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Einsatz beim Spiel der Heilbronner Falken: Fan-Applaus für die Feuerwehr

  
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Wegen Löchern im Eis stand das Topduell der Eishockey-Oberliga vor dem Abbruch. Der Feuerwehr war es zu verdanken, dass die Partie fortgeführt werden konnte. Ein Feuerwehrmann berichtet vom ungewöhnlichen Einsatz.

Die Feuerwehr leistete am Dienstagabend Hilfe in der Heilbronner Eishalle. Das Foto zeigt Lars Heidchen beim Einsatz mit einem CO2-Löscher.
Die Feuerwehr leistete am Dienstagabend Hilfe in der Heilbronner Eishalle. Das Foto zeigt Lars Heidchen beim Einsatz mit einem CO2-Löscher.  Foto: Berufsfeuerwehr Heilbronn

Lars Heidchen von der Heilbronner Berufsfeuerwehr hat am Dienstagabend das Eis der Heilbronner Falken geflickt – mit Kohlenstoffdioxid-Löschern. Die Menge im Heilbronner Eisstadion reagierte begeistert. Das Spiel gegen die Bayreuth Tigers konnte fortgeführt werden.

Der Anruf aus der Eishalle mit diesem außergewöhnlichen Anliegen sei am Dienstag gegen 20.45 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen, berichtet Lars Heidchen vom Leitungsdienst der Heilbronner Berufsfeuerwehr. Zusammen mit seinem Kameraden Timo Fritsche und drei Kohlenstoffdioxid-Löschern im Gepäck sei er zügig ausgerückt. Mehrere große und tiefe Löcher auf dem Eis mussten geflickt werden. „Das war für uns auch ein Novum, so etwas haben wir noch nie gemacht“, sagt Heidchen.

Spielabbruch drohte – Warum ein CO2-Löscher zum Einsatz kam

Üblicherweise werden die CO2-Löscher dafür eingesetzt, Schaltschrank- und Elektrobrände zu nutzen – insofern gab es keine Erfahrungswerte für den Einsatz im Eisstadion. Aber da aufgrund von Sicherheitsbedenken ein Spielabbruch drohte, tat die Feuerwehr ihr Bestes.

 


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Man habe auf die Löcher immer wieder etwas Wasser aufgetragen und dann die CO2-Löscher eingesetzt, um das Wasser schockzufrieren. Das habe erstaunlich gut funktioniert, berichtet Heidchen. Das Gas trete mit minus 70 Grad aus. Nach etwa zehn Minuten sei die Sache erledigt gewesen.

Heilbronner Feuerwehr wird mit Fangesängen empfangen

An diesen Einsatz werden der 39-jährige Feuerwehrmann aus Großbottwar und sein Kollege noch lange Zeit zurückdenken. „Wir wurden mit Fangesängen empfangen und mit großem Applaus verabschiedet“, sagt Heidchen.

Die Löcher im Eis waren mutmaßlich beim Publikumsbetrieb in der Eishalle entstanden, so der Verdacht der Feuerwehr.

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