Saisonstart der Nürburgring Langstrecken-Serie fällt dem Wetter zum Opfer
Die Mehrheit der NLS-Teams möchte am Samstagmorgen an den Start gehen, doch die Reifenhersteller warnen vor Unwägbarkeiten, so dass die VLN das erste Rennen des Jahres absagt. Dem Fahrer-Quartett aus der Region fehlen damit Vorbereitungskilometer auf der 24-Stunden-Rennen.

Temperaturen um den Gefrierpunkt und unsichere Streckenbedingungen haben am Samstagmorgen zu einer Absage der vierstündigen Westfalenfahrt, dem ersten Saisonrennen in der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS), geführt. Zwar war die leichte Schneedecke, die Grand-Prix-Kurs und Nordschleife über Nacht eingehüllt hatte, bald wieder verschwunden, doch die Reifenhersteller rieten von einem Start des Rennens ab.
Die Rennleitung der Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) folgte diesem Rat schließlich, obwohl sich bei Abstimmungen in zwei Team-Manager-Sitzungen eine geringe Mehrheit für eine Durchführung ausgesprochen hatte. „Nach einer Inspektionsrunde hat die Rennleitung entschieden, dass die Strecke befahrbar ist. Die Seitenstreifen waren frei von Schnee und es trocknete langsam ab. Am Ende hat die Warnung der Reifenindustrie den Ausschlag zur Absage gegeben“, erklärte Christian Vormann als VLN-Sportleiter.
Assenheimer zwiegespalten, doch „die Sicherheit geht vor“
So blieb dem Fahrer-Quartett aus der Region – Patrick Assenheimer (Heilbronn), Heiko Hammel (Forchtenberg), Fabio Sacchi (Weinsberg) und Christian Koger (Massenbachhausen) – nichts anderes übrig, als unverrichteter Dinge die Heimreise anzutreten – um dann zum Barbarossapreis am nächsten Wochenende, zu dem sich auch Formel-1-Pilot Max Verstappen angekündigt hat, wieder anzureisen.
Spannung hatte dabei vor allem das Assenheimer-Debüt im Porsche 911 GT3 R für das luxemburgische Team Losch Motorsport und der abermalige Start Hammels im VW Golf GTI Clubsport 24h (Max Kruse Racing) versprochen. Beiden Fahrern dient die NLS als Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring Mitte Mai. „Es ist sehr Schade, dass wir keine weiteren wichtigen Testmöglichkeiten bekommen haben, aber die Sicherheit geht vor“, sagte Assenheimer.
NLS-Termine 2026
14. März: Westfalenfahrt (4h)
21. März: Barbarossapreis (4h)
11. April: Adenauer Rundstrecken-Trophy (4h)
18./19. April: 24h Qualifiers (2 x 4h)
20. Juni: Eifel Trophy (4h)
1. August: Ruhr-Pokal-Rennen (6h)
12. September: Reinoldus-Langstreckenrennen (4h)
13. September: ACAS Cup (4h)
10. Oktober: NLS Sportwarte-Trophy (4h)
Heiko Hammel setzt auf VW-Entwicklung und Porsche-Nostalgie
In seiner 22. Saison im Automobilsport ist Heiko Hammel erneut Teil des Volkswagen Werksprogramms, das mit vollem Fokus auf das 24-Stunden-Rennen als Saisonhöhepunkt hinarbeitet. „Nach dem 24-Stunden-Rennen ist noch kein Rennen fixiert, aber ich habe diverse Angebote, um danach auch noch zu fahren. Eventuell sogar auf einem GT3-Auto in der SP9-Klasse“, verrät Hammel, der sich eigentlich mit den NLS-Läufen eins und drei auf sein zwölftes 24-Stunden-Rennen hatte vorbereiten wollen.
Beim Team des ehemaligen Fußball-Nationalspielers Max Kruse hat sich der 37-Jährige längst eingelebt und zählt aufgrund seiner großen Erfahrung zu den wichtigen Köpfen bei der Weiterentwicklung des VW-Projektes, das für seine Fahrzeuge auf E20-Biokraftstoff setzt.
Über sein Engagement beim Team aus Reinbek hinaus wird Hammel bei allen vier Rennen der neuen Deutschen Historischen Langstrecken-Meisterschaft in einem Porsche 911 RSR an den Start gehen. Jenem Porsche, mit dem er im Vorjahr gemeinsam mit André Kunkel und Michael Funke seinen langersehnten ersten Sieg im 24-Stunden-Classic-Rennen gefeiert hatte. „Das Ziel ist in jedem Fall den Sieg von 2025 zu wiederholen“, sagt Heiko Hammel.
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