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"Weinmänner" visieren nationale Spitze an

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Nach Rang drei im Vorjahr wollen Joshua und Noah Weinmann in der Deutschen Meisterschaft im Seitenwagen-Motocross ganz vorne angreifen. Die Hohenloher bestreiten außerdem alle WM-Rennen.

Der Linksläufer der Weinmann-Brüder hat in diesem Jahr dank eines neuen Motors noch mehr Leistung als hier im Vorjahr beim WM-Lauf in Spanien.
Der Linksläufer der Weinmann-Brüder hat in diesem Jahr dank eines neuen Motors noch mehr Leistung als hier im Vorjahr beim WM-Lauf in Spanien.  Foto: privat

Viel hat sich für Joshua und Noah Weinmann geändert, seit das Brüderpaar 2022 regelmäßig mit dem Seitenwagen über die Motocross-Strecken tingelt. Noch mehr, seit sie 2017 zum ersten Mal gemeinsam auf einem Motorrad-Gespann Platz genommen haben. Die Erfahrung ist gewachsen, das Gefährt ist schneller geworden die Ansprüche sind gestiegen. Vor allem aber, haben sich die Fahrer des MSC Wieslauftal aus dem Weißbacher Ortsteil Crispenhofen einen eigenen Namen gemacht.

"Ich glaube, die Leute wissen, dass wir nicht vorne mit dabei sind, weil wir die Söhne und Neffen von unserem Vater und Onkel sind, sondern weil wir nicht so schlecht fahren", sagt Joshua Weinmann, dessen Vater Thomas und Onkel Klaus Weinmann in den 1990er-Jahren zu den Spitzen-Gespannen der Szene gehörten. Doch längst schreibt die nächste Generation ihre eigenen Geschichten.

Weinmänner waren vergangene Saison Dritter der Gesamtwertung

Der 22-jährige Joshua als Fahrer, sein Bruder und Beifahrer auf dem Seitenwagen, der 18-jährige Noah, starten am Wochenende beim ersten Saisonlauf zur Deutschen Meisterschaft im brandenburgischen Hänchen in ihre dritte Saison und klopfen inzwischen an der nationalen Spitze an. "Wir wollen ganz vorne mitfahren", sagt Joshua Weinmann, nachdem das Duo im Vorjahr nach vier Podest- und drei weiteren Top-Fünf-Platzierungen Dritter in der Gesamtwertung geworden war.

Weil Tim Prümmer als Dominator der vergangenen Saison diesmal nur in der niederländischen Meisterschaft antritt, steigen die Chancen für die "Weinmänner". "Aber wir sind ganz sicher nicht konkurrenzlos unterwegs; einfach wird es nicht", meint Joshua Weinmann und bedauert, dass durch weniger Top-Fahrer auch die Attraktivität der Meisterschaft und das Kräftemessen auf hohem Niveau leiden.

670 ccm-Motor bringt mehr Power auf die Strecke

Nun dürfte Adrian Peter als Vizemeister von 2019 und 2022 ebenso wie die Vorjahreszweiten Tobias Blank/Justin Blume (Esslingen) vorne mitfahren. "Die sind ähnlich unterwegs wie wir", ordnet der ältere der Brüder die Konkurrenz ein.

Auf den Saisonauftakt hat sich das Duo mit einem Gast-Start im niederländischen Oss vorbereitet. Auf dem ähnlich sandigen Untergrund ging es zuvorderst darum, noch mehr Gefühl für den neuen dreirädrigen Untersatz zu bekommen, der dank neuem Rahmen, Dämpfern und 670 ccm-Motor noch mehr Power auf die Strecken bringt.

Hohenlohe entwickelt sich zur Seitenwagen-Hochburg

Auch in der Weltmeisterschaft soll sich das auszahlen, die die Brüder zum zweiten Mal komplett bestreiten werden. "Wir wollen immer mal wieder in die Top Ten und am Saisonende unter die besten 15 kommen", sagt Joshua Weinmann. Der Raum für Fehler ist hier etwas größer als in der nationalen Meisterschaft, in der bei nur sechs Rennwochenenden jeder Ausfall kostspielig sein könnte.

Neben den Weinmann-Brüdern stehen mit David Schellmann (23, Mulfingen)/Moritz Kilian (25, Weißbach) sowie den Weißbachern Eugen (22) und Henry Herz (18) zwei weitere Gespanne aus Hohenlohe für den Saisonauftakt in Brandenburg in den Starterlisten. Für sie geht es jedoch vor allem um das Sammeln von Erfahrung.


DM Seitenwagen-Motocross 2024

1. April: Hänchen.

1. Mai: Wriezen.

4./5. Mai: Schopfheim.

18./19. Mai: Geisleden.

8./9. Juni: Schwedt/Oder.

8. September: Gerstetten.


FIM Seitenwagen-Weltmeisterschaft 2024

21. April: Alqueidão (Portugal).

12. Mai: Heerde (Niederlande).

26. Mai: Plomion (Frankreich).

2. Juni: Kramolín (Tschechien).

16. Juni: Danzig (Polen).

30. Juni: Lommel (Belgien).

14. Juli: Iffendic (Frankreich).

21. Juli: Straßbessenbach (Deutschland).

15. September: Rudersberg (Deutschland).

22. September: La Colla (Italien).

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