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Nach Falken-Insolvenz: Fans wollen Neustart des Heilbronner Eishockeys begleiten

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Wie es mit Profi-Eishockey in Heilbronn weitergeht, ist noch unklar. Doch die Fans bereiten den Neustart vor: Bei einem Treffen diskutieren rund 100 Anhänger über Support, Verantwortung und neue Strukturen rund um die Falken und den HEC.


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Während die Zukunft des Profi-Eishockeys in Heilbronn weiterhin offen ist, arbeiten die Fans bereits an ihrer künftigen Ausrichtung. Vieles deutet aktuell darauf hin, dass trotz der Insolvenz der Heilbronner Falken GmbH und Co. KG der Profi-Standort erhalten bleibt – in welcher Form, dürfte sich allerdings erst in den nächsten Tagen oder Wochen entscheiden.

Im Raum stehen mehrere Szenarien: Bleibt die Heilbronner Falken-Spielbetriebs GmbH mit neuen Investoren bestehen? Wie kolportiert wird, soll es zwei Interessenten geben. Oder nimmt der Heilbronner Eishockey-Club (HEC) sein mögliches Aufstiegsrecht wahr? Oder könnte es gar zwei Profi-Teams in der Stadt geben? Insolvenzverwalter Peter Roeger von Pluta Rechtsanwälte hofft, bald eine Lösung präsentieren zu können. 

Etwa 100 Anhänger beim ersten Fantreffen in Heilbronn

Unabhängig von diesen offenen Fragen, haben sich zuletzt etwa 100 Anhänger zum ersten gemeinsamen Fantreffen im Vip-Raum des Heilbronner Eisstadions am Europaplatz getroffen. Laut einem Statement der „Fanszene Heilbronn“ in den sozialen Medien ist dabei offen diskutiert und geplant worden – mit dem Ziel, „einen guten Start in die neue Zukunft des Heilbronner Eishockeys“ zu ermöglichen.

Zu Beginn hat ein Dank an alle Fans für den starken Support in der vergangenen Saison gestanden. Trotz der schwierigen Lage mit der langen Ungewissheit rund um die finanzielle Schieflage und die spätere Insolvenz der Falken sei die Mannschaft von den Rängen stets unterstützt worden.

Die aktive Heilbronner Fanszene hat ihre Grundsätze vorgestellt.  „Der wichtigste Grundsatz für uns ist stets der Verein – Spieler kommen und gehen, der Verein und die Stadt bleiben“, heißt es in einem Statement.
Die aktive Heilbronner Fanszene hat ihre Grundsätze vorgestellt. „Der wichtigste Grundsatz für uns ist stets der Verein – Spieler kommen und gehen, der Verein und die Stadt bleiben“, heißt es in einem Statement.  Foto: Berger, Mario

Selbstkritik der Falken-Fans und Grundsätze

Gleichzeitig ist aber auch kritisch auf den Vorfall beim Spiel gegen Stuttgart am 30. Januar zurückgeblickt worden. Damals hatten Münzwürfe auf das Eis beinahe zu einem Spielabbruch geführt. Beim Fantreffen hat Einigkeit darüber geherrscht, dass sich solche Szenen künftig nicht wiederholen dürfen.

Die aktive Fanszene hat zudem ihre Grundsätze vorgestellt. „Der wichtigste Grundsatz für uns ist stets der Verein – Spieler kommen und gehen, der Verein und die Stadt bleiben“, heißt es im Statement. Ziel sei es, Heilbronn im Stadion und darüber hinaus akustisch und optisch zu vertreten.

Derzeit ist zwar noch unklar, wie es mit Profi-Eishockey in Heilbronn weitergeht, doch für die Fans steht fest: Sie werden den Neustart begleiten.
Derzeit ist zwar noch unklar, wie es mit Profi-Eishockey in Heilbronn weitergeht, doch für die Fans steht fest: Sie werden den Neustart begleiten.  Foto: Mario Berger

Profi-Eishockey in Heilbronn: Struktur für die Fankultur geplant

Um die Fankultur künftig besser zu organisieren, sind mehrere Ideen diskutiert worden. Dazu gehören ein klarer Stimmungsblock im Stadion, eine „bessere Kommunikation zwischen Fans, Fanclubs und Verein sowie regelmäßige Fantreffen“.

Am Ende des Abends hat eine offene Diskussionsrunde gestanden, die laut Teilnehmern intensiv, aber respektvoll verlaufen sei. Festgehalten worden ist unter anderem, dass Fantreffen künftig regelmäßig stattfinden sollen. Zudem soll ein Verhaltenskodex für die gesamte Fangemeinschaft erarbeitet und im Stadion ausgehängt werden. Auch feste Ansprechpartner der Fanszene sind geplant.

Ansätze, die der Eishockeystadt Heilbronn guttun können – ganz gleich, wie die sportliche Zukunft exakt aussehen wird. 

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