Mit dem Kapitän kehrt bei den Heilbronner Falken auch die Spielfreude zurück
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Im Oberliga-Spiel gegen die Bayreuth Tigers können die Heilbronner Falken endlich wieder auf ihren Kapitän zurückgreifen. Dessen Comeback beflügelt die ganze Mannschaft.
Das perfekte Comeback: Kapitän Freddy Cabana erzielt in der 9. Minute das 1:0 für die Heilbronner Falken.
Foto: Thorwartl, Marc
Die drängendste Frage vor der Eishockey-Oberliga-Partie zwischen den Heilbronner Falken und den Onesto Tigers aus Bayreuth wird beim Warmlaufen beantwortet. Freddy Cabana, Kapitän der Falken, ist nach seiner Verletzung aus dem Derby gegen Bietigheim wieder dabei. Damit können die Unterländer exakt drei eigene Sturmreihen aufbieten. Da die Jungadler Mannheim keine Spieler abgestellt haben, wird deutlich wie wichtig die Rückkehr des Kapitäns in den Kader ist. Nicht nur fürs spielerische Element.
Die Bayreuther sind der Intimus der Fans der Heilbronner Falken. Vor allem nach der Abstiegsrunde der Saison 22/23 in der DEL2, als die Oberfranken die Unterländer in die Oberliga schossen. Mit einem Kader, den sie überhaupt nicht finanzieren konnten. Den Tigers wurde im Sommer die DEL2-Lizenz verweigert, für die Oberliga erhielten sie eine. Um dann mitten in der Saison Konkurs anzumelden. Das Spiel ist als Risiko-Partie eingestuft - weshalb verstärkte Polizeipräsenz in und ums Stadion herrscht.
Heilbronner Falken übernehmen das Kommando und dominieren Partie und Gegner
Frank Petrozza, Coach der Heilbronner Falken, warnt vor dem heutigen Gegner: "Die Bayreuth Tigers sind in der Offensive ganz stark besetzt." Unter anderem mit den Ex-Falken Sam Verelst und Tim Detig. Außerdem hütet Ilya Andryukhov das Tor der Tigers – der Keeper, mit dem die Falken damals gegen Bayreuth abgestiegen sind. Aber Petrozza hat auch einen Schwachpunkt ausgemacht: "In der Abwehr stehen sie nicht so sicher, da sind sie verwundbar. Vorausgesetzt, es wird schnell und direkt gespielt."
Das Spiel nimmt sofort Fahrt auf. Die Heilbronner Falken erspielen sich ein optisches Übergewicht und die ersten Chancen. Nolan Ritchie vernascht vier Tigers hinter dem Tor, scheitert aber denkbar knapp. In den neunten Minute ist es dann Rückkehrer Freddy Cabana, der die Falken in Führung bringt. Dann Powerplay der Gäste. Erst scheitern sie am Pfosten, dann reagiert Patrick Berger im Tor überragend, schließlich ist er doch geschlagen. Christopher Seto markiert ungedeckt aus dem Slot das 1:1.
Aber die Heilbronner Falken schlagen eiskalt zurück. Sebastian Hon scheitert mit seinem Schuss noch am Innenpfosten, doch der Puck prallt von dort an den Rücken des Keepers und rollt über die Linie. Die Referees verweigern dem Treffer die Anerkennung, da sie vorher abgepfiffen haben. Die Zuschauer toben. Aber die Falken bleiben cool. In Überzahl steht Alec Zawatsky goldrichtig, trifft zum 2:1. Bis zur Pause haben die Falken mehrfach die Chance den Vorsprung auszubauen, es bleibt aber beim 2:1.
Heilbronner Falken machen mit Doppelschlag durch Jentsch schnell alles klar
Ins zweite Drittel starten die Heilbronner Falken in Überzahl. 47 Sekunden dauert es, dann trifft Niklas Jentsch zum 3:1. Nur zwei Minuten später hat er die Chance auf 4:1 zu erhöhen, schießt aber bei einem Alleingang über das Tor. Doch nur wenige Sekunden später macht er es besser. Wieder einmal ist es Robin Just, der die perfekte Idee hat, Thore Weyrauch gekonnt in Szene setzt, der leitet den Puck an Jentsch weiter, dessen Direktabnahme unhaltbar hinter Andryukhov einschlägt.
Nach 37 Minuten hatte Ilya Andryukhov genug und verlässt nach sechs Gegentoren seinen Kasten.
Foto: Thorwartl, Marc
Wer jetzt gedacht hat, dass es die Heilbronner Falken langsamer angehen werden, sieht sich getäuscht. Selbst bei numerischem Gleichstand sieht es aus, als ob sie Überzahl spielen. Erneut bekommen sie Powerplay und 22 Sekunden, bevor das abläuft, muss noch ein Tiger in die Kühlbox. Vom Bully dauert es sechs Sekunden, dann steht es 5:1, Nolan Ritchie sieht Zawatsky am langen Pfosten, der nur noch einschieben muss. Als Ritchie kurz danach das 6:1 erzielt, verlässt Andryukhov entnervt sein Tor. Pause.
Heilbronner Falken lassen im letzten Drittel wirklich gar nichts mehr anbrennen
Im letzten Abschnitt legen die Heilbronner Falken in der 44. Minute das 7:1 durch Sebastian Hon nach. Spätestens jetzt ist auch der letzte Widerstand der Gäste gebrochen. Nach dem Treffer schalten die Unterländer in den Verwaltungsmodus. Vier Minuten vor dem Ende gelingt den Gästen noch eine Resultatsverbesserung zum 7:2. Nur ein kleiner Makel, der am ungefährdeten und auch in dieser Höhe verdienten Erfolg der Unterländer nichts ändert. Das Comeback Freddy Cabanas ist voll gelungen.
"Das war die richtige Reaktion auf das Stuttgart-Spiel."
Corey Mapes
Der Kapitän der Heilbronner Falken übt sich nach der Partie in Bescheidenheit: "Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Ich glaube, dass wir als Team eine gute Leistung gezeigt haben, auf der es gilt, am Sonntag in Garmisch aufzubauen." Corey Mapes sieht den Lerneffekt: "Das war die richtige Reaktion auf das Stuttgart-Spiel." Auch Coach Petrozza ist zufrieden: "Das war so, wie es mir gefällt. Wir haben strukturiert gespielt, alle drei Reihen haben mindestens ein Tor geschossen, und unsere Special-Teams haben einen guten Job gemacht."
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