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Profi-Eishockey in Heilbronn: Das sind jetzt die Hauptaufgaben für Sellers und Hey

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Im Heilbronner Eishockey treiben Kai Sellers und Jan Hey den Neustart der Falken voran: Das Logo wurde nun moderat angepasst. Bei Kaderplanung und Co. gibt es weitere Baustellen.


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Nach der Insolvenz der Heilbronner Falken GmbH & Co. KG und der Übernahme der Markenrechte durch den Stammverein Heilbronner Eishockeyclub arbeiten die Verantwortlichen mit Hochdruck am Neustart des Profi-Eishockeys in der Käthchenstadt. 

Falken-Planungen für neue Saison: Kai Sellers und Jan Hey mit Update

In einem Video-Update auf den Sozialen Medien haben die beiden Gesellschafter der neuen Spielbetriebs-GmbH, Kai Sellers und Jan Hey, nun Einblicke in den aktuellen Stand der Dinge, die Planungen für die kommende Saison sowie die künftige Markenstruktur gegeben. Die Falken übernehmen das Aufstiegsrecht in die Oberliga der Eisbären des HEC, die weiter als Amateurteam in der Baden-Württemberg-Liga spielen.  

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„Seit dem 18. März liegen spannende Tage hinter uns“, sagt Hey. An diesem Datum schlossen die neuen Gesellschafter der Falken den Asset Deal mit Insolvenzverwalter Peter Roeger, kauften sich den Namen Heilbronner Falken und konnten damit mit dem Neuanfang starten.

Falken-Vorstände: Sellers und Hey mit enger Verbindung zum Heilbronner Eishockey

In dieser kurzen Zeit habe man bereits Einiges auf den Weg gebracht. Gleichzeitig sei es den Verantwortlichen wichtig, transparent zu kommunizieren und Fans, Partner sowie Sponsoren mitzunehmen. „Wir wollen offen informieren, aber Dinge erst dann verkünden, wenn sie wirklich fix sind“, betont Hey. Gerüchte sollen vermieden werden.

Der neue Vorstand des Heilbronner EC Eisbären e.V.: (v.l.) Rainer Scholl, Kai Sellers, Jan Hey.
Der neue Vorstand des Heilbronner EC Eisbären e.V.: (v.l.) Rainer Scholl, Kai Sellers, Jan Hey.  Foto: Thomas Muth

Beide eint eine enge Verbindung zum Heilbronner Eishockey. Während Sellers seit Jahrzehnten selbst auf dem Eis steht, ist Hey ein echtes Eigengewächs des Standorts: Er durchlief den Nachwuchs, war lange als Trainer tätig und ist dem Verein, in dem er auch ein duales Studium durchlief, als Nachwuchsvorstand eng verbunden. „Ich freue mich riesig darauf, das Eishockey in Heilbronn aktiv mitgestalten zu können“, sagt Hey. Besonders wichtig sei ihm die Verzahnung von Nachwuchsarbeit und Profibereich.

Ein zentrales Element der Neuausrichtung ist die künftige Markenstruktur. Im Mittelpunkt soll der Heilbronner Eishockeyclub (HEC) stehen, unter dessen Dach sowohl der Amateurbereich als auch die Profimannschaft angesiedelt werden. „Der HEC ist das verbindende Element“, erklärt Hey. Die Profis sollen künftig als „HEC Falken“ antreten, während der Nachwuchs- und Amateurbereich als „HEC Eisbären“ firmiert. Ziel sei es, die Kräfte zu bündeln und gleichzeitig „den Wiedererkennungswert zu erhalten“, wie Sellers hinzufügt.

Logo der Heilbronner Falken leicht verändert

 Auch beim Thema Logo setzen die Verantwortlichen auf Kontinuität statt auf einen radikalen Neuanfang. Mittlerweile haben sie es auch präsentiert. „Die Falken sind eine etablierte Marke mit großer Reichweite“, sagt Sellers. Deshalb habe man sich entschieden, das bekannte Logo in leicht angepasster Form weiterzuführen und lediglich um den Zusatz „Eishockeyclub“ zu ergänzen. Ein komplettes Rebranding wäre angesichts der knappen Zeit und der Vielzahl an Aufgaben kaum zu stemmen gewesen. „Wir haben im Moment schlicht andere Prioritäten“, sagt Sellers.

Und diese Prioritäten sind klar definiert: Kaderplanung, Sponsorengewinnung und Lizenzierung. „Das sind aktuell unsere drei Hauptbaustellen“, erklärt Hey. In Sachen Kader wollen er und Sellers sich idealerweise gar nicht so viel einmischen. „Deshalb suchen wir als erstes einen Trainer, der uns das abnimmt, damit wir uns wieder um unsere Hauptaufgabe kümmern können“, sagt Sellers. Während im Hintergrund Gespräche mit Trainern, Spielern und Beratern laufen, arbeitet Sellers intensiv daran, bestehende Sponsoren zu halten und neue Partner zu gewinnen.

Falken-Vorstände Sellers und Hey wollen Vertrauen zurückgewinnen

„Es geht darum, Vertrauen aufzubauen und die Leute für den Neuanfang zu begeistern“, sagt er. Auch organisatorisch gibt es viel zu tun. Sitzplätze müssen koordiniert, Verträge vorbereitet und die umfangreichen Lizenzierungsunterlagen fristgerecht eingereicht werden. „Langweilig wird uns definitiv nicht“, sagt Hey mit einem Schmunzeln. Die beiden Gesellschafter sprechen von Arbeitstagen, die regelmäßig deutlich über zwölf Stunden hinausgehen.

Trotz des enormen Aufwands ist die Stimmung positiv. Beide berichten von großem Rückhalt aus dem Umfeld und einer spürbaren Aufbruchsstimmung. „Viele wollen, dass es hier weitergeht“, sagt Sellers. Diese Unterstützung sei ein wichtiger Antrieb für die kommenden Monate.

Das große Ziel ist klar: Bis zum Saisonstart im Spätsommer soll wieder ein konkurrenzfähiges Team auf dem Eis stehen und der Eishockey-Standort Heilbronn nachhaltig neu aufgebaut werden. „Wir wollen etwas Langfristiges schaffen“, betont Hey. Der Weg dorthin ist noch lang – doch die ersten Schritte sind gemacht.

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