Heilbronner Falken wollen in letzten Heimspielen eine gute Show bieten
Der Eishockey-Oberligist Heilbronner Falken spielt aktuell befreit auf. Trainer Niko Eronen spricht nach dem 6:5-Sieg in Höchstadt von harten zwei, drei Monaten, Corey Mapes bedankt sich bei den Fans.
Die Heilbronner Falken haben ihre Spielfreude wieder gefunden. Erst schlugen sie am Freitag Bayreuth mit 11:3, dann gewannen sie zwei Tage später in Höchstadt mit 6:5. „Es war das ganze Jahr über schwierig“, sagte Verteidiger Corey Mapes in der ersten Drittelpause am Sonntag gegen die Alligators.
3:2 führte Heilbronn zu diesem Zeitpunkt bereits durch Tore von Luis Ludin (14. Minute), Lars Schiller (18.) und Niklas Jentsch (19.). Für Höchstadt hatten Samuel Eriksson (8.) und Maximilian Jelavic in Überzahl (16.) getroffen.

Insolvenz-Schock bei den Falken sei jetzt verdaut, sagt Corey Mapes
„Wir hatten Höhen, aber auch Tiefen. Es wurde sehr wenig mit uns kommuniziert. Dann kam der Schock mit der Insolvenz, nachdem es viele Gerüchte und Spekulationen gegeben hatte“, erklärte Mapes. „Aber der Schock ist verdaut. Jetzt haben wir Klarheit. Und ich muss sagen, Frau Metzger und Herr Roeger (Anmerkung: Die beiden Rechtsanwälte von Pluta bearbeiten die Insolvenz) machen es echt gut. Sie kommunizieren mit uns, holen uns ab. Jetzt können wir nach vorne schauen, und jeder weiß, was Sache ist.“
Und dies ist dem Spiel der Falken aktuell anzusehen. Hinzu kommt der Umstand, dass Nolan Ritchie ins Team zurückgekehrt ist und Trainer Niko Eronen nahezu auf den kompletten Kader zurückgreifen kann.
„Es ist natürlich sehr hart, wenn man nicht weiß, was los ist“, sagt auch der Coach. „Die letzten zwei, drei Monate waren schwer für das Team. Die Spieler haben eine Entscheidung herbeigesehnt. Egal, wie sie ausfällt. Das ist nun passiert.“
Dass nun Klarheit herrscht, wirkt befreiend
Und dies wirkte befreiend. Im zweiten Drittel legten die Falken zwei Tore durch Leon Fern (22.) und Paul Fabian (28.) nach. Doch die Alligators gaben sich auch nach dem 2:5 nicht geschlagen. Dennis Swinnen verkürzte (34.), ehe Ritchie das 6:3 der Falken erzielte (40.).
Im Schlussdrittel mussten die Heilbronner dann nochmal zittern. Jelavic (43.) und Jakob Fardoe (54.) verkürzten. Doch der Ausgleich gelang den Gastgebern nicht mehr. „Es war vielleicht das schwerste Spiel des Jahres für uns. Wir wussten, dass es so kommen kann“, meinte Höchstadts Trainer Morgan Persson. „Heilbronn hat in dieser Situation nichts zu verlieren. Und das ist ein richtig gutes Team, ein eindrucksvolles Team - vor allem in der Offensive.“ Dies bewiesen die Falken in den vergangenen beiden Partien.
Heilbronn spielt nun offensiver
„Wir haben unsere Spielweise etwas geändert“, sagte auch Eronen. „Wir agieren offensiver. Wir waren aber auch geduldig in den richtigen Momenten und haben auf unsere Chance gewartet. Wir wollen den Rest der Saison einfach genießen und haben nach der schweren Phase ein Lächeln auf den Lippen.“

Ähnlich schilderte es auch Mapes: „Wir haben noch drei Heimspiele und wollen Gas geben, den Fans eine gute Show liefern.“ Der aus Heilbronn stammende Routinier gab auch schon fast ein Bekenntnis zu seiner Heimatstadt ab. „Mich erfüllt es einfach, für Heilbronn zu spielen. Ich hoffe, dass es dort nächste Saison noch Profi-Eishockey gibt. Ich bin da guter Dinge.“ Zumindest wird im Hintergrund alles dafür getan, dass auch in der nächsten Saison in der Oberliga gespielt wird – aktuell gibt es dafür zwei Möglichkeiten: Entweder die aktuell bestehende Falken GmbH wird gerettet oder diese wird abgewickelt und eine neue GmbH wird gegründet.
„Wir müssen uns bei den Fans bedanken, wie sie uns unterstützt haben, das ganze Jahr. Schon mit der Spendenaktion, die sie am Anfang der Saison auf die Beine gestellt haben. Sie haben uns das ganze Jahr einen super Support gegeben. Auch im letzten Heimspiel gegen Bayreuth“, sagt Mapes abschließend.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare