Abgeklärte Falken-Leistung – Füchse-Trainer Schwarze kritisiert Schiedsrichter
In Spiel drei der Achtelfinalserie machen die Füchse Duisburg den Heilbronner Falken das Leben zwar schwer, mehr aber auch nicht. Kritik von Gästetrainer Schwarze an den Schiedsrichtern.

Die Enttäuschung der 0:4 (0:1, 0:1, 0:2)-Niederlage der Füchse Duisburg bei den Heilbronner Falken und dem damit verbundenen Aus nach nur drei Spielen im Playoff-Achtelfinale war Fabian Schwarze nach der Partie anzumerken. Richtig emotional wurde der Trainer der Gäste aber vor allem, als er zu einem Rundumschlag gegen die Schiedsrichter ansetzte, er redete sich richtig in Rage.
„Ich hoffe, dass der Verband das mal in den Griff bekommt. Wir haben drei Spiele in dieser Serie bestritten und dabei drei ganz unterschiedliche Regelauslegungen gehabt. Darüber hinaus hatten wir so viele Auseinandersetzungen im Spiel, die geschehen, weil die Schiedsrichter nicht da sind“, echauffiert sich der Duisburger Coach. „Ich habe das Gefühl, alle sind bereit für die Playoffs und wollen auch endlich die Playoffs – auch die Fans. Nur vier Menschen auf dem Eis in den schwarz-weiß gestreiften Jerseys sind es nicht. Ich weiß nicht, wo die noch gedanklich waren.“
Füchse Duisburg wird vor allem die eklatante Abschlussschwäche zum Verhängnis
Die Leistung der Unparteiischen wollte Schwarze aber nicht als Ausrede für das Ausscheiden im Achtelfinale nach drei Spielen geltend machen. „Ich gebe den Schiedsrichtern überhaupt keine Schuld, dass wir die Serie mit 0:3 verlieren“, erklärt der Füchse-Coach. Denn den Duisburgern wurde vor allem ihre eklatante Abwehrschwäche in den Partien gegen Heilbronn zu schaffen. Ihre Schussquote lag vor Spiel drei am Freitag bei gerade einmal sieben Prozent.
Wie harmlos die Füchse offensiv waren, zeigte sich auch am Freitag am Europaplatz wieder. „Wir schießen gefühlt über 40 Mal aufs Tor, treffen den Kasten aber nicht. Aber Patrick Berger macht auch einen richtig guten Job“, erklärt Schwarze. Der Falken-Goalie musste zwar 33 Schüsse parieren. „Wir haben vor allem im ersten und im dritten Drittel zu viele Chancen zugelassen. Deshalb ein Lob an ,Bergi‘“, berichtet Falken-Trainer Frank Petrozza. Doch die Meisten der Schüsse kamen entweder zentral auf den Brustpanzer, oder der Schlussmann hatte freie Sicht, dass es auch relativ leicht für ihn war, die Versuche zu entschärfen.
Füchse nehmen sich selbst immer wieder einen Vorteil gegen die Heilbronner Falken weg
Und die Duisburger nahmen sich auch selbst immer wieder Vorteile weg. Immer wieder leisteten sie sich bei eigenen Überzahlsituationen Undiszipliniertheiten, so dass auch ein Füchse-Spieler in die Kühlbox musste und es erst vier gegen vier und dann sogar in Unterzahl für die Gäste weiterging. Allein Pontus Wernerson Libäck saß vier Mal für jeweils zwei Minuten auf der Strafbank. „Wir waren übermotiviert, wollten zuviel“, berichtet Schwarze. „Dabei hatte ich vorher noch gewarnt, dass wir unsere Emotionen beherrschen müssen.“
Dennoch lobt Petrozza die Duisburger: „Fabian hat seine Spieler gut eingestellt. Sie haben uns das Leben schwer gemacht. Das war ein richtig guter Test für uns.“ Und die Falken bestanden diesen mit Bravour. Die Heilbronner zeigten vielleicht die abgeklärteste und reifeste Leistung in dieser Spielzeit. Petrozza: „Jede Partie ist ein Kampf, den man annehmen und bestreiten muss. Solche Spiele machen uns jedoch für die weiteren Partien in den Playoffs besser.“
Erste Überzahl bringt die Führung für die Heilbronner Falken
Die Führung erzielten die Heilbronner mit ihrer ersten Überzahl. Nach Querpass von Robin Just hämmerte Niklas Jentsch den Puck per Direktabnahme flach ins kurze Eck (6. Minute). Direkt nach Beginn des zweiten Drittels legte Lars Schiller mit einem Treffer Marke „Kandidat für die Saisonhöhepunkte“ das 2:0 nach. Der Verteidiger tanzte mehrere Duisburger an der blauen Linie aus und drosch die Scheibe aus dem Bullykreis über den Innenpfosten ins Netz (22.).
Als die Duisburger dann mit dem Mute der Verzweiflung zum Schlussspurt ansetzten, nahm ihnen Calder Anderson den Wind wieder aus den Segeln. Bei einem Konter vollstreckte er nach Pass von Nolan Ritchie per Direktabnahme zum 3:0 (54.). Damit hatte der Kanadier den Sack zugemacht. Dennoch versuchten die Gäste noch einmal alles und nahmen rund 90 Sekunden vor dem Ende Goalie Julius Schulte für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Das bestrafte Vincent Jiranek. Er schob den Puck ins leere Netz (60.).
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