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Heilbronner Eishockey-Krise: Falken-Gesellschafter zeigen sich selbstkritisch 

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Die Heilbronner Falken haben einen Insolvenzantrag stellen müssen. Außerdem gibt es immer wieder Kritik an der Kommunikation beim Eishockey-Oberligisten. Nun melden sich zwei Gesellschafter zu Wort.


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Nach der monatelangen Hängepartie und den jüngsten Entwicklungen bei den Heilbronner Falken hat sich nun Tom Bucher vor dem Freitagsspiel des Oberligisten gegen die Stuttgart Rebels zu Wort gemeldet. 

„Nach über 40 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit und Engagement beim Heilbronner Eishockey in unterschiedlichen Funktionen, stets mit Herz und auch finanziell, tut es mir auch leid, was nun passiert ist“, sagt der Mitgesellschafter der Falken GmbH. „Selbstkritisch muss ich auch anerkennen, dass wir Fehlentwicklungen und Versäumnisse zwar erkannt, aber nicht frühzeitig genug entgegengewirkt, hinterfragt und gehandelt haben“, so Bucher. Die Heilbronner Falken haben im Januar Insolvenz angemeldet.

Tom Bucher (rechts) hat sich als Gesellschafter der Heilbronner Falken zu Wort gemeldet.
Tom Bucher (rechts) hat sich als Gesellschafter der Heilbronner Falken zu Wort gemeldet.  Foto: Falken

Falken-Gesellschafter über Kommunikation: „War leider nicht zufriedenstellend“

„Auch die Kommunikation mit Fans, Sponsoren, Medien und Team sowie allen Mitarbeitern der Falken war leider nicht zufriedenstellend“, übt der Geschäftsführer einer Heilbronner Immobilienfirma Selbstkritik. Die Fans der Heilbronner Falken hatten mit Ärger und Unverständnis auf die Insolvenz reagiert.

Dennoch glaubt er an eine Eishockey-Zukunft in Heilbronn: „Dann bin ich gerne bereit, auch die Zukunft des Heilbronner Eishockey als Sponsor mitzugestalten.“ Der Stammverein HEC hatte erst am Freitag verkündet, für die nächste Saison die Oberliga-Lizenz beantragt zu haben.

Zweiter Falken-Gesellschafter äußert sich: Insolvenzantrag bringt „geordnetes Verfahren“ und „Klarheit“

Auch der Gesellschafter Rainer Maurer äußert sich gegenüber der Heilbronner Stimme schriftlich zu der Situation: „Es ist natürlich bedauerlich, dass die Insolvenz nicht abgewendet werden konnten, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der umfangreichen Solidaritätsbekundungen und der erfolgreichen Crowd-Funding-Aktion vor Saisonbeginn. Mit der Stellung des Insolvenzantrags wurde jetzt ein geordnetes Verfahren eingeleitet, und alle Beteiligten haben Klarheit über die Situation. Damit kann der Blick nach vorne gerichtet werden. Ich bleibe den Heilbronner Falken eng verbunden und eruiere aktuell Möglichkeiten, wie ich den Heilbronner Profi-Eishockeysport auch in Zukunft unterstützend begleiten kann. Es ist gut, dass mit Peter Roeger ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestimmt wurde, dem es in Bayreuth bereits gelungen ist, die Rettung eines Oberliga-Teams mitzugestalten.“

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