch weiterhin für die Sport-Union Neckarsulm zu starten. Foto: dpa
Henning Mühlleitner sucht derzeit nach Wegen, wie es sportlich für ihn weitergeht. Er plant, auch weiterhin für die Sport-Union Neckarsulm zu starten. Foto: dpa  Foto: David J. Phillip

Mal ein paar Tage Pause vom Schwimmen. Abstand gewinnen, das hilft. "Das habe ich schon gebraucht", sagt Henning Mühlleitner. Derzeit sucht der Olympia-Vierte von Tokio nach Wegen, wie es für ihn sportlich weitergeht. Nach der Auflösung des Neckarsulmer Top-Teams hat der 25-Jährige die Entscheidung getroffen, dass er weiterhin für die Sport-Union starten möchte. Was nicht ausschließt, dass sich der Dritte der Europameisterschaften über 400 Meter Freistil dennoch einem Profiteam im Ausland anschließt.


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Sein ehemaliger Trainer Matthew Magee wird die Region Ende des Monats verlassen und in seine Heimat Australien zurückgehen. In Perth steht für ihn mit Oneflow Australia bereits das nächste Projekt an. "Er wird verantwortlich das Club- und Eliteprogramm führen - und soll mit seinem Management-Talent von September an auch unsere Schwimmschule aufbauen, mit der wir dort Zug um Zug auf den Markt gehen und uns etablieren wollen. Zudem soll er Nachwuchs und Topsportler trainieren", sagt Christian Hirschmann, einst Initiator des Neckarsulmer Top-Teams und Vorstandsmitglied der Sport-Union der Heilbronner Stimme.

Weiterhin Leistungssport im Aquatoll

Und in Neckarsulm? "Da haben wir das ganz gut sortiert", sagt der rührige Unternehmer. Denn: Auch ohne Top-Team wird im Sportbad Aquatoll weiterhin unter Leistungssport-Aspekten geschwommen. Matt Magee hat alle schwimmerischen Aufgaben an Daniel "Dan" Morse übergeben.

Der US-Amerikaner hat noch einen Vertrag bis 2024 und trainiert nun die drei Brustschwimmerinnen Bente Fischer - Mitglied im Sporthilfe-Perspektivteam für Paris -, Nadia Tudo Cubells - sie startet international für Andorra - und Soraya Ebrahimi - die Brackenheimerin plant sich nach dem Abitur erstmals stark auf den Sport zu fokussieren.

Olympia 2028 ist bereits im Hinterkopf

Das Trio soll die Basis sein, auf der auch nach den Olympischen Spielen aufgebaut wird, "dass wir zwei bis vier Sportler haben, die auch international schwimmen können". Dazu befinden sich die Verantwortlichen in den Planungen, was aus dem Nachwuchs folgt. Zusätzlich bleibt Neckarsulm für so manchen Studenten auch künftig eine interessante Anlaufstelle.

Die leistungsstarken Talente aus dem Junior-Team wie beispielsweise Nicole Kreider und Henry Taglialatela "sind in der nationalen Spitze in ihren Jahrgängen, können ab dem nächsten Jahr eine Junioren-EM oder -WM-Qualifikation angreifen und haben eine Perspektive. Man muss schauen, wie es sich entwickelt", sagt Christian Hirschmann und hat bereits Olympia 2028 im Hinterkopf.

Neckarsulm ist attraktiv für junge Trainer

Denn er plant auch über das nächste Jahr hinaus mit einem internationalen Coach am Standort - selbst wenn Dan Morse seinen Kontrakt nicht verlängern sollte. Eine gute und wichtige Botschaft nach den Veränderungen.

Anfragen von Bewerbern erhält Christian Hirschmann gleich mehrere pro Monat. Von "jungen Coaches aus dem Ausland, die Club-Erfahrung haben und für die Neckarsulm ein Karriereschritt oder eine tolle Erfahrung wäre", wie er sagt. "Sie haben eine gute internationale Grundausbildung genossen, das ist genau das, was wir wollen."

Mühlleitner blickt auf die Universiade in Chengdu

Mit der Neckarsulmerin Bente Fischer bleibt eine weitere große Identifikationsfigur. Sie nimmt die neue Situation an - und laut Christian Hirschmann "sieht sie es als eine große Chance für den Standort. Es wird die jungen Sportler nochmal ordentlich pushen, Bente in der Vorbereitung auf die Universiade und die Olympia-Qualifikation zu unterstützen."

Landesstützpunkt möchten die Neckarsulmer gerne bleiben, wenngleich sich der Profit über das Schild am Bad bisher eher in Grenzen hält.

Die nächsten Ziele von Henning Mühlleitner, der zum Sporthilfe-Perspektivteam für Paris 2024 gehört, sind nach der verpassten Norm für die WM in Japan nun die deutschen Meisterschaften Anfang Juli in Berlin und die Universiade. Die Weltspiele der Studenten in Chengdu vom 8. bis 19. August werden Mühlleitners Saisonhöhepunkt sein.

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