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Testspiel in Bietigheim
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Steelers empfangen Falken: Für Jiranek ist es ein Wiedersehen mit alten Weggefährten

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Für Verteidiger Benedikt Jiranek ist der Test zwischen den Bietigheim Steelers und den Heilbronner Falken etwas Besonderes, er wechselte im Sommer vom Neckar ins Ellental. Dort will er sich als DEL2-Spieler etablieren. 


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Eine schöne Geste findet Benedikt Jiranek, dass an diesem Dienstag (19.30 Uhr) in der Ege-Trans-Arena ein Vorbereitungsspiel zwischen den Bietigheim Steelers und den Heilbronner Falken stattfindet, um dem finanziell angeschlagenen Unterländer Drittligisten unter die Arme zu greifen. Die Hälfte der Einnahmen kommt dem Heilbronner Profi-Eishockey zugute.

„Es zeigt, dass bei aller Rivalität zwischen Bietigheim und Heilbronn nicht alles auf gegenseitigem Hass basiert. Dass sich in Notzeiten geholfen wird, ist schön zu sehen“, sagt der 23-jährige Verteidiger, der im Sommer vom Neckar ins Ellental gewechselt ist.

Benefizspiel zwischen Steelers und Falken unterstützt Heilbronner Eishockey in Not

Bei den Steelers hat er sich schon gut eingelebt. „Ich fühle mich bisher wohl. Die Jungs in der Kabine sind gut drauf, ich verstehe mich mit allen gut“, erzählt Jiranek. Dennoch ist es noch „anders“, nun das grün-weiße Trikot der Bietigheimer überzustreifen, sagt der 23-Jährige und lacht.

„Ich bin schon ein paar Mal gestichelt worden mit dem Bezug auf meine letzten beiden Jahre in Heilbronn. Aber es ist alles freundlich.“ Man habe ja keine persönlichen Probleme mit Spielern der jeweils anderen Mannschaft.

Benedikt Jiranek (Mitte) –hier noch im Trikot der Heilbronner Falken – testet nun mit den Bietigheim Steelers gegen seine Ex-Mannschaftskameraden.
Foto: Archiv/Berger
Benedikt Jiranek (Mitte) –hier noch im Trikot der Heilbronner Falken – testet nun mit den Bietigheim Steelers gegen seine Ex-Mannschaftskameraden. Foto: Archiv/Berger  Foto: Berger, Mario

Freundschaftsspiele können immer „wild“ werden, ist sich Jiranek sicher

Dennoch schließt er nicht aus, dass auch im Vorbereitungsderby die Emotionen hochkochen. „Auf der einen Seite ist es ein Freundschaftsspiel, man will die richtigen Schritte für die eigentliche Saison gehen und keine Verletzten“, erklärt der Verteidiger. „Auf der anderen Seite kämpft jeder Spieler um seinen Platz im Team – die Jungs, die weniger spielen, wollen zeigen, dass sie mehr können, und die Jungs, die weiter oben platziert sind, müssen sich auch ihre Allerwertesten aufreißen, um den Status zu behalten.“

Er selbst hofft für seine Premierensaison im deutschen Unterhaus erst einmal, in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2) anzukommen und sich zu etablieren. „Ich will zeigen, dass ich einem Team helfen kann, erfolgreich zu sein“, sagt der Verteidiger, der auf dem Weg dorthin viel von den erfahrenen Haudegen wie Tim Schüle, Sören Sturm oder Pawel Dronia lernen will. „Es ist nicht so, dass die unbedingt schneller oder stärker sind als ich. Aber sie kennen kleine Tricks, die ich als junger Spieler erst noch lernen muss“, berichtet der 23-Jährige.

Sobald das Spiel beginnt, gibt es für Jiranek auf dem Eis keine Freunde mehr

Wo genau Jiranek im Steelers-Team aktuell steht, ist für ihn schwer einzuschätzen. „Durch die unterschiedlichen Leibchen im Training hat man eine erste Tendenz, wer mit wem zusammenspielen wird. Ich beispielsweise war schon öfters mit Maximilian Söll zusammen auf dem Eis, das hat sehr viel Spaß gemacht“, erklärt der Verteidiger. Doch noch stehen die Steelers am Anfang der Vorbereitung. Für sie ist der Test gegen die Falken das erste offizielle Vorbereitungsspiel der Saison.

Und das wird für Jiranek versüßt mit dem Wiedersehen mit alten Weggefährten. Doch sobald das erste Bully erfolgt ist, gibt es für ihn auf dem Eis keine Freunde mehr. „Dann ist es egal, wie viele Leute ich auf der Gegenseite kenne oder wie gut ich mich mit denen verstehe. Es geht nur noch ums Gewinnen“, erklärt der 23-Jährige.

Familienbande

Die Lizenzverweigerung für die Falken hat Benedikt Jiranek nur am Rande mitbekommen. Auch mit Vater Martin Jiranek, dem Sportlichen Leiter der Heilbronner, hat er sich darüber nicht unterhalten. Sportliches und Familiäres trennen die beiden strikt. „Wenn sich bestätigen würde, dass mein Vater mir etwas durchgesteckt hätte, was ich nicht wissen sollte, wäre das fatal, wenn es um Vertrauen in der Kabine geht“, sagt Benedikt Jiranek. nac

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