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Kaderplanung der HEC Falken: Oberligist hat viele Wunschspieler verpflichtet

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Die Gesellschafter der HEC Falken sowie HEC-Geschäftsführer Michael Rumrich sind sehr gut vernetzt. Deshalb sind sie zuversichtlich, dass es nicht ein allzu großes Problem ist, erstmals einen Profi-Kader zusammenzustellen.


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Mit Freddy Cabana haben die Verantwortlichen der neuen HEC Falken einen ganz wichtigen Baustein ihres Kaders bereits vermeldet. Der bisherige Kapitän der Heilbronner Falken soll auch in der Zukunft der Anker im Team und der Ansprechpartner für den Trainer auf der einen Seite und seine Mannschaftskameraden auf der anderen Seite werden.

Das weiß auch der 39 Jahre alte Deutsch-Kanadier. „Meine Rolle bleibt unverändert zu der bisher“, erklärt Cabana. „Ich werde als Führungsspieler da sein, dem Trainer helfen, dass wir uns so schnell wie möglich als Team zusammenfinden und die neuen Spieler dabei unterstützen, dass sie sich schnell im Unterland einleben.“

Freddy Cabana bleibt Führungsspieler und zentraler Ansprechpartner im Team der HEC Falken

Doch wie schwierig ist es überhaupt, die richtigen Spieler zu finden, die einen Club weiterbringen und ein Team besser machen? Wie in jeder Sommerpause in jeder Sportart werden auch die Verantwortlichen der HEC Falken derzeit überschüttet mit Zuschriften von eifrigen Spielerberatern, die ihre jeweiligen Schützlinge als den neuen Wayne Gretzky anpreisen.

„Alle erzählen natürlich, dass ihr Spieler ganz toll ist. Das erzählen aber alle“, sagt Jan Hey, der mit Kai Sellers Gesellschafter der Falken ist. Denn jeder Spielerberater wolle natürlich seinen Athleten bei einem Verein unter Vertrag wissen.

Jeder Spielerberater preist seinen Schützling als ganz tollen Spieler an

Um die Diamanten von den faulen Eiern zu unterscheiden, greifen die HEC-Verantwortlichen auf ihre „Schwarmintelligenz“ (Hey) zurück. Ist ein interessanter Spieler dabei, strecken Hey, Sellers und Michael Rumrich, Geschäftsführer des Stammvereins Heilbronner EC, ihre Fühler aus. „Kai hat viele Kontakte in Nordamerika, weil er als Trainer der HEC Eisbären schon in diesem Markt einige Male gescoutet hat.

Es geht nicht nur darum, Spiele zu gewinnen. Der Spaß auf und neben dem Eis darf nicht zu kurz kommen. Dafür muss die Chemie im Team aber stimmen.
Es geht nicht nur darum, Spiele zu gewinnen. Der Spaß auf und neben dem Eis darf nicht zu kurz kommen. Dafür muss die Chemie im Team aber stimmen.  Foto: Ralf Seidel

Und die Ligen sind ähnlich. Man schaut auf Spieler am College, also in der NCAA, in der Quebec Junior Major Hockey League oder East Coast Hockey League. Ich bin dagegen auf dem deutschen Markt vernetzt, sei es zum Scouting-Netzwerk der Adler Mannheim, aber auch zu anderen Standorten in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2) oder in der Oberliga. Auch Michael hat schon alleine aus seiner Zeit als Profi und Nationalspieler ein sehr großes Netzwerk“, erzählt Jan Hey.

Diese Kontakte würden aktiviert, wenn ihnen ein interessanter Spieler angeboten wird. „Man schaut sich die bisherigen Stationen an. Je nachdem, wo der Spieler gespielt hat, holt jeder von uns Informationen bei seinen Kontakten ein“, berichtet Hey. „Auf Basis dieser Rückmeldungen wird dann eine Entscheidung getroffen.“Denn „einen Kader zusammenzustellen ist ein facettenreiches Thema. Natürlich kann man sagen, man schaut nur auf die Punkte. Doch Statistiken sind nur Tendenzen. Und man braucht auch Leute, die Schüsse blocken oder die Charakter haben oder die in der Kabine Dampf machen“, sagt Hey.

Heilbronn kann mit einem Pfund wuchern: Standort im Eishockey sehr angesehen

Bei der Kaderzusammenstellung können die Falken-Verantwortlichen mit einem Pfund wuchern. „Heilbronn ist ein sehr angesehener Standort im deutschen Eishockey“, sagt Jan Hey. „Deshalb haben wir sogar auf mehr A-Spieler Zugriff gehabt, also Spieler, die wir gerne verpflichtet hätten, als wir anfangs gedacht haben. Wir haben in den vergangenen Wochen viele gute Entscheidungen getroffen. Alle unsere Verpflichtungen, die wir bisher getätigt haben, sind unsere Wunschverpflichtungen.“

Insgesamt stehen nach Stimme-Informationen bereits etwa ein Dutzend Eishockeycracks bei den Falken unter Vertrag. Die Namen sollen in den nächsten Tagen und Wochen veröffentlicht werden.

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