Zukunft des Profi-Eishockey in Heilbronn geklärt – neuer Name, neue Gesellschafter
Nach turbulenten Wochen ist jetzt klar, wie es mit den Falken und dem Profi-Eishockey in Heilbronn weitergeht. Zentral ist eine Interessensgemeinschaft um den HEC und Rainer Maurer.
Eine Lösung ist gefunden. Seit diesem Donnerstag ist nun klar, wie es nach turbulenten Wochen mit dem Profi-Eishockey in Heilbronn weitergeht. Die Grundvoraussetzungen für eine Fortführung des Spielbetriebs in der Eishockey-Oberliga sind geschaffen worden.
Kai Sellers, Vorsitzender des HEC, und Jan Hey, Nachwuchsvorstand des HEC, sowie Rainer Maurer, bisher Gesellschafter der Heilbronner Falken, haben sich zusammengefunden, um den Fortbestand des Profi-Eishockeys in Heilbronn zu gewährleisten. „Wir standen seit mehreren Monaten in intensivem Austausch, haben alle möglichen Szenarien durchgespielt und sind letztendlich auf einen gemeinsamen Nenner und die bestmögliche Lösung für das Heilbronner Eishockey gekommen“, sagt Maurer.
Falken bleiben als Name in neuer Heilbronner Eishockey-Gesellschaft erhalten
Ihm war es laut einer Pressemitteilung wichtig, dass die Falken auch in der Namensgebung eine Fortführung finden. Deshalb wurde jetzt mit dem Insolvenzverwalter Peter Roeger ein Asset-Deal ausgehandelt.
Das heißt, nicht die gesamte insolvente Heilbronner Falken GmbH und Co. KG wurde von einem Investor gekauft, sondern die Interessengesellschaft kaufte einige Sachwerte heraus: Die Homepage, der Name, das Logo, die Markenrechte, die Social-Media-Kanäle und die Falken-App gehen in den Besitz der neuen GmbH über, an der die beiden gleichberechtigten Gesellschafter Kai Sellers und Jan Hey zu je 50 Prozent beteiligt sind.
Profi-Eishockey in Heilbronn: Kai Sellers übernimmt Posten des Geschäftsführers
Sellers übernimmt zudem den Posten des GmbH-Geschäftsführers. Gleichzeitig ist damit auch die Investorensuche für die Heilbronner Falken GmbH und Co. KG beendet. „Jetzt können wir auch ans Doing gehen. Das war ein echtes Theater. Im Endeffekt geht es uns darum, das Profi-Eishockey zu erhalten“, sagt Sellers.

Sellers führt weiter aus: „Jetzt herrscht endlich Klarheit, und wir können loslegen. Klar ist aber, dass wir jegliche Unterstützung brauchen. Wir müssen hart daran arbeiten. Wir werden Fehler machen, die wir dann hoffentlich in der Gemeinschaft wieder hinbiegen. Eigentlich brauchen wir jetzt jeden, der Bock auf Eishockey hat. Egal ob als Fürsprecher oder Unterstützer. Es ist jetzt wichtig, das auf wirtschaftliche Beine zu stellen. Das geht nur gemeinsam.“
Rainer Maurer bleibt Heilbronner Eishockey beratend verbunden
Rainer Maurer bleibt dem Heilbronner Eishockey und der neuen GmbH in beratender Funktion treu verbunden, machte den Asset-Deal mit einer signifikanten Finanzspritze überhaupt erst möglich und bleibt dem Heilbronner Eishockey über die Firma 4N IT-Solutions GmbH als Sponsor erhalten. „Die Falken-Marke wird leicht modifiziert, um der Bedeutung des Stammvereins als Retter gerecht zu werden“, erklärt Maurer, der aber aktuell nicht als Gesellschafter in die GmbH einsteigen wird. Der Name: Heilbronner Eishockeyclub Falken.
„Eines steht für mich fest: Wenn es überhaupt eine Person gibt, die es schaffen kann, alle Heilbronner Eishockey-Kräfte zu bündeln, dann ist es Kai Sellers“, betont Maurer.
Worst-Case-Szenario im Heilbronner Eishockey tritt nicht ein
Kai Sellers ist ebenfalls glücklich, dass mit dem Asset-Deal eine für alle Parteien erfolgversprechende Lösung gefunden wurde: „Damit ist vor allem das Worst-Case-Szenario, dass urplötzlich zwei Profimannschaften in Heilbronn antreten wollen, vom Tisch.“ Somit wird der HEC das durch die Eisbären erworbene Aufstiegsrecht in die Oberliga Süd wahrnehmen und gleichzeitig der Falken-Auftritt als Marke erhalten bleiben.
Das Heilbronner Eishockey wird so wieder unter einem Dach gebündelt. Die HEC-Eisbären werden weiterhin im Amateursport in der Regionalliga die Farben der Käthchenstadt vertreten, der Heilbronner Eishockeyclub Falken in der Oberliga.
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