Große Augen und große Ziele beim DBB-Aktionstag an der Georg-Kropp-Schule in Wüstenrot
Der Deutsche Basketball Bund ist mit Maskottchen und Pokalen zu Gast an der Georg-Kropp-Schule in Wüstenrot. Während der Dachverband steigende Mitgliederzahlen vermelden kann und ambitionierte Ziele verfolgt, erfreut sich der Nachwuchs nicht nur am Basketball.

Adler Arnold ist ein Selbstläufer. Selbst die Nationalspieler Franz Wagner und Dennis Schröder hätte das flauschige Maskottchen des Deutschen Basketball Bundes (DBB) mit dem großen gelben Schnabel am Dienstagmorgen auf der Beliebtheitsskala der Grundschüler der Georg-Kropp-Schule (GKS) wohl problemlos nach unten verdrängt. Der basketballtypisch übergroße Vogel ist beim DBB-Grundschultag in Wüstenrot ein gefragter Fotopartner und Mitspieler.
Dass der Adler mitsamt Sven Weinberger, dem Referenten für Jugend- und Schulsport des DBB, überhaupt in Wüstenrot gelandet ist, geht auf die Initiative von Bianca Ossig zurück. Die Lehrerin und Leiterin der Fachschaft Sport hatte sich mit der GKS auf eine Ausschreibung des DBB zur Grundschulwoche beworben und als eine von bundesweit nur fünf Schulen den Zuschlag für einen Ortstermin erhalten.
Basketball ist für den Schulsport besonders geeignet
„Das ist schon eine sehr schöne Sache – gerade als relativ kleine Dorfschule“, sagt Ossig, die als Vorbereitung bereits in ihren vorangegangenen Sport-Unterrichtsstunden den Basketball ins Zentrum gestellt hatte. „Spätestens in der Sekundarstufe lasse ich dann eigentlich immer Basketball spielen. Gerade für die Hand-Augen-Koordination ist das ein super Sport, den man auch beim Reglement gut für den Schulsport herunterbrechen kann.“ Worte, die Sven Weinberger gerne vernommen hat.
Denn im fünften Herbst veranstaltet der DBB seine Grundschulwoche, bei der er in diesem Jahr aus über 1000 Bewerbungen rund 180 Grundschulen auswählt hat und diese mit Basketbällen und sportartspezifischen Lehrmaterialien unterstützt. Etwa 30.000 Kinder kommen so (häufig erstmals) über Hindernis- und Dribbling-Parcours in Kontakt mit dem US-Sport. Der Auftakt der Aktionswoche hatte am Montag bei der Josef-Schwarz-Schule in Erlenbach stattgefunden.
Basketball-Sport soll an Grundschulen Präsenz bekommen
„Wir haben das Ziel, bis 2032 alle Grundschulen in Deutschland mit Basketbällen ausgestattet oder in Aktionen eingebunden zu haben“, erzählt Weinberger von ambitionierten Zielen. Neben Adler Arnold hat der DBB-Referent am Dienstag auch eine Nachbildung des WM-Pokals von 2023 und die in diesem Sommer von der Männer-Nationalmannschaft errungene originale EM-Trophäe mitgebracht.
„Wir wollen den Basketball-Sport an die Schulen bringen, weil er dort noch nicht so präsent ist“, sagt Weinberger. Der Verband erhofft sich, dass vor Ort in Kombination mit speziellen Trainerausbildungen Arbeitsgemeinschaften und Vereinskooperationen entstehen, um Nachwuchs-Korbjäger an den Sport zu binden.
Deutscher Basketball Bund vermeldet Rekord-Zahlen
Erste Effekte des Engagements seien bereits messbar, betont Weinberger und verweist auf einen starken Mitgliederzuwachs bei den Minis bis zwölf Jahren. Da passt es in Bild, dass der DBB just am Dienstag mit 288.444 Mitgliedschaften (Stand: Januar 2025) ein neues Allzeit-Hoch vermeldet – eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 5,26 Prozent. Wohlgemerkt ohne dass ein möglicher „EM-Titel-Effekt“ aus dem Spätsommer berücksichtigt wäre.
Ob in Zukunft auch Schüler der Georg-Kropp-Schule neu in der DBB-Statistik auftauchen? „Die Kinder waren jedenfalls schon in der Vorbereitungswoche sehr motiviert“, erzählt Bianca Ossig erfreut. In der Altersgruppe der Minis, in der Spaß, Bewegung und das spielerische Erlernen von Koordination im Mittelpunkt stehen, sind das zumindest beste Voraussetzungen.
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