Was dieser Stürmer der Heilbronner Falken mit einem guten Rotwein gemein hat
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Alter schützt vor Leistung nicht – wie sonst ist es zu erklären, dass ein 37-jähriger Stürmer der Heilbronner Falken derzeit bester Vorbereiter der gesamten Eishockey-Oberliga ist?
Robin Just – hier im Derby gegen die Bietigheim Steelers – ist der beste Vorbereiter der Liga und für die Heilbronner Falken gerade eine Lebensversicherung.
Foto: Thorwartl, Marc
Guter Rotwein soll anscheinend mit zunehmendem Alter besser werden. Ob das stimmt, darüber streiten sich die Experten. Bei Robin Just, Stürmer in Reihen des Eishockey-Oberligisten Heilbronner Falken, trifft es aber auf jeden Fall zu. Er ist nicht nur Topscorer der Falken, sondern mit 26 Assists in nur 16 Spielen sogar der beste Vorlagengeber ligaweit. Auch beim 4:3-Erfolg nach Verlängerung beim Schlusslicht Stuttgart Rebels serviert er den Puck zweimal punktgenau – und leitet so die Wende ein.
"Ich versuche, immer die besser postierten Spieler in Szene zu setzen. Wenn sie dann treffen, freue ich mich mehr als wenn ich selbst geschossen hätte", erklärt der 37-Jährige, der derzeit die Lebensversicherung der Heilbronner Falken ist. "Ich habe aber auch mit Niklas Jentsch, Thomas Supis oder – wie in Stuttgart – Nolan Ritchie Spieler, die meine Vorlagen verwerten können." Falken-Coach Frank Petrozza erklärt: "Ich liebe Justi, er hat dieses Eishockey-Gespür, das kannst du nicht lernen."
Robin Just ist so etwas wie die Lebensversicherung für die Heilbronner Falken
Am Tag nach dem Sieg relaxt der Linksschütze im heimischen Cleebronn. Den Kopf frei bekommen, vom Eishockey abschalten, das will der Assistenz-Kapitän der Heilbronner Falken: "Ich bin echt platt. Fünf Spiele in zehn Tagen, das ist anstrengend. Vor allem, wenn einige Spieler verletzt fehlen, dann merkt man die Belastung, frisst unglaublich viel Eiszeit." Er hofft auf Besserung am Wochenende: "Ich weiß nicht, wer von den Verletzten zurückkehrt. Selbst wenn es nur einer ist, hilft uns das weiter."
Dass die Heilbronner Falken bei den Rebels kein gutes Eishockey zeigten, ist ihm klar. Er bittet die Fans aber um Nachsicht: "Vorne verpassen wir durch den Lattentreffer das frühzeitige 1:0. Dann kassieren wir im Powerplay gleich zwei Gegentreffer bei eigener Überzahl. Das war ganz urplötzlich eine komplett andere Situation. Wir brauchten Zeit, um wieder auf Kurs zu kommen. Die Stuttgart Rebels bekamen durch die beiden unerwarteten Treffer einen Energieschub und das Momentum auf ihre Seite."
"Die Stuttgart Rebels bekamen durch die beiden unerwarteten Treffer einen Energieschub und das Momentum auf ihre Seite."
Robin Just
Wenn die Heilbronner Falken mit größerer Kapelle spielen, wollen sie angreifen
Im Mittelabschnitt läuft es anfangs besser. Just ist es, der mit seinem Treffer die Heilbronner Falken heranbringt. "Und dann kassieren wir aus dem Nichts wieder ein Tor, das war ein weiterer Nackenschlag." Aber er hebt das Positive hervor: "Wir haben bis zum Ende versucht, eine Wende herbeizuführen. Wir hatten auch Glück, aber letztendlich haben wir die Partie noch gewonnen." Zwei Minuten vor dem Ende durch ein Powerplaytor von Thore Weyrauch, 34 Sekunden später trifft Ritchie zum Ausgleich.
In der Verlängerung ist es dann eine Doppelpass-Traumkombination zwischen Just und Ritchie, die den Heilbronner Falken den Sieg beschert. Just: "Jetzt haben wir die schwierige Zeit überstanden und hoffen auf die Rückkehr von Spielern ins Team. Dann kannst du auch ganz anders trainieren und hast mehr Variationsmöglichkeiten vor allem auch im Powerplay." Er ist sich sicher: "Wenn wir jetzt durch das Gröbste durch sind und zukünftig mit größerer Kapelle spielen, dann werden wir richtig angreifen."
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