Der Stammverein Heilbronner EC bringt sich in Stellung, sollte die Heilbronner Falken GmbH & Co. KG wegen der Insolvenz doch abgewickelt werden müssen und dadurch als Absteiger aus der Oberliga feststehen.
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Noch ist die Zukunft der Heilbronner Falken nach der Insolvenz ungewiss. Zwar will der vorläufige Insolvenzverwalter Peter Roeger die GmbH & Co. KG retten, aktuell arbeitet er an einem Sanierungskonzept. Für den Fall der Fälle, dass es keine Zukunft für den Club gibt, bringt sich der Stammverein, der Heilbronner EC, in Stellung. Bereits am Mittwoch, als am frühen Abend die Insolvenz des Unterländer Eishockey-Drittligisten publik wurde, stellte der HEC fristgerecht einen Lizenzantrag für den sportlichen Aufstieg in die Oberliga Süd.
Reaktion auf Insolvenz von Heilbronner Falken: HEC beantragt Oberliga-Lizenz für neue Saison
„Diese Entscheidung ist das Ergebnis eines kurzfristig gefassten, einstimmigen Vorstandsbeschlusses“, erklärt der HEC-Vorstand, bestehend aus dem Vorsitzenden Kai Sellers und seinen beiden Stellvertretern Rainer Scholl und Jan Hey, in einer Mitteilung. „Die Vorstandschaft ist davon überzeugt, dass professionelles Eishockey ein wesentlicher Bestandteil der sportlichen Identität Heilbronns ist. Gemeinsam mit unserem Geschäftsführer Michael Rumrich und seinem Team werden wir daher alles in unserer Macht Stehende tun, um diese gemeinsame Leidenschaft zu bewahren und zugleich ein solides sowie nachhaltiges Fundament für die Zukunft zu schaffen.“
In dem Statement bekräftigen die drei HEC-Chefs aber noch einmal, was Kai Sellers unserer Zeitung bereits vor einiger Zeit gesagt hat: Ein Überstülpen der Eisbären über die Heilbronner Falken ist nicht geplant. Vielmehr soll die Mannschaft, die aktuell in der Baden-Württemberg-Liga spielt, auch bei einem sportlichen Aufstieg weiterhin das Amateurteam in Heilbronn bleiben und „für Amateur-Eishockey mit Herz und regionaler Verwurzelung stehen“.
Wie geht es für Profi-Eishockey in Heilbronn weiter?
Eine zukünftige Profimannschaft soll – wie auch bisher – kadertechnisch und wirtschaftlich unabhängig vom gesamten Stammverein bleiben, um weiterhin den Heilbronner EC als eingetragenen Verein im Falle einer Insolvenz vor dem Untergang zu schützen.
Heilbronner EC und Falken: Unabhängige Einheiten
Als „harten Schlag“ hat der Vorstand des Heilbronner EC in einem Statement den „Wegfall einer langjährigen und zentralen Institution des Heilbronner Eishockeys und Sports insgesamt“ bezeichnet, nachdem die Heilbronner Falken Insolvenz angemeldet haben. Gleichzeitig macht der HEC klar, dass er nichts mit der Falken-Situation zu tun hat. „Bei der GmbH & Co. KG handelt es sich um ein wirtschaftlich eigenständiges Unternehmen, das – abgesehen von Kooperationsvereinbarungen – weder wirtschaftlich noch juristisch mit dem e.V. verflochten ist.“
Ob die Zukunft des Profi-Eishockeys in Heilbronn allerdings weiter unter dem Dach der Falken GmbH & Co. KG oder unter einer dann erst neu zu gründenden GmbH laufen wird, ist noch offen. „Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir uns aufgrund der zahlreichen internen und externen Variablen nicht in der Position, genauere Aussagen zur Meldung einer Mannschaft in der Oberliga Süd zu treffen“, heißt es in dem Statement des HEC.
Oberliga-Lizenz vom HEC beantragt: „Nachhaltiges Gesamtkonzept“ für Eishockey-Standort Heilbronn
Die Beantragung der Lizenz für den Oberliga-Spielbetrieb in der Saison 2026/27 war aber nur der erste Schritt, um die Weichen für die Zukunft des Profi-Eishockeys im Unterland zu stellen. Im Hintergrund wird bereits an Konzepten gearbeitet, wie es weitergehen kann.
„Um ein nachhaltiges Gesamtkonzept für den Eishockey-Standort Heilbronn zu entwickeln, befinden wir uns bereits jetzt in Gesprächen mit allen relevanten Akteuren“, erklären Sellers, Scholl und Hey in ihrem Statement. „Ziel ist es, dass Nachwuchs-, Amateur- und Profi-Eishockey langfristig, gemeinsam und mit klarer Perspektive ihren Platz finden werden. Dabei sollen nicht Einzelinteressen, sondern der Sport im Mittelpunkt stehen.“
Seitenhieb vom HEC gegen Heilbronner Falken – „transparentes Commitment realisierbar“
Zum Abschluss gibt es von der HEC-Vorstandschaft noch einen Seitenhieb für die Verantwortlichen der Falken GmbH & Co. KG, die im stillen Kämmerlein vor sich hingewerkelt haben und damit Fans, Sponsoren und Partner verprellt haben. „Da wir überzeugt sind, dass ein solches Vorhaben nur mit dem Engagement vieler gelingen kann, werden wir Partner, Sponsoren, Mitarbeitende, Fans, die Regionalpolitik, die Stadtverwaltung, die Stadtwerke sowie weitere Beteiligte zeitnah einbinden. Wir hoffen hierbei auf breite und tatkräftige Unterstützung, da uns bewusst ist, dass dieses Projekt nur durch ein klares, gemeinsames und transparentes Commitment realisierbar ist“, lassen Sellers, Scholl und Hey in ihrem Statement wissen.
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