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Vor Spiel drei am Dienstag in Heilbronn : Falken-Trainer Petrozza fordert Bestleistung

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Nach der 2:0-Führung in der Viertelfinal-Serie gegen Memmingen können die Heilbronner Falken den Indians im Heimspiel am Dienstag entscheidend wehtun. Dafür muss eine Leistungssteigerung her.

Patrick Berger war bisher der überragende Mann der Serie: Der Falken-Keeper lieferte zwei Mal ganz stark ab.
Foto: Marc Thorwartl
Patrick Berger war bisher der überragende Mann der Serie: Der Falken-Keeper lieferte zwei Mal ganz stark ab. Foto: Marc Thorwartl  Foto: Thorwartl, Marc

In den Playoffs gibt es nur wichtige Spiele. Und solche, die noch wichtiger sind. Auf ein Spiel von überragender Bedeutung für die Viertelfinal-Serie gegen die Memminger Indians diesen Dienstag (19.30 Uhr) hat Frank Petrozza die Heilbronner Falken eingestellt. Nach dem knappen, hart erkämpften 2:1-Auswärtssieg am Sonntagabend führen die Falken die Best-of-seven-Serie 2:0 an. "Die wissen: Wenn sie am Dienstag verlieren, wird es schwer", sagt der Falken-Trainer mit Blick auf die Memminger. Und er schiebt hinterher: "Und wir wissen das auch."

Sprich: Die Falken haben die große Chance, dem Gegner im dritten Spiel, einem Heimspiel, den womöglich bereits entscheidenden Stoß zu versetzen. "Aber das heißt auch: Die werden alles, also wirklich alles, geben. Die wollen kein 0:3", macht Petrozza klar. "Aber wir werden bereit sein." Das wollten die Heilbronner auch am Sonntag, vergurkten aber das erste Drittel komplett – und waren offensiv über 60 Minuten bestenfalls effektiv, aber nie gut.

Heilbronner Falken im Playoff-Viertelfinale: Memmingen vergisst das Toreschießen

Im ersten Drittel waren die Gäste im Hexenkessel auf dem Hühnerberg nicht anwesend - Memmingen dominierte. Mit einem Manko: "Wir hätten das eine oder andere Tor mehr schießen müssen", kritisierte Trainer Daniel Huhn hinterher. Stattdessen fiel nur ein Tor in den ersten 20 Minuten "0:1 - ich war zufrieden", sagte Petrozza nach dem Spiel fast schon stichelnd. Er wusste, dass sein Team nach einem Drittel hätte erledigt sein können.

0:3 oder 0:4 - das wäre selbst für den Hauptrunden-Zweiten im Süden schwer geworden. So war es im ersten Spiel in Heilbronn den Memmingern ergangen, die trotz eines guten Starts nach 20 Minuten mit 0:4 fast hoffnungslos zurücklagen und beim 0:6 in der 27. Minute früh geschlagen waren. Aber das 0:1 am Sonntag: Das hatten die Falken per Doppelschlag schnell gedreht und raubten den Indians in der Folge mit leidenschaftlicher Defensivarbeit den letzten Nerv.

Unterzahlspiele kosten die Heilbronner Falken viel Kraft

Wobei die Falken auch ihren Trainer Nerven kosteten. Vor allem die vielen Strafen ärgerten Petrozza. "Die haben uns viel Kraft gekostet", meint er angesichts von sieben Unterzahlspielen. Wobei sich der Falken-Trainer auch über die Schiedsrichter ärgerte: Einige Strafen seien ein Witz gewesen. Und der Frust-Check von Robin Just in den letzten Sekunden der Partie, wofür der Routinier eine Spieldauerstrafe kassierte und am Dienstag aussetzen muss, sei nicht gegen das Knie, sondern die Schulter gegangen. Unnötig war es allemal.

Petrozza wird also ein wenig umstellen müssen und wird vermutlich Vincent Jiranek für Just in die zweite Reihe beordern. Philipp Hecht oder Alex Dell nehmen Stürmerposition neun ein. Zumal sich am Kader auch am Dienstag nichts ändert: Weder die Förderlizenzspieler, noch Marco Haas von den Eisbären werden zum Team stoßen. "Die müssen mit uns trainieren, sonst macht nicht richtig Sinn", macht Petrozza klar.

Berger ist für Memmingen ein Schreckgespenst

Der Coach erwartet aber von einigen seiner Spieler, in erster Linie die Topstürmer, eine Leistungssteigerung. "Ein paar Jungs waren am Sonntag nicht da." Was auf einen sicher nicht zutrifft: Patrick Berger. Der Falken-Keeper lieferte zwei Mal überragend ab, er ist für die Indians ein Schreckgespenst. Die Allgäuer bissen sich am ehemaligen Regensburger vor zwei Jahren in den Playoffs schon die Zähne aus. Mehr Bergers brauchen die Falken - oder wie Petrozza sagt: "Jeder muss ein A-Game abliefern." Sein bestes Spiel.

Playoff-Viertelfinalserien: Favoriten führen ihre Serien mit 2:0 an

Die vier Viertelfinal-Serien sind bisher ohne Überraschung: Die in der Hauptrunde jeweils besser platzierten Mannschaften führen nach zwei Spieltagen mit 2:0. Den von den Ergebnissen besten Eindruck haben die Blue Devils aus Weiden hinterlassen: Der Hauptrunden-Erste des Südens hat die Spiele gegen den EC Peiting mit 8:2 und 6:2 klar gewonnen. Mussten die Hannover Scorpions im ersten Duell gegen die Hannover Indians noch in die Overtime (5:4), entschied der Nord-Erste Spiel zwei deutlich für sich (7:1). Ähnlich lief es für die Tilburg Trappers: Spiel eins gewann der Nord-Zweite gegen den Süd-Dritten aus Deggendorf nach Verlängerung (5:4), am Sonntag folgte dann ein 4:1. map

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