Mit kurzem Anlauf in die Weltspitze: Milan Hosseini ist "Unterländer Sportler des Jahres"
Der EM-Dritte im Kunstturnen Milan Hosseini träumt von den Olympischen Spielen in Paris. Er wurde beim Fest des Sports zum "Unterländer Sportler des Jahres" gekürt.

Wenn sich Milan Hosseini für all die Arbeit im Alltag mal belohnt, geht er essen. Mit seinem WG-Partner Daniel Wörz oder Freundin Linda - eine Auszeit nach acht Stunden in der Halle mit höchster Konzentration und kräftezehrender Kunst. Das tut gut. Auch "ins Kino gehen oder einfach entspannen", wie Hosseini sagt, sind seltene Abwechslungen für den 22-Jährigen von der TG Böckingen.
Sein Paradegerät ist der Boden
Seit das Mitglied des Sporthilfe-Perspektivteams im April 2023 überraschend Bronze bei der EM in Antalya gewonnen hat, ist der Mann aus Flein im Elitezirkel Europas angekommen - zumindest am Boden, seinem Paradegerät. Als einziger Deutscher fliegt Milan Hosseini aus der Türkei mit einer Medaille heim, für die WM in Antwerpen wird er dennoch nicht berücksichtigt. Der stets optimistisch gestimmte nun zweimalige Unterländer Sportler des Jahres ruht sich daher nicht aus. Turner sind unerbittliche Kämpfer, lernen immer noch schwierigere Übungsteile.
Diese braucht Milan Hosseini, um sich für die EM in Italien zu qualifizieren. Das wäre zugleich ein Schritt, der ihn seinem Traum näherbringt: Olympia in Paris. Der Unterländer sagt: "Ich habe einen klaren Plan, und den will ich erreichen."
Jonas Mächtig und Simon Riedinger wurden als Mannschaft im Rahmen des Festes des Sports zu den "Unterländer Sportlern des Jahres" gekürt. Die "Unterländer Sportlerin des Jahres" ist Mara Alber, Fußballerin der TSG Hoffenheim.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare